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Starke Erdbeben weltweit 2016

Hohe Magnitude und/oder Opfer und Schäden

In Österreich bebt die Erde etwa 25 bis 40 Mal pro Jahr, wobei die meisten Erdbeben eine sehr geringe Magnitude um die 2,0 aufweisen, manche sind mit bis zu 3,0 etwas deutlicher zu spüren. Beben darüber kommen selten vor, finden aber auch hin und wieder statt. Ganz anders sieht es weltweit aus, denn die Erdbeben können zum Beispiel entlang des pazifischen Feuerrings viel stärker sein und dann kann es auch schnell zu erhebliche Schäden kommen. Auf dieser Seite gibt es eine Aufstellung über die starken weltweiten Erdbeben aus dem Jahr 2016, die entweder eine hohe Magnitude aufwiesen oder Schäden, möglicherweise auch tote und verletzte Menschen verursacht haben.

Starke Erdbeben weltweit 2016: Inhalt

 

Liste der starken Erdbeben 2016

Wann?MWo?Kommentar
03.01.2016 6,7 Manipur (Indien) Mindestens 15 Tote und 200 Verletzte, tausende zum Teil zerstörte Häuser
24.01.2016 7,1 Alaska Herdtiefe bei 130 km, sehr dünn besiedelte Region
25.01.2016 6,3 Küste Marokko einige verletzte Personen, Schäden in spanischer Exklave Melilla
30.01.2016 7,2 Kamtschatka (Russland) Herdtiefe bei 160 km, dünn besiedelte Region
05.02.2016 5,2 Nepal Dutzende Verletzte
05.02.2016 6,4 Tainan (Taiwan) Mehr als 110 Tote, hunderte Verletzte, mehrere Wohnkomplexe zerstört
10.02.2016 6,3 Chile kaum Schäden, einige Stromausfälle
14.02.2016 5,8 Christchurch (Neuseeland) einige Leichtverletzte, Erdrutsche, leichte Gebäudeschäden
02.03.2016 7,8 Sumatra (Indonesien) Epizentrum im Indischen Ozean 800 km vor Küste Sumatras, Tsunamiwarnung, Wellen bis 0,6 Meter Höhe
10.04.2016 6,6 Ashkasham (Afghanistan) Sechs Tote, 46 Verletzte, viele Schäden durch Teifherdbeben bei 210 km Tiefe
13.04.2016 6,9 Sagaing (Burma) einige Schäden in dünn besiedeltem Gebiet duch Tiefherdbeben bei 135 km
14.04.2016 6,2 Kumamoto (Japan) Vorbeben mit 9 Tote und 1.100 Verletzte, Brandauslösung, Gebäudeeinstürze
15.04.2016 7,0 Kumamoto (Japan) Hauptbeben mit 49 Tote, mindestens 2.000 Verletzte, 100.000 wurden evakuiert, große Schäden
16.04.2016 7,8 Ecuador, Westküste Mindestens 659 Tote, 40 Vermisste, 17.000 Verletzte, fast 10.000 beschädigte, zum Teil zerstörte Gebäude
28.04.2016 7,0 Malakula (Vanuatu) einzelne schwer beschädigte Gebäude
11.05.2016 5,2 Gyamotang (China) etwa 70 Verletzte und 100 zerstörte Gebäude
17.05.2016 4,9 Yunnan (China) 4 Verletzte, 38.000 beschädigte und 192 zerstörte Gebäude
18.05.2016 6,7 Esmeraldas (Ecuador) starkes Nachbeben zum Beben vom 16. April
18.05.2016 6,8 Esmeraldas (Ecuador) weiteres Nachbeben mit einem Toten, mindestens 160 Verletzte und weiteren Schäden
24.05.2016 5,0 Bani Bakr (Jemen) 3 Verletzte und etwa 20 zerstörte Gebäude
25.05.2016 5,4 Kreta (Griechenland) leichte Schäden
28.05.2016 7,2 Südliche Sandwichinseln starkes Beben, aber keine Schäden gemeldet
28.05.2016 5,2 Medea (Algerien) 88 Verletzte
10.06.2016 6,1 Puerto Morazan (Nicaragua) beschädigte Gebäude, unter anderem eine Kirche
26.06.2016 6,4 Sary-Tash (Kirgisistan) keine Schäden bekannt
11.07.2016 5,8 Ecuador bei Rosa Zarate Nachbeben zum Beben vom 16. April
11.07.2016 6,3 Ecuador bei Rosa Zarate Weiteres Nachbeben
29.07.2016 7,7 Nördliche Marianen keine Schäden, Tiefherdbeben
12.08.2016 7,2 Neukaledonien Seebeben im Südpazifik
15.08.2016 5,5 Arequipa (Peru) 9 Tote, etwa 40 Verletzte und viele beschädigte Gebäude
19.08.2016 7,4 Südgeorgien Seebeben im Südatlantik, 270 km vor der Küste
24.08.2016 6,0 Accumoli (Italien) 290 Tote, 400 Verletzte, 450 zerstörte und 900 beschädigte Gebäude
24.08.2016 6,8 Chauk (Myanmar) 3 Tote, 23 Verletzte und etwa 1.000 beschädigte Gebäude
29.08.2016 7,1 Ascension / St. Helena Seebeben im Mittelatlantischen Rücken
01.09.2016 7,1 Neuseeland starkes Erdbeben in Küstennähe, Tsunamiwarnung wurde zurückgenommen
10.09.2016 5,9 Tansania bei Viktoria See Dutzende Todesopfer, hunderte Verletzte
23.09.2016 4,8 Cyangugu (Ruanda) mehrere Todesopfer
21.10.2016 6,2 West-Honshu (Japan) mindestens 14 Verletzte, 40.000 Häuser ohne Strom
26.10.2016 5,4 Castelsantangelo sul Nera (Italien) keine Verletzte, Vorwarnung durch Vorbeben
26.10.2016 5,9 Visso (Italien) massive Zerstörung in zahlreichen Orten, ein Todesopfer
30.10.2016 6,5 Norcia (Italien) stärkstes Beben in Italien seit 1980, 20 Verletzte, zehntausende Obdachlose, massive Schäden
13.11.2016 7,8 Amberley (Neuseeland) zwei Todesopfer, starke Gebäudeschäden, aber dünn besiedelt
21.11.2016 6,9 Fukushima (Japan) sechs Verletzte, ein Meter hoher Tsunami
24.11.2016 7,0 El Salvador starkes Beben 150 km vor der Küste, Tsunamiwarnung
27.11.2016 5,4 Namche Bazar (Nepal) ein Toter durch Lawine, ein Verletzter, einige Gebäudeschäden
29.11.2016 4,4 Polkowice (Polen) Grubenunglück in Kupfermine durch Bergbau induziertes Erdbeben mit acht Tote, drei Vermisste
06.12.2016 6,5 Sigli (Indonesien) mindestens 100 Tote, tausende zerstörte Häuser
08.12.2016 7,8 Salomon-Inseln starkes Erdbeben mit Tsunamiwarnung und zwei starken Nachbeben
17.12.2016 7,9 Papua-Neuguinea Tiefherdbeben bei 103 km, keine Schäden
18.12.2016 6,4 Peru Tiefherdbeben bei 619 km, keine Schäden
19.12.2016 5,4 Ecuador 3 Tote durch Herzanfälle, 47 Verletzte
25.12.2016 7,6 Puerto Quellon (Chile) geringe Schäden, Evakuierung wegen Tsunamiwarnung


