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Fußball oder Fußballsport

Weltsportart und medial die Nummer eins

Genau genommen ist Fussball die Auseinandersetzung von 11 Spielern gegenüber anderen 11 Spielern. Streitpunkt ist dabei ein Ball. Fußball ist aber mehr als eine Ballsportart, die regional wie global begeistert. Die Wirkung der Sportart ist vor allem in Ländern, in denen er lange stiefmütterlich behandelt wurde, jetzt erst richtig zur Entfaltung gekommen.

Entwicklung des Fußballs

FußballsportBegonnen hat alles mit den ersten Fußballvereine Ende des 19. Jahrhunderts, als vor allem in England sich die Fußballinteressierten zu Vereinen zusammenschlossen. Auf dem europäischen Kontinent entwickelten sich die ersten Vereine auch schon rund um die Jahrhundertwende und damit war die erste Grundlage gebildet, um den Fußballsport vom Hobby zum Beruf machen zu können. Erste Meisterschaften wurden aufgebaut und Zug um Zug entwickelte sich der Fußball zu einer ernsthaften Angelegenheit, die natürlich mit dem modernen Fußball nicht vergleichbar war und ist.

National entstanden auch unterschiedlich schnell die Landesmeisterschaften, zum Teil wurde aufgrund der Reiseeinschränkungen nur lokal gegeneinander gespielt, um den besten unter sich ausmachen zu können. In Österreich gab es zum Beispiel vor dem Zweiten Weltkrieg eine Meisterschaft, bei der aber nur die Vereine aus Wien und Ostösterreich mitwirken konnten. Eine Tiroler Mannschaft oder eine aus der Steiermark war gar nicht zugelassen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg bildeten sich jene Turnierserien heraus, wie man sie heute auch kennt, etwa die Deutsche Bundesliga oder auch die Österreichische Bundesliga. Der Fußball wurde professioneller geführt und auch schneller, außerdem entwickelten sich die Medien rasch weiter und mit Fernsehen und nun auch dem Internet gibt es ganz andere Kanäle, um Spiele empfangen zu können. Das Internet sorgt zudem für sehr viele Diskussionen rund um Spieler und jedes einzelne Spiel.

Fußball und die großen Turniere

Einher mit dieser Entwicklung gingen auch die Turniere, wobei es manche wie die Copa América schon viel länger gab als zum Beispiel die Fußball-EM oder auch Euro, die erst in den 1960er-Jahren ihre Premiere gefeiert hatte. Die größte Fußballveranstaltung überhaupt ist die Fußball-WM, doch als sie 1930 erstmals ausgetragen wurde, gab es zu Beginn ein Achtelfinale und danach ging es im K.o.-Modus bis zum Finale. Gruppenphasen wie im modernen Fußball waren gar nicht notwendig. Viele Nationalmannschaften nahmen nicht teil, weil die Reisekosten nicht möglich waren.

Auch hier zeigte sich, wie die Fußball-WM nach dem Zweiten Weltkrieg immer größer wurde und durch das Fernsehen waren auch Spiele in fernen Ländern live zu betrachten. In der Zwischenzeit gibt es eine Großveranstaltung mit 32 Teilnehmer, die noch dazu aufgestockt werden wird und die nach den olympischen Sommerspiele die medial größte Veranstaltung in der Sportwelt überhaupt ist. Diese deutliche Aufwertung der Fußball-WM ist auch ein Symbol für den Aufstieg des Fußballs zur Weltsportart.

Fußball und Wirtschaft

Mit dem Aufstieg des Fußballs wurde auch die Wirtschaft aufmerksam. Erfolgreiche Nationalmannschaften und erst recht erfolgreiche Vereine werden mit hochdotierten Sponsorenverträgen ausgestattet und sind Litfaßsäulen für die Werbewirtschaft, speziell natürlich für die Sportartikelhersteller von Nike über Adidas bis Puma und vielen mehr. Aber auch andere Unternehmen sind als Sponsoren im Einsatz und kaufen sich den Namen des Heimstadions oder sind als Trikotsponsor im Einsatz. Damit wird der Fußball zum Millionengeschäft und das ist auch bei den Spielertransfers offenbar.

Waren in den 1970er-Jahren die Transfers aus heutiger Sicht von Schnäppchen, so kosten die ganz großen Spieler viele Millionen Euro, damit sie von Verein A zu Verein B wechseln. Der Kommerz scheint im Fußball immer wichtiger zu werden und das zeigt sich auch bei den teuren Fernsehverträgen, die zur Folge haben, dass eine Meisterschaftsrunde nicht mehr an einem Tag, sondern zumindest an drei Tagen ausgetragen wird, damit es mehr Möglichkeiten für Live-Übertragungen gibt. Ob dies für die Spannung gut ist, ist eine andere Geschichte.

Die Vermarktung spielt vor allem bei den großen Bewerben eine Rolle. Man kann den Fußball aufbauen so umschreiben:

  • nationale Meisterschaft
  • nationale Pokalbewerbe (oder Cupbewerbe)
  • internationale Vereinsbewerbe: Europa League und Champions League
  • Kontinentalbewerbe Natonalmannschaft: EURO, America Cup, Africa Cup
  • Weltmeisterschaft

Selbst bei den nationalen Meisterschaften fließt schon sehr viel Geld in die Kassa, zumal jede Woche neue Spiele ausgetragen werden. Wenn man aber bedenkt, dass bei vielen Spielen einer Fußball-Weltmeisterschaft über eine Milliarde Menschen zusehen, dann kann man die Reichweite und damit auch die Bedeutung in wirtschaftlicher Hinsicht sehr gut ablesen.

Frauenfußball

Viel später als der Männerfußball ist auch der Frauenfußball medial berücksichtigt worden und seit 1991 gibt es auch eine eigene Weltmeisterschaft und es gibt längst auch die Champions League für Frauen. Beide Turniere zeigen, dass die Leistungsdichte auch bei den Frauen stark zugenommen hat, die Wirtschaft ist auch hier schon aufgesprungen, aber die Beträge und die Reichweite sind noch nicht so abgebildet wie bei den Männern. Für viele gilt weiterhin, dass Fußball = Männerfußball ist, obwohl die Spiele zum Beispiel auf höchster Ebene bei der Fußball-WM sichtbar an Intensität zugenommen haben. Die Topnationen können nicht mehr souverän jedes Spiel 9:0 gewinnen, auch die kleineren Nationen haben an Qualität gewonnen.

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