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Euro Franken Kurs 2017

Umrechnung von Euro zum Schweizer Franken

Der Schweizer Franken zählt wie der Euro oder der US-Dollar zu den wichtigsten Währungen weltweit und hat vor allem auch durch die globale Banken- und Finanzkrise zusätzlich an Bedeutung erfahren, weil unzählige Fremdwährungskredite im Franken angelegt wurden, die sich dann stark verteuert haben. Auch nach Ende der unmittelbaren Krise ist der Umrechnungskurs EUR/CHF daher weiterhin ein zum Teil sogar brisantes Thema für Kreditnehmer im Euroraum einerseits und für die Schweizer Wirtschaft andererseits.

Euro Franken Kurs 2017: Inhalt

 

Euro Schweizer Franken Kurs 2017: die Ausgangslage

Euro-Franken-KursIm Laufe des Jahres 2016 sank der Umrechnungskurs vom Euro zum Schweizer Franken in moderaten Schritten immer weiter nach unten. Lag im Frühjahr der EUR/CHF-Kurs noch bei 1,08 bis maximal 1,10 Franken pro Euro, so sank er bis zum Jahresende auf einen Wert um oder gar unter 1,07, womit sich der Franken weiter verteuert hatte.

Das hat Folgen für die Schweizer Wirtschaft, deren Daten nicht zu Euphorie einladen, weil der so teure Franken für den Export keine gute Lösung ist und auch im Tourismus ist man für zum Beispiel Urlaubsgäste aus Österreich oder Deutschland einfach zu teuer geworden. Umgekehrt ist es auch für die Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer im Franken nicht gut, weil dadurch die Kreditsumme noch mehr ansteigt.

Generell gibt es aber ein Spiel der Zentralbanken. Die Europäische Zentralbank (EZB) versucht alles, um den Euro billig zu machen und die Exporte ergo die Wirtschaft in der Eurozone zu fördern. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) versucht hingegen den Franken günstiger zu machen und Euros zu kaufen, aber für so manchen Marktbeobachter ist das kaum mehr zu heben.

 

Euro Franken Prognose 2017

Im Gegensatz zum Vergleich von Euro und US-Dollar gibt es keine Leitzinserhöhung in der Schweiz oder der Eurozone, aber immer noch viele Menschen, die Geld gerne in der Schweiz anlegen, wenn es unsicher wird. Der Negativzins hat der Schweiz nicht geholfen und der Franken wertete trotzdem weiter auf. Die Prognose für das Jahr 2017 geht davon aus, dass sich der Kurs noch weiter senken wird, weil die EZB keine Lust bekundet, das umstrittene Anleihenkaufprogramm zu beenden. Verlängert wurde es schon von März bis Jahresende 2017, aber vielleicht gibt es noch eine Überraschung.

Denn auch in der EZB werden die Stimmen laut, dass man über eine Leitzinserhöhung nachdenken sollte, weil sich die europäische Wirtschaft erholt hat und in eine Aufschwungsphase übertritt. Bleibt alles gleich, dann rechnet man mit einem Kurs von 1,05 oder darunter, auch die Parität von Euro und Schweizer Franken und damit das Verhältnis von 1:1 ist möglich.

 

Trump und Börsenkurse

Donald Trump sollte laut Analysten für die Börse eine Katastrophe werden und nach seiner überraschenden Wahl gingen die Kurse auch kurz nach unten, aber schon im Dezember 2016 ging es mit den Aktienkursen nach oben und der Dollar wurde stärker. Dennoch blieb die Unsicherheit, wie Donald Trump nach seiner Angelobung wirklich agieren würde.

Im Jänner 2017 war es dann soweit und er wurde zum neuen US-Präsidenten, wobei er schnell mit Dekrete Aktionen setzte, die er auch im Wahlkampf angekündigt hatte - darunter war auch das Kippen des pazifischen Freihandelsabkommen. Dass er seinen Wahlkampf so fortsetzen würde, war von vielen nicht erwartet worden und sorgte für Unsicherheit. Unsicherheit lässt sich an der Börse oft beim Goldpreis ablesen, weil Anleger ihr Geld im Gold parken, aber auch der Schweizer Franken ist eine beliebte Adresse - selbst zu Zeiten von Negativzinsen von 0,25 bis 1,25 %.