Die Daten stammen von der ZAMG auf Basis der Informationen vom US. Geological Survey, die Magnitude (M) bezieht sich auf logarithmische Energieskala nach Richter.

Link zur ZAMG: http://www.zamg.ac.at

 

Erdbeben im Februar: Stadt Tainan im Süden Taiwans stark betroffen

Am 6. Februar 2016 ereignete sich im Süden von Taiwan ein kräftiges Erdbeben mit einer Magnitude von 6,4. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) 39 Kilometer nordöstlich der Hafenstadt Kaohsiung und die Herdtiefe betrug zehn Kilometer.

Großer Schaden in Tainan

Die Hafenstadt selbst erlebte die kräftigen Erdstöße durch das Schwanken der Wände deutlich mit, aber Schäden waren hier nach bisherigen Berichten keine aufgetreten. Ganz anders sah es in der nordwestlich vom Epizentrum gelegenen Stadt Tainan aus. Dort gab es vor allem Opfer durch den Einsturz eines Hochhauses.

Die Meldungen über die Opferzahlen waren sehr widersprüchlich, denn zuerst waren hunderte Menschen als verschüttet gemeldet worden und das wurde dann aber nicht bestägtigt. Elf Menschen waren als tot bestätigt worden, die Zahl würde aber noch steigen und das war auch der Fall. 24 Stunden später gibt es 120 noch immer vermisste Personen und 26 Tote, womit schon alleine von der Opferzahl her abzulesen ist, wie heftig und folgenreich das Erdbeben war.

In weiteren Städten wie in Taipeh wackelten die Gebäude ebenfalls sehr stark und sorgten für ein schnelles Verlassen der Gebäude durch die Menschen. Große Panik ist nicht ausgebrochen, weil Taiwan zu jenen Regionen der Erde gehört, die ständig von kräftigen Erdbeben heimgesucht werden. Ein Erdbeben dieser Stärke würde in Mitteleuropa ganz andere Reaktionen hervorrufen, dennoch war dieses Beben mit den meisten Schäden in Tainan eines der folgenreichsten der letzten Zeit.

