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Euro Franken Kurs (EUR/CHF)

Aktueller Wechselkurs

Die Schweiz ist zwar nicht Mitglied der Europäischen Union und hat mit dem Schweizer Franken auch nicht den Euro als ihre Landeswährung, aber als Handelspartner ist die Schweiz ein sehr wichtiger Partner der EU. Viele Unternehmen aus dem EU-Raum und damit auch aus der Euro-Zone unterhalten zahlreiche Geschäftsverbindungen in die Schweiz und umgekehrt die Schweizer Unternehmen in noch viel größerem Ausmaß.

Daher ist der aktuelle Wechselkurs des Euro mit dem Schweizer Franken eine wichtige Informationen für alle betroffenen Unternehmen, aber auch für jene private Haushalte, die zum Beispiel einen Fremdwährungskredit gewählt haben, weshalb der Wechselkurs ein großes Thema ist.

Und das Thema Fremdwährungskredit wurde ausgelöst von der globalen Wirtschaftskrise, die dann auch zu einer Eurokrise wurde, mehr als offenbar. Viele Banken rund um den Erdball, vor allem aber in Europa haben Kreditinteressierten einen Fremdwährungskredit angeboten, der im Schweizer Franken angelegt wird. Diese Form bringt günstigere Zinsen und kaum Risiko - wie sich in der Eurokrise dann gezeigt hat, war die Ansicht falsch und der Kursverlust je nach Betrag und Einstiegskurs enorm. Das Beispiel zeigte einmal mehr, dass selbst die Einschätzungen der Experten völlig falsch liegen können. Betroffen waren nicht nur private Haushalte, auch Landesorganisationen oder Gemeinden sahen sich plötzlich großen Lücken gegenüber, die durch die starke Verteuerung des Franken entstanden war.

Nachstehend finden Sie einen Chart über die Entwicklung des Euro-Franken-Kurses, zur Verfügung gestellt von www.ariva.de

EUR/CHF-Chart von Ariva.de

 

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Bisherige Kommentare (922)

cachicamo schrieb am 13. 11. 2019 um 18:04

hallo zusammen,

baca hat heute die zinsen um 1/8% erhöht.
franken wird immer stärker zum euro.
WAS ist da los ?!


Jcp77 schrieb am 23. 10. 2019 um 19:40

Es werden Jahre vergehen bis und falls es dazu Urteile gibt. In Österreich wird aber sicher auch schnell den Banken geholfen und ein Gesetz erlassen. Ich sehe dem ganzen sehr entspannt entgegen,denn dieses Geld war ja quasi schon verloren. Falls es aber soweit kommen sollte und es gibt was zu holen,dann werden sich die Prozessfinanzierer über mangel an Arbeit nicht beklagen können.


Klaus schrieb am 23. 10. 2019 um 16:49

Mir scheint z.B. sehr fragwürdig, dass der gesamte Vertrag nichtig werden sollte, wenn eine Klausel für nichtig erklärt wird. Denn genau für diese Fälle sind in allen (professionell gemachten) Verträgen Bestimmungen enthalten, damit diese Klauseln dann eben "sinngemäß" ersetzt werden können. Dass das der EuGH anders sehen sollte, ist mir derzeit noch schleierhaft. Davon abgesehen, dass auch einmal österreichische Gerichte da überhaupt mitgehen müssten mit der Aufhebung der einen Klausel.


Klaus schrieb am 23. 10. 2019 um 16:41

Habe ich auch schon vor einigen Tagen gesehen. Da ist aber noch SEHR viel unklar und potenzielle Auswirkungen auf "österreichische" Franken-Kredite sind noch nicht abzuschätzen.