Und so sank der Umrechnungskurs von Euro zu Schweizer Franken schon Ende Jänner auf unter 1,07 Franken pro Euro und im Februar war überhaupt nur noch 1,06 als Kurs möglich. Außerdem waren viele der Ansicht, dass das Bemühen der SNB zum Scheitern verurteilt ist, den Franken günstiger zu machen. Man wird den Kurs immer weiter nach unten abrutschen sehen - so der Tenor. Außerdem ist das Thema Griechenland in der Eurozone wieder aufgetaucht, denn die Griechen brauchen frisches Geld, um die Kredite bedienen zu können und das ist immer ein Thema, das den Euro unter Druck setzt.

 

EZB und Leitzins

Aber im März 2017 änderte sich das Bild stark, denn der Euro-Franken-Kurs, der eigentlich immer weiter absinken sollte, stieg zumindest kurzzeitig auf über 1,08 und stabilisierte sich bei 1,07 hoch. Wie kommt das denn? Der Hintergrund ist die EZB, die für widersprüchliche Aussagen sorgte.

Auf der offiziellen Ebene gab der EZB-Chef Draghi bekannt, dass das Anleihenkaufprogramm bis Ende 2017 wie geplant fortgesetzt wird. Wenn nötig, wird es auch erweitert, aber man möchte das Volumen eher von 80 auf 60 Milliarden Euro pro Monat senken. Doch auf der inoffiziellen Ebene wurde bekanntgegeben, dass auch über einen Stopp und eine Leitzinserhöhung gesprochen wurde. Zwar wurde nur gesprochen, aber das Thema ist einmal am Tisch. Dass der Euro stark unterbewertet ist, weiß man ohnehin seit Jahren und aus der Erkenntnis, dass vielleicht 2017 doch eine erste Erhöhung des Leitzins erfolgen könnte, gewann der Euro deutlich an Rückenwind und so kam es, dass der Kurs sich deutlich entspannen konnte. Wie lange es bei 1,07 bleibt und ob der Umrechnungskurs wieder sinkt, weiß zu dem Zeitpunkt freilich niemand.

 

Brexit drückt den EUR/CHF-Kurs wieder

Mit einigem Erstaunen nahmen viele den Anstieg des Euro-Franken-Kurses in der zweiten Märzhälfte 2017 zur Kenntnis, als der Kurs sich auf 1,08 Franken pro Euro erholen konnte. Aber das war nur ein kurzes Leuchtfeuer und so hatte man es auch verstanden. Schon in den ersten Apriltagen änderte sich die Lage deutlich.

Hauptgrund ist diesmal Großbritannien, denn nach längerem Hin und Her haben die Briten nun offiziell den Brexit bei der EU beantragt und damit beginnen die zähen und langen Verhandlungen, wie den der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union vonstatten gehen könnte und würde. Dabei spielen natürlich die Gelder eine große Rolle, denn die EU will den Brexit maximal teuer machen, auf dass sich andere Nationen es mehr als dreimal überlegen, ob sie auch aussteigen wollen. Für den Euro war der offizielle Antrag keine Hilfestellung, denn die Gemeinschaftswährung, obwohl keine Währung der Briten, kam wieder unter Druck und so landete der Kurs bei 1,06 hoch und damit niedriger als zu Jahresbeginn.

Seit Beginn 2017 fiel der EUR/CHF-Kurs um 0,5 % und vor dem überraschenden Anstieg war man auch davon ausgegangen, dass der Kurs weiterfallen würde, egal wie negativ die Zinsen in der Schweiz auch sein mögen.

 

24. April: Frankreich-Wahl stützt Euro

Am Abend des 23. April 2017 war der erste Durchgang der Frankreich-Wahl für einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin geschlagen und man hatte davor Sorge, dass der linke Jean-Luc Melenchon und die rechtspopulistische Marie Le Pen in die Stichwahl einziehen könnten. Melenchon ist genauso ausgewiesener EU-Gegner wie Le Pen, doch es gewann der linksliberae Emmanuel Macron, der für einen Verbleib Frankreichs in der EU und im Euro steht und jetzt volle Unterstützung gegen Le Pen bekommt.