Wie groß der Schaden insgesamt ist und wie viele Menschen letztlich verletzt oder getötet wurden, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht feststellen. Vorerst gilt es, mögliche weitere Verschüttete zu finden und zu retten.

 

Sumatra: Beben abseits der Subduktionszone

Am 2. März 2016 ereignete sich um 13:49 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) südwestlich von Sumatra im Gebiet bei Sabagalet in Indonesien ein starkes Erdbeben mit einer Magnitude von 7,9. Das Beben wurde in ersten Berichten mit einer Magnitude von 8,2 gemeldet, diese Angabe wurde aber korrigiert. Eine anfängliche Tsunamiwarnung konnte rasch aufgehoben werden.

Erdbeben doch ohne Schäden

Das Erdbeben ereignete sich in einer Herdtiefe von 24 Kilometer 800 Kilometer vor der Küste Sumatras und sorgte nach ersten Berichten durch die kräftigen Erdstöße für Schäden an Land und als Konsequenz für einige Todesopfer. Allerdings wurden diese Berichte nicht nur nicht bestätigt, es wurde auch bekanntgegeben, dass es keine nennenswerten Schäden gab. Menschen wurden nicht getötet, wie die zuständige Behörde für Katastrophenschutz meldete.

Das Epizentrum befand sich nicht in der Subduktionszone, die aufgrund der vertikalen Plattenverschiebungen immer wieder für sehr kräftige Erdbeben sorgt. Ein Erdbeben mit einer Magnitude von 6,0 bis 7,0 ist hier immer wieder anzutreffen, der Tsunami vom 26. Dezember 2004 hatte seinen Ausgangspunkt ebenfalls in dieser Region.

Doch das aktuelle Erdbeben ist eben nicht in diesem Bereich entstanden, weshalb die Seismologen davon ausgehen, dass es sich um eine horizontale Seitenverschiebung handeln könnte, die das Beben ausgelöst haben könnte. Eine solche horizontale Bewegung löst keinen Tsunami aus, hat aber ebenfalls kräftige Erdstöße zur Folge.

Kräftige Nachbeben

In den Folgestunden kam es zu zumindest zwei starken Nachbeben mit einer Magnitude von 5,1 und 5,5. Allerdings waren auch dann keine Schäden aufgetreten.

 

Hauptinsel Kyushu mehrfach stark betroffen

Am Donnerstag, den 14. April 2016 ereignete sich auf der japanischen Hauptinsel Kyushu bei Kumamoto ein heftiges Erdbeben mit einer Magnitude von 6,0. Dabei wurden neun Menschen getötet und über 1.100 Personen zum teil schwer verletzt. Es war dies aber nicht das Hauptbeben, wie man ursprünglich angenommen hatte, sondern die Ankündigung für ein noch heftigeres Beben, das am Tag darauf, dem 15. April stattfand.

Erdbeben mit 7,0

Denn um 1:25 Uhr in der Früh dieses Freitags (oder 18:25 Uhr mitteleuropäischer Zeit) bebte die Erde erneut heftig und diesmal war das Beben sogar noch stärker mit einer Magnitude von zuerst 7,3, wobei der Wert dann auf 7,0 korrigiert wurde. Beide Erdbeben fanden in der gleichen Region statt und hatten mit einer Herdtiefe von nur zehn Kilometer ihr Epizentrum sehr nah an der Oberfläche. Eine geringe Herdtiefe ist immer ein Anzeichen dafür, dass die Schäden viel größer sind als bei einem tiefer gelegenen Epizentrum.

Dies bestätigte sich auch beim zweiten Beben, bei dem nach ersten Berichten zumindest 22 Menschen ums Leben kamen. Über 1.000 Leute wurden verletzt, zahlreiche Gebäude stürzten in sich zusammen und die Schäden sind groß. Aber das Aufräumen gestaltete sich als sehr schwierig, weil nur 20 Minuten später gab es ein heftiges Nachbeben mit einer Magnitude von 5,7, das ebenfalls in zehn Kilometer Tiefe entstanden war. Ein weiteres Nachbeben mit 5,3 fand zwei Stunden später statt und weitere sind wohl noch zu befürchten.