Jcp77 schrieb am 23. 10. 2019 um 13:51

07.10.2019, 9:37
Frankenkredite: EuGH stellt Banken vor neue Milliardenfrage
Mehrere Banken hatten in Polen Fremdwährungskredite vergeben, darunter die Raiffeisen Bank International und eine Commerzbank-Tochter. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs könnten den betroffenen Instituten hohe Belastungen entstehen.
© alexanderbaumann / stock.adobe.com
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Urteil zu Fremdwährungskrediten gegen die Interessen der betroffenen österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI) geurteilt. Kern der Entscheidung war die Zulässigkeit von Wechselkurs-Klauseln.

Einmal An-, einmal Verkaufskurs
Im Hintergrund steht ein im Jahr 2008 abgeschlossener Kredit, der auf polnische Zloty (PLN) lautete und der an den Schweizer Franken (CHF) gebunden war. Die Auszahlung fand in Zloty statt, der Sollsaldo und die monatlichen Rückzahlungsraten waren in CHF angegeben. Die Raten sollten in Zloty vom Bankkonto der Kreditnehmer abgebucht werden. Bei der Auszahlung des Darlehens ermittelte die RBI den in Franken angegebenen Sollsaldo auf Basis des bei der Bank an dem Tag geltenden Ankaufskurses PLN-CHF. Die monatlichen Darlehensraten wurden hingegen zum am jeweiligen Fälligkeitszeitpunkt geltenden PLN-CHF-Verkaufskurs berechnet.

Die Kreditnehmer erachteten diese beliebige Anwendung von Ankauf- und Verkaufskurs als rechtswidrig und missbräuchlich, wodurch die Klauseln wegfallen würden. Damit sei der Vertrag ungültig, denn ohne die Bestimmungen sei es unmöglich, den korrekten Wechselkurs zu ermitteln, so die Kläger. Das Bezirksgericht Warschau hatte dieser Ansicht Recht gegeben.

Es wollte aber vom EuGH wissen, ob die strittige Klausel, wenn sie wegfällt, durch allgemeines polnisches Recht ersetzt werden darf, oder ob damit automatisch der gesamte Vertrag nichtig ist. Nach polnischem Recht könnten nämlich die in einem Vertrag zum Ausdruck gebrachten Wirkungen auch "nach den Grundsätzen der Billigkeit oder der Verkehrssitte bestimmt werden", erklärt der EuGH in einer Aussendung.

Gericht darf Vertrag für unrecht erklären
Der EuGH hat dazu nun klargestellt, dass diese polnischen Bestimmungen nicht zum Tragen kommen: Sie können "nicht die Lücken eines Vertrags schließen können, die durch den Wegfall der darin enthaltenen missbräuchlichen Klauseln entstanden sind", heißt es. Laut EuGH darf damit das polnische Gericht den Vertrag für Unwirksam erklären, ohne dass dadurch die EU-Vorgaben verletzt würden.

Die Konsequenzen des Urteils – der EuGH hat noch zu weiteren Fragen Erklärungen abgegeben – müssten erst juristisch erörtert werden, heißt es bei der RBI. Die Vorabentscheidung des EuGH gebe keine Antwort darauf, ob die Verträge gänzlich oder teilweise nichtig sind. Das Urteil lässt laut RBI auch bezweifeln, ob die vom polnischen Gericht in den Raum gestellt Konvertierung der Kredite in Zloty mit gleichzeitiger Beibehaltung der günstigeren schweizer Zinsrate möglich ist. Man müsse abwarten, wie die polnische Rechtsprechung den EuGH-Spruch anwendet.

Wird ein Vertrag unwirksam, könnte das auch potenziell schwerwiegende Folgen für den Kreditnehmer haben, schreibt die RBI. Die Bank nennt etwa eine Rückzahlung der Zinsen, die sich nach Auszahlung des Kreditbetrags summiert haben.