Die Stichwahl findet zwei Wochen später im Mai statt und der Euro-Dollar-Kurs reagierte stark, denn der Euro legte deutlich zu, da die Wahl und sein Ergebnis als Votum für die EU und den Euro interpretiert wird. Gleiches gilt für andere Umrechnungskurse und so ist auch der Euro-Franken-Kurs von unter 1,07 Franken pro Euro auf über 1,08 angestiegen. Ob der Kurs dieses Niveau aber halten wird, bleibt abzuwarten. Ein kräftiges Lebenszeichen ist es allemal, zumal es für die weitere Entwicklung der EU wichtig ist, dass in Frankreich Sicherheit Einzug hält. Eine Abstimmung über den Ausstieg Frankreichs, wie dies Le Pen anstrebt, wäre zum Zeitpunkt des Brexit eine Katastrophe geworden.

 

EUR/CHF im Mai 2017 über 1,09

Im Mai 2017 bestätigte sich die Erwartung, dass Emmanuel Macron die Stichwahl in Frankreich für sich entscheiden konnte und er wurde damit zum jüngsten französischen Präsidenten, seit es das Amt gibt. Der Euro gewann dadurch noch mehr an Sicherheit und auch im Verhältnis zum Schweizer Franken zeigte sich dies. Aber normalerweise ist das eine Phase von einem Tag oder deren zwei, aber auch Wochen nach der Frankreich-Wahl liegt der Euro-Franken-Kurs deutlich über 1,09 Franken pro Euro und ist somit seit Jahresbeginn um über zwei Prozent angestiegen.

Dabei hatte man angenommen, dass der Kurs eher gegen 1,05 gehen würde, aber die Wirtschaft in Europa hat sich sehr gut entwickelt, die Deflation ist vom Tisch, nur die hohe Arbeitslosigkeit und die Schuldenberge machen noch Sorgen. Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist diese Phase eine Erholungsphase, denn die letzten Monate waren nicht einfach. Man weiß aber nicht, ob der Kurs auf dem Niveau bleibt, wenn aber in der Eurozone die Wirtschaftsdaten weiter gut bleiben, könnte dies eine wirkliche Entspannung darstellen.

 

Euro-Franken-Kurs hält 1,08

Im April 2017 begann der Euro-Franken-Kurs deutlich zu steigen und so kam es, dass aus dem Wechselkurs von 1,07 Franken pro Euro bis zum Mai über 1,09 wurde. Starke Bewegungen hatte es davor auch schon öfter gegeben, wurden aber sofort wieder korrigiert. In diesem Fall ist eine Gegenbewegung nicht erfolgt. Stattdessen gibt es eigentlich seit Wochen kaum Bewegung und der Kurs hält die 1,08 sehr stabil, neigt eher zu 1,08 hoch bis 1,09.

Dass der Kurs nicht deutlicher nach unten geht, mag viele überraschen, denn das war für 2017 eigentlich erwartet worden. Der Kurs von 1,05 war schon eher die Obergrenze laut Prognose. Tatsächlich hat die europäische Wirtschaft erstmals seit langer Zeit deutlichen Rückenwind erfahren und das stützt den Euro natürlich, auch wenn die EZB weiterhin die Währung zu schwächen versucht. Mit einem stabilen Kurs von 1,08 ist die Schweizer Wirtschaft nicht deutlich unterstützt, aber es ist eine bessere Ausgangsposition für das zweite Halbjahr als die Parität oder ein Kurs um oder unter 1,05 Franken pro Euro.

 

EUR/CHF-Kurs übertrifft im Juli 1,10

Statt immer weiter abzusinken, wie das zu Jahresbeginn noch befürchtet wurde, ist der Euro-Franken-Kurs auf einem deutlichen Weg nach oben. In der zweiten Juliwoche des Jahres 2017 kletterte der Umrechnungskurs auf über 1,10 Franken pro Euro und das ist der höchste Wert seit über einem Jahr und ergibt auch im Vergleich zum Jahresbeginn ein Plus von knapp drei Prozent.

