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EU-Führerschein in Scheckkartenformat

Aus für 110 bestehende Formate

Die Europäische Union (EU) führt den neuen EU-Führerschein ein, das ist nun beschlossene Sache. Dieser als "Scheckkarten-Führerschein" bereits bekannte Führerschein soll alle bestehenden Formate ersetzen, die derzeit im Umlauf sind. EU-weit sind 110 verschiedene Arten (!!) des Führerscheins vorhanden.

Der Wechsel des Führerscheins ist aber keine Sache der nächsten fünf Sekunden, sondern soll ab 2013 die alten Führerscheine ersetzen. Gültig sind die bestehenden Führerscheine bis maximal 2033, dann gibt es nur noch die neuen EU-Führerscheine im Scheckkarten-Format. Schon jetzt gehen täglich hunderte Ansuchen an die Behörden ein, damit der alte Führerschein in das neue Format umgetauscht werden kann. Hauptmotivation der FührerscheinbesitzerInnen dürfte sein, dass der alte Führerschein schon sehr verbraucht ist oder auch, dass das neue Format viel handlicher ist.

Das EU-Parlament hat nicht nur das Format neu beschlossen, sondern damit auch zahlreiche Regelungen festgelegt, die massive Änderungen bewirken. Eine der wichtigsten ist wohl der Landesbezug des Führerscheins. So ist es dann nicht mehr möglich, dass man ein einem Land die Führerscheinprüfung absolviert und in einem anderen den Führerschein regulär erhält. Viele FahrzeuglenkerInnen führten eine weit leichtere Führerscheinprüfung in anderen Ländern durch, um sich dann in Österreich oder Deutschland den Führerschein abzuholen. Das gibt es mit dem neuen Paket nicht mehr.

Auch neu ist die Tatsache, dass der neue Führerschein zeitlich begrenzt ist. Vorgesehen ist eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren, die von Land zu Land auch auf 15 Jahre ausgedehnt werden kann. Es ist aber von der EU nicht vorgesehen, dass eine neuerliche Prüfung für die Verlängerung durchzuführen ist. Möchte ein EU-Land eine solche Regelung jedoch einführen, so ist das Sache der jeweiligen Regierung, beispielsweise für die Überprüfung der Fahrtauglichkeit der entsprechenden Person, der körperlichen und geistigen Verfassung, die im Rahmen der Verlängerung geprüft werden könnte.

Bei den Motorrädern ist vorgesehen, dass leistungsstarke Maschinen erst ab 24 Jahren gefahren werden dürfen, wenn es keine vorherige Praxis gibt. In Österreich gilt derzeit ein Alter von 21 Jahren.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 2. Jänner 2007]

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