14 Milliarden Euro an Kosten?
Die RBI hat zwar im Vorjahr ihr Polen-Geschäft an die BNP-Paribas verkauft. Das rund drei Milliarden Euro schwere Fremdwährungskredite-Portfolio musste sie jedoch aufgrund der Vorgaben des polnischen Regulators behalten. Auch deutsche Banken mischten bei dem Frankenkrediten in Polen mit. Die Commerzbank etwa sitzt über die 70-Prozent-Beteiligung an der M-Bank auf einem Volumen an Franken-Darlehen in Höhe von rund 3,4 Milliarden Euro. Betroffen sind von dem Urteil auch Häuser wie Santander oder die portugiesische BCP Bank so wie die polnischen Häuser PKO BP und Getin Noble Bank. Sie alle hatten solche Kredite vergeben, die die Kunden enorm unter Druck brachten, nachdem der Franken im Umfeld der Finanzkrise deutlich an Wert zulegte.

Mit weniger Zurückhaltung als die RBI kommentiert der polnische Bankenverband das Urteil. Dieser schätzt, dass für alle betroffenen Geldhäuser rund 14 Milliarden Euro an Kosten anfallen könnten, wenn die Kunden Klagen anstreben. (eml)





Jcp77 schrieb am 23. 10. 2019 um 11:25

Kam gerade in den Medien

Neue Hoffnung für Frankenkreditnehmer

Wer einen Kredit in Schweizer Franken aufgenommen hatte, den hat der Anstieg der Schweizer Währung gegenüber dem Euro vor einigen Jahren eiskalt erwischt. Ein jüngstes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) könnte nun eine neue Chance für betroffene Kreditnehmer darstellen: Laut EuGH können solche Kreditverträge für nichtig erklärt werden, wenn sie missbräuchliche Klauseln enthalten. Die Wechselkursverluste wären dann von den Banken zu tragen.


Gerhard schrieb am 19. 09. 2019 um 20:09

Ach schade,die SNB hat die Zinsen nun doch nicht gesenkt.


Andreas schrieb am 28. 08. 2019 um 18:27

@HangLoose

Ich empfehle dir, bei deiner Hausbank (oder sonstigen inländischen Bank) ein Pfund-Konto zu eröffnen, auch wenn das mit etwas höheren Gebühren als mit einem Euro-Konto verbunden ist.

Halte dich von dubiosen ausländischen Anbietern fern, auch wenn die dortigen Gebühren verlockend niedrig erscheinen mögen.


Klaus schrieb am 27. 08. 2019 um 18:18

Mit transferwise habe ich leider keine Erfahrungen. Grundsätzlich bieten aber einige - auch österreichische Banken - Fremdwährungs/-Devisenkonten auch für Privatpersonen an, um Transaktionen in anderen Währungen durchführen zu können (z.B. Sparkasse Broker, ...). Ich würde einfach einmal bei verschiedenen Intituten Anfragen. Übrigens würde ich mich mit dem Thema sehr rasch beschäftigen, da derzeit große Unsicherheit wegen dem bevorstehenden Brexit bestehen. Niemand weiß wohl momentan genau, welche Änderungen dadurch entstehen könnten, besonders im Fall eines Hard Brexit. Jedenfalls gelten dann viele Regelungen der EU womöglich über Nacht nicht mehr (z.B. Einlagensicherungs-RL)!


HangLoose schrieb am 27. 08. 2019 um 17:10

hi, hab eine "OFFTOPIC" Frage ... passt nur bedingt hier her - aber vielleicht kann mir ja trotzdem jemand helfen...
ich bekomme Ende diesen Jahres meine Lebensversicherung ausgezahlt - eben zur Deckung meines CHF Kredits.
AAABER ich habe was ganz Spezielles ;-) Es ist eine "englische Lebensversicherung" und ich bekomme den Betrag in GBP ...

Wenn ich KEIN GBP Konto angebe wird es mir automatisch in EUR konvertiert, das will ich aber vermeiden, da ich (verständlicherweise) den Zeitpunkt zum Konvertieren selber bestimmen will.