Der wesentliche Faktor hinter diesem Anstieg ist die Tatsache, dass die Wirtschaft in der Eurozone deutlich zulegt und die Wirtschaftsdaten so gut sind wie schon Jahre nicht. Es ist zwar nicht alles wunderbar und die Arbeitslosigkeit in Südeuropa ist immer noch sehr hoch, die Banken haben weiterhin Probleme mit der Null-Zins-Politik, aber die Nachfrage steigt, der Binnenkonsum geht nach oben und die Auftragsbücher der Industrie sind gut bestückt. Daher hat der Euro so starken Rückenwind wie schon lange nicht mehr und das fördert auch den Anstieg gegenüber dem US-Dollar und dem Schweizer Franken sowie weiterer Währungen - trotz der Währungspolitik der EZB. Ob die noch lange so aufrecht erhalten werden kann, ist wohl die Frage des Herbst 2017.

 

Euro steigt mit Rückenwind auf 1,13

Es war Anfang 2015, als die Schweizerische Nationalbank plötzlich und für viele sehr überraschend die lange gehaltene Mindestgrenze von 1,20 Franken pro Euro aufgelöst hat und der EUR/CHF-Kurs daraufhin in den Keller gestürzt ist. Bis zur Parität von 1:1 fiel der Kurs, konnte sich nach einer unruhigen Phase aber dann bei etwa 1,08 bis 1,10 stabilisieren. Zu Jahresbeginn 2017 war wieder die Parität eine große Drohung bei der Prognose, zumindest sollte es gegen 1,05 gehen, weil der Schuldenberg in der Eurozone nicht kleiner wurde und es wenig Grund gibt, warum der Franken schwächer werden sollte.

Aber das Jahr 2017 zeigt, dass das mit den Prognosen kritisch zu hinterfragen ist, weil es kam ganz anders und schon zuletzt haben wir über den Aufschwung hinauf auf 1,10 Franken pro Euro berichtet, denn der Juli ist geprägt vom Rückenwind des Euro durch sehr gute Wirtschaftsdaten. Die Eurozone rockt das erste Mal seit Jahren richtig und im Gegensatz dazu gibt es in den USA Probleme, weshalb der EUR/USD-Kurs mit 1,17 den höchsten Wert seit Jahresbeginn 2015 erzielt hat. Und auch beim Franken kann man das ablesen, denn der Kurs stieg auf 1,13 Franken pro Euro und ist damit so hoch wie seit Anfang 2015 nicht, also seit jenem Zeitpunkt, als der Mindestkurs aufgegeben wurde.

 

September 2017: EUR/CHF sogar auf 1,15

Der September 2017 bietet die Fortsetzung einer Rallye beim Euro-Franken-Kurs an, die im Juni 2017 ihren Ausgangspunkt nahm. Im Gegensatz zur Annahme zu Jahresbeginn fiel der Kurs nicht gegen die Parität (1:1), sondern begann nachhaltig zu steigen. Im Juni noch moderat, im Juli deutlicher und Ende Juli sogar markant. Der August verteidigte die Position von 1,13 bis 1,14 Franken pro Euro und im September ging es über die Marke von 1,15 hinaus. Damit hat man ein Niveau erreicht, das zuletzt im Jänner 2015 gegeben war, als die Schweizerische Nationalbank (SNB) plötzlich den Mindestkurs von 1,20 aufgegeben hatte. Im Jahr 2017 hat man damit beim Kurs ein überraschendes und vor allem deutliches Plus von acht Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn erzielt.

