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Handball

Körperbetont und dynamisch

Der heute bekannte Handballsport ist eine relativ junge Sportart, die erst im Jahr 1972 olympisch wurde. Eigentlich ist die Bezeichnung Handball nicht ganz korrekt, weil es Hallenhandball heißen müsste. Alternativ zum Hallenhandball gibt es noch das Feldhandball, das einmal, 1936, auf Betreiben des Hitler-Regimes sogar olympisch war, aber seit 1972, als Hallenhandball zur olympischen Disziplin ernannt wurde, stark an Bedeutung verloren hat. Heute setzt man den Begriff Handball mit Hallenhandball gleich.

Handballsport: die Anfänge

HandballsportSchon zu Zeiten der Griechen und Römer gab es Ballsportarten, bei denen ein Ball geworfen wurde. Auch Netze waren verwendet worden. Gleiches gilt für das Mittelalter, doch der erste richtige Schritt zum Handball entstand 1906, als der Däne Holger Nielsen erste Spielregeln für den Handballsport entwickelt hatte. Demnach darf mit dem Ball nicht mehr als drei Schritte gelaufen werden und der Ball darf nicht länger als drei Sekunden in Händen gehalten werden.

Als offizieller Geburtstag des Handballs gilt der 29. Oktober 1917, als das als Torball entwickelte Spiel auf Handball umgetauft wurde. Damals sollte dies den Mädchen und Frauen vorbehalten sein, damit sie eine Alternative zum Fußball haben, der den Jungen und Männern zugeschrieben wurde.

Zwei Jahre später wurde die körperbetonte Spielweise, die auch heute noch gilt, eingeführt und damit wurde Handball auch für die männlichen Spieler attraktiv. In Deutschland gab es die erste Handballmeisterschaft im Jahr 1921. Deutschland war aber auch im Feldhandball sehr stark, weshalb sich die skandinavischen Länder um Hallenhandball bemüht haben.

Das hatte seine Gründe vor allem darin, dass man in der Halle von klimatischen Unterschieden wenig merkt. So gibt es in einer Halle im kalten Norwegen die gleichen Bedingungen wie in einer Halle in Spanien. Mittlerweile ist Handball äußerst beliebt, allerdings gibt es selbst innerhalb von Europa Unterschiede. Der deutschsprachige Raum, die skandinavischen Länder, Frankreich, Spanien, Russland und die ehemaligen jugoslawischen Staaten zählen zu den Ländern mit großer Handball-Tradition, während beispielsweise auf den Britischen Inseln das Handballspiel kaum bekannt ist. Auch in den USA kennt man die in Europa gespielte Handballversion nicht.

Bedeutung des Handballs

Durch die medialen Übertragungen wurde Handball aber immer mehr zu einem Großereignis, besonders die Europameisterschaften und die Weltmeisterschaften. So sind viele nordafrikanische Staaten auf den Geschmack gekommen und der Handball ist auch in einigen asiatischen Ländern sehr beliebt. Großes Interesse zeigt sich seit einigen Jahren auch in Südamerika und im arabischen Raum.

Handball ist längst zu einer sehr dynamischen, modernen Sportart geworden, bei der die Hallen gefüllt sind und eine perfekte Stimmung auch für reichlichen Showcharakter sorgt. Die Spiele sind sehr körperbetont und dynamisch und können nur bedingt durch Taktik kontrolliert werden, weil die Spielzüge im Handball stetig und sehr rasch wechseln.

Dabei spielen die Regeln natürlich auch eine Rolle, weil das Hin- und Herschieben des Balles, wie das im Fußball aus taktischen Gründen immer wieder zu beobachten ist, ist im Handballspiel nicht erlaubt. Binnen einer vorgeschriebenen Zeitspanne muss der Ball auf das gegnerische Tor geworfen werden. Das ist eine Regel, wie sie im Basketballspiel auch gilt. Damit ist garantiert, dass immer etwas los ist und die Leute Action zu sehen bekommen.

Außerdem ist die Dichte sowohl bei Damen wie auch bei Herren sehr groß geworden. Zwar dominieren die Frauen von Norwegen und Dänemark meistens die Europameisterschaften, aber trotzdem gibt es kaum eine sichere Vorhersage, wie ein Turnier verläuft und das ist auch einer der Gründe, warum man diese Turniere und diesen Sport so mag.

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