Ich bin auf der Suche nach einer vernünftigen und zuverlässigen Möglichkeit ein GBP Konto zu bekommen.

Jetzt bin ich auf "transferwise.com" gestoßen ...

Kennt das jemand? Kann man sich darauf verlassen dass es klappt, weil es geht doch um knapp 200.000 Euro

Oder habt Ihr andere Ideen?


Andreas schrieb am 27. 08. 2019 um 12:14

@Frankenkreditnehmer

Bewahrt kühlen Kopf und konvertiert nicht in den Euro.


Gerhard schrieb am 15. 08. 2019 um 12:44

Also was ich grad positiv beobachte ist das die Zinsen wieder weiter nach unten gehen,was meine monatliche Belastung nochmal senkt. Was die Rückzahlung in rund 10 Jahren angeht bin ich nachwievor positiv gestimmt,da sich meine Fonds gut entwickeln.
Wenn ich dann meine FW finanzierte Wohnung,welche ich zur Zeit vermiete,stecke ich sogar einen Kurs von 0,8 weg.
Alles was drüber ist mach ich Gewinn.


Zocker schrieb am 07. 08. 2019 um 10:17

Guten Tag, da ich schon seit 2008 mitleser und schreiber dieses Blogs bin, habe ich viele dinge hier erleben dürfen.
Was auch ich nicht getan habe: irgendjemanden irgendwas zu raten.. denn man kennt die Situation nicht.

Zu mir: bin noch richtig fett im Schweizer franken, habe 170k€ mit Kurs von 1,62 gewechselt.
Bin endfällig unterwegs
Tilgungsträger entwickeln sich prächtig
Zinssatz Traumhaft bei 0,75 Aufschlag
Immobilie entwickelt sich auch prächtig, da in meiner gegend die Preise sich seit dem Kauf wirklich fast verdoppelt haben..

Ich genieße nun als 5 köpfige Familie die Immobile, mit wenig Rückzahlungen (da der Zinssatz sehr angenehm ist.
Günstiger kann man derzeit eh nicht mehr wohnen.
Und wenn am Ende nochwas über ist ist dies erstens eh nur noch die Hälfte (Inflation), dann zahle ich en Rest auch noch zurück. Dafür habe ich dann auch noch 10 Jahre Zeit.



Agent schrieb am 02. 08. 2019 um 10:12

Echt arg, dass hier pauschale Empfehlungen abgegeben werden, jeder hat eine andere Situation. Jemanden ohne irgendwelchen Informationen zu raten er soll dies oder das tun finde ich schlimm!

Ich war auch über 10 Jahre im Franken verschuldet und habe vor ca. 2 Jahren in den Euro konvertiert, da sich meine Situation geändert hat. Jetzt habe ich einen Fixzins bis ans Laufzeitende und kann noch besser schlafen.

Ich bin im CHF sogar besser ausgestiegen, als hätte ich mir damals einen normalen Eurokredit aufgenommen, da waren die Zinsen noch deutlich höher.


Andreas schrieb am 02. 08. 2019 um 09:13

@ende

Wann wäre das Kreditende deines CHF-Kredits gewesen ?


ende schrieb am 02. 08. 2019 um 07:25

@Andreas: Ja, das war ich. Und das würde ich auch jetzt noch machen, hätte ich eine Möglichkeit gehabt. Wobei jetzt hätte ich schön langsam schon Bammel da die Laufzeit dann auch bald zu ende geht. Ich kann das erst jetzt im Nachhinein so behaupten, dass es mich sehr belastet hat - jetzt eben nicht mehr. Und die Zinsen sind im Euro auch nicht viel schlechter - also so schlecht fährt man mit dem Euro (im Moment) auch nicht. Also alles gut