Doch der so markante Anstieg des Kurses könnte eine einfache technische Begründung haben. Der Franken ist nämlich weiterhin überbewertet und sehr teuer, vor allem aus Sicht der Schweizer Wirtschaft. Der Euro wiederum profitiert vom Rückenwind aus der Wirtschaft, denn die Wirtschaft liefert endlich wieder gute Zahlen und wächst nachhaltig. Es ist noch kein Boom, aber eine sehr positive Entwicklung, selbst in Problemländern wie Frankreich. Damit wurden wieder mehr Euros gekauft und deshalb kann es gut sein, dass die SNB diese Möglichkeit nutzte, um auch einige Euros zu kaufen und den Euro zu stärken, ergo den Franken künstlich zu schwächen. Das würde den Kursverlauf erklären - allerdings ist die SNB beim Euro-Dollar-Kurs nicht involviert und dort hat der Euro auch stark zugelegt.

Spannend wird, was der Herbst 2017 so bringt, weil eigentlich will die EZB den Euro nach wie vor schwächen. Das funktioniert aber nicht so ganz und das umstrittene Anleihenkaufprogramm gibt es weiterhin, könnte aber bald aufgegeben werden. Eine Leitzinserhöhung wird schon lange gefordert, doch die Sorge um teurere Kredite für zum Beispiel die südeuropäischen Länder könnte das noch verhindern. Der Herbst dürfte bei den Währungen aber ein dynamischer werden.

 

Umrechungskurs steigt über 1,16

Im Oktober 2017 gab es die Wiederholung des Kursverlaufs vom September. Im September war der Euro-Franken-Kurs noch auf 1,16 geklettert, konnte die Marke aber nicht halten und so gab es zum Oktober hin eher eine flaue Phase mit einem Wert von 1,14 Franken pro Euro. Doch bis zur dritten Oktoberwoche war die Geschichte schon wieder viel positiver zu bewerten, denn der Euro legte gegenüber dem Franken deutlich zu.

So kam es, dass die Marke von 1,16 nicht nur erreicht, sondern auch übertroffen wurde und es nicht mehr unrealistisch ist, dass es mittelfristig wieder die 1,20 geben könnte und zwar ohne der Mindestgrenze, die die EZB bis Jänner 2015 eingezogen hatte, um die Schweizer Wirtschaft zu schützen. Im Gegensatz zu den Erwartungen vom Jahresbeginn hat sich der Euro deutlich erholt und die Wirtschaftsdaten helfen auch, dass die Gemeinschaftswährung wieder besser dasteht - auch gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen. Allerdings ist man Dimensionen von früheren Umrechnungskursen wie 1,50 Franken pro Euro entfernt und Skepsis ist durchaus angebracht, ob es zu solchen Werten wieder kommen kann.

 

Seitwärtsbewegung über 1,16

Mit dem Oktober 2017 kletterte der Euro-Franken-Kurs fast bis zur Marke von 1,17 Franken pro Euro, was zu Jahresbeginn praktisch ausgeschlossen war. Der Kurs hatte schon im September Luftsprünge versucht, war dann aber wieder zurückgefallen, doch seit der Monatsmitte Oktober ist der Umrechnungskurs der beiden bedeutenden Währungen kaum mehr unter 1,16 gefallen. Nur kurz gab es einen Rückfall Anfang November unter diese Marke von 1,16, ansonsten blieb der Umrechnungskurs darüber.

In der Eurozone hat sich die Wirtschaft deutlich stärker gezeigt als in den letzten Jahren und die Arbeitslosigkeit ist auch zurückgegangen. Zwar fährt die Europäische Zentralbank noch immer die Politik des billigen Geldes, aber die Rahmenbedingungen haben sich so stark verbessert, dass der Euro auch gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen zugelegt hatte und einen starken Rückenwind verspürt. Bezogen auf den Euro-Franken-Kurs ist eine Seitwärtsbewegung eingeleitet worden, die bis zu den letzten Tagen vor Weihnachten angehalten hat. Der Kurs ist meist über 1,16 Franken pro Euro und knapp unter 1,17 und in diesem Spannungsfeld nun schon zwei Monate anzutreffen.

Verglichen mit dem Jahresbeginn hat sich der Kurs um neun Prozent steigern können, was für die Schweizerische Wirtschaft wichtig und hilfreich ist, aber auch zeigt, dass der Euro sich gefangen hat. Keine Rede ist mehr von Parität oder vom Zerschlagen des Euro.

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