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Fahrlässigkeit und Unternehmer

Fahrlässigkeit: Verletzung der Sorgfaltspflicht

Als Unternehmer ist man seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verpflichtet, das bedeutet, dass man die Arbeitsbedingungen so gestaltet, dass eine Gefährdung nicht gegeben ist. Beachtet man Grundsätze, die diese Sicherheit bringen sollen, nicht, so agiert man fahrlässig.

Fahrlässigkeit und Sicherheit

Fahrlässigkeit ist dann gegeben, wenn Handlungen gesetzt werden, die eine Gefährdung darstellen. Dabei gibt es nicht nur die Fahrlässigkeit, die die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefährden können - beispielsweise im Umgang mit Maschinen - sondern es kann auch zu einer Gefährdung der Kundinnen und Kunden kommen, wenn bei der Produktion Fehler passieren oder Produkte auf den Markt gebracht werden, die im nachhinein als problematisch herausgetestet wurden.

Die Steigerung der Fahrlässigkeit ist die extreme Fahrlässigkeit, die oftmals auch als strafbare Handlung im Sinne der Judikatur erkannt wurde. Kommt es zu Verletzungen oder Schädigungen von Kunden oder Mitarbeiter, wird bei Nachweis eine Entschädigung gezahlt.

Weites Feld von Fahrlässigkeiten

Fahrlässigkeiten kann es viele geben. Billige und qualitativ schlechte Ausgangsmaterialien sind ein Beispiel dafür, Missachtung von Bauvorschriften bei Bauvorhaben oder auch falsche Beratung und die daraus entstandenen Konsequenzen. Die Fahrlässigkeit wurde besonders ab dem Jahr 2007 mit falscher Beratung rund um Aktienanlagen in Verbindung gebracht.

Viele Menschen wurden von Banken und Maklern informiert, welche Aktien sie sich anlegen sollten, um einen möglichst hohen Profit zu erzielen und verloren viel Geld aufgrund der Finanzkrise. Der Vorwurf an die Berater zielte darauf ab, dass Titel empfohlen wurden, von denen man wusste, dass sie sehr risikobehaftet sind. In manchen Fällen kam es zu Sammelklagen gegen Unternehmen, bei denen sich die Anleger zusammengeschlossen haben.

Fahrlässigkeit kann aber auch entstehen, wenn man mit dem Geld des Unternehmens leichtsinnig umgeht. Dabei gibt es keine Probleme mit der Sicherheit vom Personal im Sinne von Arbeitsunfällen, aber die Sicherheit der Arbeitsplätze kann sehr wohl gefährdet werden, wenn das Unternehmen in eine problematische finanzielle Situation gebracht wird.

Das betrifft nicht nur Unternehmen an sich, auch bei öffentlichen Rechtsträgern kommen solche Fälle vor. Gerade die Wirtschaftskrise, die als Banken- und Immobilienkrise in den USA ihren Beginn nahm, hat diese Problematik der Fahrlässigkeit aufgezeigt. In zahlreiche Gemeinden Österreichs wurde genau so mit Steuergeldern umgegangen. Statt diese sinngemäß zu verwenden, wurde damit an der Börse spekuliert und dank der Krise viel Geld verloren - Geld, das die Gemeinden für die Kostenabdeckung brauchen würden.

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