klaus schrieb am 01. 08. 2019 um 11:48

Tja, die Aussage, dass wir die 1,60 nicht mehr wieder sehen werden, dürfte wohl leider stimmen. Aber muss auch nicht sein, ich habe auch so schon genug von meinem FWK profitiert. Weiß gar nicht mehr genau, wie lange ich nun schon keine Zinsen mehr bezahle, und das ist bei meiner Kreditsumme ein enormer Patzen Geld, den ich mir da erspart habe. Interessant übrigens, dass die Angebote der Bank für den Fall einer Konvertierung immer besser wurden in den letzten Jahren. Mittlerweile bieten sie mir ja schon Euro zu den selben Konditionen an wie im CHF, d.h. mit demselben Aufschlag, was heißt, dass ich auch in Euro praktisch keine Zinsen mehr zahlen würde. Konvertiere aber trotzdem nicht. Mein erster Teilkredit wird in 3 Jahren fällig, mal sehen, wie der Kurs dann steht, sehe es völlig entspannt.


Fredl schrieb am 31. 07. 2019 um 16:02

@Godfreak

Nicht genau das Gegenteil, war überspitzt gemeint. Aber wenn ich von jeder Bank die gleichen Vorschläge und Ratschläge bekomme, könnt ich mich anko****. Wenn Sie mir doch so gerne helfen wollen, dann sollen Sie auch ein bißchen Verantwortung übernehmen und nicht einen fixzins von 1,75 auf 10 Jahre anbieten wo wieder nur die Bank daran verdient.

Die Aussage die 1,60 sehen wir nie, nie wieder können sie für sich behalten, das war auch die Meinung über eine Parität, nie im Leben. Das meine ich damit.

Das einzig positive, ich kümmere mich jetzt selbst mehr um den Fremdwährer und überlasse es nicht den sogenannten Profis.


Godfreak schrieb am 31. 07. 2019 um 15:49

@ Fredl
Natürlich haben die Banken damals Fremdwährungskredite empfohlen. Von den späten 1990er Jahren bis 2007 lief ja alle wunderbar. Die Kunden zahlten weniger Zinsen als im Schilling/Euro - und die Banken haben ja gut daran verdient.
Trotzdem würde ich persönlich jetzt nicht aus Prinzip automatisch das Gegenteil von dem machen, was die Banken oder deren Experten empfehlen, denn auch die Banken lernen dazu.
Heute liegen ihnen die Fremdwährungskredite nach wie vor recht schwer im Magen...bzw. in der Bilanz
Aber selbstverständlich muss/soll man auf der anderen Seite jedes Angebot der Bank hinterfragen, weil die Bank natürlich immer etwas verkaufen und somit verdienen will.


Fredl schrieb am 31. 07. 2019 um 14:21

Vor 11 Jahren die Empfehlung vieler Banken, es gibt nix besseres als einen Fremdwährer, Parität unmöglich... Was dann kam weiß ein jeder hier.

Seitdem und vor allem die letzten Monate wieder, Banken empfehlen sofort raus aus dem Fremdwährer, jetzt passt der Kurs noch so halbwegs.

Ich mache mittlerweile nur noch das Gegenteil davon was die ganzen Banken und vermeintlichen Profis empfehlen und wart ab was die nächsten Jahre bringen. Aber auf die höre ich sicher nie wieder.


Andreas schrieb am 31. 07. 2019 um 13:07

@ende

Warst du nicht ein eingefleischter CHFler, der dem CHF die Treue bis Kreditende geschworen hat ?


