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Taktik im Handball

Taktik im Handball: 0:6 oder doch 2:4?

Ein wesentlicher Faktor auf dem Weg zum Erfolg im Handballsport ist die Taktik, die viele Möglichkeiten anbietet und je nach Spiel, Erfordernis und Gegner unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Der Torwart hat seine fixe Vorgabe und hier ändert sich auch nichts mit Ausnahme der Tatsache, dass er in den letzten Sekunden offensiver in das Feld vorrücken kann, um als zusätzlicher Feldspieler mitzuhelfen, damit noch ein rasches Tor gelingen könnte.

Feldspieler und Taktik 0:6

Die anderen sechs Spieler, die als Feldspieler eingesetzt werden, können hingegen variantenreich spielen. Oftmals wird als Taktik für die Verteidigung das System 0:6 verwendet. Das bedeutet, dass sämtliche Spieler entlang der Torraumlinie, die sich in einem Halbbogen um den Torraum und damit um das eigene Tor befindet, man spricht auch von der 6-m-Linie.

Somit bilden die Spieler eine Kette und versuchen auf diese Weise zu vermeiden, dass die Gegenspieler zum erfolgreichen Torwurf ansetzen können. Alternative Taktiken sind offensive Varianten, beispielsweise 1:5 oder 2:4.

Offensivere Verteidigung im Handballsport

1:5 bedeutet, dass einer der sechs Spieler vor den anderen agiert, um beim Spielaufbau den Gegner bereits frühzeitig zu stören. Man kann diese Taktik anwenden, um beispielsweise einen wertvollen Spieler des Gegners in seinen Aktionen einzuschränken, sodass der Spielaufbau nicht mehr so flüssig und einfach vonstatten gehen kann. Gerade der Rückraumspieler soll auf diese Weise in seinen üblichen Aktionen behindert werden.

Mit 2:4 ist man schon auf der sehr offensive Seite. Hier sind zwei Spieler vor der eigenen Abwehr in Position und stören den Gegner beim Spielaufbau. Dieser hat es schwieriger, lange Züge aufzubauen, andererseits kann mit langen Passes in die Tiefe ein Torerfolg gelingen, weil nur vier Verteidiger, die sich auf der ganzen Breite des Spielfeldes entlang der 6-m-Linie aufteilen, vorhanden sind.

Taktik im Handball

Generell gibt es nicht so viele Möglichkeiten bei der Ausrichtung wie beim Fußballsport, wo es zumindest zehn verschiedene Aufstellungsvarianten gibt. Aber da jeder Spieler andere Stärken und Schwächen hat, wird die Taktik sehr flexibel angewandt, sodass sie auch schnell je nach Situation geändert werden kann. 0:6 heißt also nicht, dass man immer auf gleiche Weise spielt, da man auch mit den Wechselspielern für neue Ideen und Impulse in der Offensive und Defensive sorgen kann.

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