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Euro-Dollar-Kurs - EUR-USD-Kurs

Wichtiger Umrechnungsfaktor und Indikator

Sowohl der US-Dollar als auch der Euro sind wichtige Indikatoren für die Wirtschaftslage des jeweiligen Kontinents bzw. auch für die Weltwirtschaft. Während der Euro nach seiner Einführung belächelt wurde, ist er mittlerweile längst zu einer fixen Größe auf dem Finanzmarkt geworden.

Der US-Dollar wiederum ist ein globales Zahlungsmittel und mit dem Dollar wird das Erdöl abgerechnet. Der Vergleich von US-Dollar und Euro hat daher globale Auswirkungen für die Exportleistungen vieler Länder dieser Erde. Auch für Nationen, die weder die eine noch die andere Währung ihr eigen nennen, spielt der Wechselkurs eine große Rolle, sodass der Kurs weltweit mit Interesse beobachtet wird. Er zeigt auch die wirtschaftliche Stärke an und lässt leicht den Schluss zu, ob die US-Wirtschaft oder die Wirtschaft der Eurozone sich aktuell in einer besseren Situation befindet.

Nachstehend finden Sie eine Jahresübersicht über die Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses, zur Verfügung gestellt von www.ariva.de

Chart Euro-Dollar-Kurs

Warum ist der US-Dollar eine globale Währung?

Bereits eingangs wurde erwähnt, dass das Rohöl (Erdöl) mit US-Dollar verrechnet wird, was bedeutet, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Wert der Währung und dem Wert des Erdöls gibt. Sinkt der US-Dollar im Vergleich zu anderen Währungen, dann steigt häufig der Preis für das Erdöl und umgekehrt. Der Euro ist zwar für den großen europäischen Raum ein zentrales Zahlungsmittel, aber Rohstoffe werden nicht in Euro verrechnet. Darin gibt es weiterhin einen großen Unterschied.

Zwar gab es schon erste Initiativen zum Beispiel seitens Chinas, den US-Dollar vom Rohöl zu lösen, aber erwartungsgemäß wurde daraus nichts. Auch Gold oder Silber sowie weitere Edelmetalle werden in Dollar verrechnet. Der Goldpreis per Feinunze ist also immer eine Angabe in US-Dollar und das gilt auch global. Außerdem ist der US-Dollar praktisch weltweit im Einsatz, zum Beispiel auch bei Reisen.

Bedeutung des Euro-Dollar-Kurses

Die große Frage ist, wie sich der Vergleich der beiden großen Währungen darstellt. Für den Export sind beide Währungen und speziell der Umrechnungskurs von großer Bedeutung, aber auch als Aussagekraft spielt der EUR/USD-Kurs eine Rolle. Kurz vor der globalen Wirtschaftskrise im Jahr 2008 stieg der Kurs auf über 1,60 US-Dollar pro Euro. In Europa und da speziell natürlich in der Eurozone klagte man über den teuren Euro, weil die Exporte damit viel schwieriger wurden. Urlaubsgäste aus Japan bleiben daheim, weil sie sich Europa nicht mehr leisten konnten. Umgekehrt waren die Produkte aus den USA so günstig wie schon lange nicht mehr.

In der Zeit gab es die Aussage, dass Unsicherheit für den US-Dollar spricht, Optimismus für den Euro. Das heißt bei einem Glauben an sehr starke wirtschaftliche Zeiten steigt der Euro im Wert, bei unsicherer Lage orientieren sich die Investoren eher in Richtung US-Dollar.

Dabei spielen die Zentralbanken mit ihrer Zinspolitik aber auch eine große Rolle. Vor allem nach Erreichen des Höhepunktes der Finanzkrise, die zu einer globalen Wirtschaftskrise wurde, reduzierten die Zentralbanken die Zinsen Schritt für Schritt bis auf Null Prozent. Damit erfolgte ein Wettlauf, wer seine Währung noch günstiger machen konnte und wollte - die Fed in den USA war zuerst an der Reihe, aber auch die Bank of Japan für den Japanischen Yen wie auch die Europäische Zentralbank (EZB) für den Euro zogen nach. Die Aussage, wie die Wirtschaft aktuell unterwegs ist, wird damit verfälscht. Viele Anlegerinnen und Anleger deckten sich mit Aktien ein, weshalb der DAX oder auch der Dow Jones Index durch die Decke gingen, während sich bei den Währungen kaum mehr Kursveränderungen ergaben.

Die Bedeutung der Währungen blieb erhalten - für den Export, für Urlaubsreisen, aber auch für den Börsenhandel selbst. Aber die Rahmenbedingungen werden in so einer Situation nicht mehr von der Realwirtschaft abgesteckt, sondern von den Zentralbanken und der Wirtschaftspolitik. Denn eine Erhöhung der Zinsen bedeutet weniger Investition, was sich auf den Arbeitsmarkt auswirken kann. Die Reaktion auf so einen Schritt ist im Vorfeld aber kaum auszurechnen und entsprechend zögerlich dreht man wieder an der Zinsschraube.

Siehe auch
Euro-Franken-Kurs
Euro-Yen-Kurs



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Bisherige Kommentare (1)

Härri schrieb am 30. 03. 2016 um 20:38

Hoffentlich fällt uns das Wettrennen ums günstige Geld nicht noch am Schädel.

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