ende schrieb am 31. 07. 2019 um 08:12

Hej

ich war ja auch einige Jahre hier... 10 Jahre im CHF und 10 Jahre "umsonst" gezahlt - da ich vor 2 Jahren (aus heutiger Sicht ein SUPER Zeitpunkt) umgestiegen bin. Es gab auch einen Grund - Tilgungsträger hatten wir geklagt und gewonnen, dann hatten wir das eingezahlte Geld "in der Hand" und weiter... neuen Tilgungsträger im Jahr 2017 - HA HA HA - da hätten wir 3x so viel bezahlt. Also was tun?
Hab mich dazu entschlossen auszusteigen - Laufzeit verlängert - und so kostet der Kredit zwar etwas mehr, aber im Endeffekt hab ich nun einen ganz genauen Plan für die nächsten Jahre und weiß was auf mich zukommt. Ich hab keine Gedanken an den CHF mehr oder gar schlaflose Nächte - und DAS ist wichtig. Ich wollte es auch nicht wahrhaben aber - es belastet! Vor allem weil ich persönlich ein Mensch bin der gerne alles sehr gut plant.
Nicht nachdenken - ich wollte in 10 Jahren meine Hütte abbezahlt haben - das wäre 2017 gewesen. 2017 hatte ich nach dem Switch aber defakto null abbezahlt. Verzockt - ist halt so. Hilft ja nichts..
Trotzdem sehe ich alles positiv - ich zahle meine Hütte, keine Miete - irgendwann gehört sie mir; sie ist auch an Wert gestiegen und ich hab mein Eigenheim wo ich tun und lassen kann was ich will. Schaue ich zum Nachbarn - der hat das Haus zur Miete - niemals. Lieber würde ich bis 85 Jahre zahlen als das ich ein Haus zur Miete nehme.
Persönlich hab ich auch immer gesagt, das wird schon wieder mit CHF. Logisch - man muss ja positiv denken wenn man da mit drin hängt.
Heute meine ich - es wird eher schlimmer. Kann ja nicht sein das ein Mann in US ein Twitter postet und ich dann auf einmal xx tausend Euro mehr Schulden habe.


Andi schrieb am 30. 07. 2019 um 12:43

Bin hier bei Godfreak, es muss jeder für seine Situation entscheiden. Ich habe auch sehr lange in die Richtung Fremdwährung halten tendiert, da ich der Meinung war, dass sich der EUR gegenüber dem CHF stärken könnte. Ich habe dies für mich auch nicht ausgeschlossen, jedoch sehe ich auch die Gefahr, dass es Richtung Parität oder darunter gehen kann und dann hätte ich mein Heim aufs Spiel gesetzt. Klar habe ich einen Verlust realisiert, aber mein Heim abgesichert. Wenn ich weiter Zocken möchte, dann kann ich das ja tun, aber unabhängig vom Eigenheim.

Kommen dann noch unvorhergesehen Dinge hinzu wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, etc. ist man eventuell auf die Bank angewiesen und solange man in Fremdwährung ist, ist die Gesprächsbereitschaft für Verlängerung, Erhöhung, etc. eher bescheiden und der aktuelle Kurs zu dem Zeitpunkt vielleicht noch schlechter.


Andreas schrieb am 30. 07. 2019 um 08:37

@Godfreak

Meine von dir kritisierten Äußerungen sind Empfehlungen, um Frankenkreditnehmer von - aus meiner Sicht - schlechten Entscheidungen abzuhalten. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, wie er mit diesen Empfehlungen umgeht. Die Formulierung "verantwortungslos" halte ich deshalb für stark übertrieben.

Es ist niemand verpflichtet, meinen Empfehlungen zu folgen.


Godfreak schrieb am 29. 07. 2019 um 15:49

@Andreas

Mir ist leider keine einzige Elliot-Wellen-Analyse des EUR/CHF der letzten 10 Jahre bekannt die eingetroffen wäre. Aber ich gebe zu dass ich auch nicht mehr aktiv danach suche. Vielleicht kannst Du einen Link zu einer Elliott-Wellen-Analyse bez. EUR/CHF teilen die eingetroffen ist?
Aber selbst wenn, halte ich das völlige Ausblenden aktueller Ereignisse für fahrlässig.

Abgesehen davon ist die Situation eines jeden Fremdwährungskreditnehmers völlig unterschiedlich und ohne Kenntnis der individulellen Situation sind Deine Pauschalaussagen wie z.B."Ich empfehle dir, bis Kreditende in Fremdwährung zu bleiben." oder "Gehe in den Yen, falls dir deine Bank das erlaubt." - völlig verantwortungslos...denn auch Du kannst Dich irren


Andreas schrieb am 29. 07. 2019 um 14:16

@Godfreak

Der Mann hat sich eben mit seiner Analyse geirrt. Das heisst aber noch lange nicht, dass die Elliottwellen an sich Unsinn wären.


Godfreak schrieb am 28. 07. 2019 um 16:40

Jaja wenn die Elliott Waves Analysen recht behalten hätten dann würden wir alle hier nicht diskutieren!

Zitat von elliot-waves.com vom 31.10.2010:

"Das Erholungspotential für den Euro liegt in den kommenden Monaten bei etwa 1,60 CHF auf dem Niveau der grauen Widerstandslinie vom Hoch der Welle 2 und der Welle 4. Wird dieses Linie überschritten besteht weiteres Aufwärtspotential auf 1,90 bis 2,00 CHF."
(Quelle: https://www.elliott-waves.com/freie-analysen/eurchf-wird-der-schweizer-franken-schwacher/7078/)

Anstatt 1,60 oder gar 2,00 hatten wir nicht einmal 1 Jahr später dann den Mindestkurs bei 1,20...

Sich nur auf die Charttechnik und Elliot-Waves zu verlassen und die aktuelle Nachrichtenlage und das Weltgeschehen völlig auszublenden halte ich für fahrlässig ... aber jeder wie er meint :-)


Andreas schrieb am 28. 07. 2019 um 16:01

@Jcp77

Doch, sie sagen schon etwas über die Zukunft aus. Siehe Elliott-Wellen.

@alle

Frankenkreditnehmer, die wegen jeder Neuigkeit in der politischen Nachrichtenlage Schweißausbrüche bekommen und Eurokonvertierungen überlegen, sei gesagt, dass es immer irgendwo krachen wird. Es ist immer ein Bergauf und Bergab. Man muss hier kühlen Kopf und Nerven bewahren. Außerdem sind ja auch fallende Aktienkurse gut, weil man dann ja günstig einkaufen kann.


Jcp77 schrieb am 24. 07. 2019 um 17:02

Historische Kursentwicklungen sagen nichts über die Zukunft aus. Beim Franken gab es jedoch immer nur eine Richtung. Ich bin damals bei 1,52 rein und habe wie alle gewartet. 1,40 war mir egal,1,30 war mir egal,1,20 habe ich kurz überlegt. Die EZB wird die Zinsen anheben und der Euro steigen hab ich mir gedacht. Mindestkurs Aufhebung war ein Schock und erstmals hab ich mich danach richtig mit dem ganzen auseinander gesetzt und nach Lösungen gesucht. Bin dann in den Yen und beim Höchststand wieder raus. Auch der Franken ist gut gestanden zum Ausstieg. Vorher habe auch ich mir öfter gedacht,wenn der Kurs wieder auf 1,40,später 1,30 dann 1,20 geht bin ich raus. Wenigstens ich habe es so halbwegs hin bekommen und habe noch einiges Geld gut gemacht. Heute ist der Kurs unter 1,10 gefallen. Ich sehe keinen Grund warum er wieder auf 1,20 gehen sollte. Es wird wohl die andere Richtung sein.


Andi schrieb am 24. 07. 2019 um 11:25

@Andreas

Mag sein oder auch nicht. Jedenfalls kann ich mir sicher sein, dass ich den Kredit am Ende abbezahlt habe, ob mit oder ohne Verlust, bzw. ob hoch oder nieder kratzt mich dann nicht mehr. Mir war die Sicherheit mehr wert und ich wollte nicht länger mit meinem Haus spekulieren. Es spricht auch nicht viel gegen einen Kurs von 0,9:1,0 Dann ist es nicht mehr lustig...


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