Die Aufräumarbeiten wurden nicht nur wegen der Nachbeben behindert. In zumindest drei Ortschaften wurden Erdrutsche ausgelöst, die zum Teil den Ortskern betroffen haben und für weitere Schwierigkeiten sorgten. Großes Thema ist die Infrastruktur, denn das Stromnetz und das Gasnetz sind stark betroffen und tausende Haushalte können diese Energieformen vorerst nicht konsumieren. Seitens der Behörden wurde Hilfe angefordert und die Regierung schickt 20.000 Soldaten in die Region, um zu unterstützen.

Update 17. April

Einen Tag später ist eine erste Bilanz veröffentlicht worden, wonach 41 Menschen ums Leben kamen. Tausende Personen wurden verletzt, viele Häuser sind eingestürzt und die Notunterkünfte reichten für die vielen Schutzsuchenden nicht aus. Das ist aufgrund der regnerischen Wetterbedingungen ein besonderes Problem. Viele Soldaten versuchen zu helfen und es wird weiter nach Überlebenden gesucht.

 

Ecuador: viele Opfer und Verletzte als Folge des Bebens

Nur einen Tag nach dem kräftigen Erdbeben im Südwesten von Japan mit einer Magnitude von 7,0 gab es das nächste kräftige Beben, das diesmal Ecuador betroffen hatte. Das Erdbeben hatte eine Magnitude von 7,8 und sein Epizentrum lag im Nordwesten des Landes, zehn Kilometer von Cojimies entfernt.

Erdbeben mit 7,8

Ecuador ist Erdbeben gewohnt, denn das südamerikanische Land befindet sich am sogenannten pazifischen Feuerring mit zahlreichen Vulkanen und kräftigen Erdbeben aufgrund der Verschiebungen der Erdplatten. Aber ein so kräftiges Erdbeben kommt auch in Ecuador nur alle paar Jahrzehnte vor und so war es zuletzt 1979 der Fall, dass ein ähnliches Beben stattgefunden hatte.

Die Folgen lassen sich jetzt nur zum Teil abschätzen. Eine erste Bekanntgabe durch den Vizepräsidenten ergab 77 Todesopfer und mindestens 600 zum Teil schwer verletzte Personen, wobei die Zahlen vermutlich noch steigen werden, vielleicht sogar deutlich. Die Herdtiefe des Erdbebens lag bei 19 Kilometer und damit war es zwar nicht unmittelbar bodennah entstanden, aber doch nicht so tief, um die Schäden zu dämpfen.

Das Ausmaß es Erdbebens lässt sich jetzt noch gar nicht richtig einordnen. In den sozialen Medien wurden Bilder von zusammengestürzten Gebäuden und auch Brücken gepostet, aus mehreren großen Städten wurden Schadensmeldungen bekannt, sehr heftig hat es die zweitgrößte Stadt des Landes, Guayaquil, getroffen. Anfangs galt auch eine Tsunami-Warnung, die aber schnell wieder aufgehoben werden konnte.

In sechs Regionen gilt der Ausnahmezustand und Soldaten sind im Einsatz, um die Ruhe und Ordnung wieder herzustellen und den Menschen zu helfen.

Update

Die Zahl der Todesopfer musste binnen Stunden auf 233 und danach gar auf 400 erhöht werden. Die Zahl der Verletzten liegt über 2.000. Genaue Zahlen waren aber auch 24 Stunden nach dem Erdbeben nicht möglich, weil manche Dörfer gar nicht erreichbar waren, da Straßen zerstört wurden. Außerdem gab es einige heftige Nachbeben mit der Stärke von 4,0 bis 5,0, die die Aufräumarbeiten auch nicht gerade erleichtert haben.

Update 20. April

Die Zahl der Todesopfer musste auf über 500 angehoben werden, mehr als 3.000 Menschen wurden verletzt. Außerdem ruht die Erde weiterhin nicht, auch am 20. April gab es ein kräftiges Erdbeben mit einer Magnitude von 6,2. Es ist auch in den nächsten Stunden und Tagen noch mit vielen Nachbeben zu rechnen.

Fazit

Die finale Zusammenfassung lautet mehr als 600 Tote und über 8.000 Verletzte als Folge des starken Erdbebens und der nur bedingt schwächeren Nachbeben. Mehrfach hat die Erde auch nach dem eigentlichen Erdbeben noch mit einer Magnitude von 5,0 bis 6,0 gebebt und die Aufräumarbeiten erschwert. Die Schäden in den Städten und Dörfern sind verheerend, die Infrastruktur stark beeinträchtigt und die Aufräumarbeiten werden wohl noch eine Weile andauern.

Allerdings bebt die Erde weiter. Nach den beiden kräftigen Nachbeben etwa zwei Stunden nach dem Hauptbeben vom Freitag gab es noch weitere Nachbeben mit einer Stärke von 4,8 bis 5,4.

Diese Erdstöße setzten sich auch in den Folgetagen fort. Am 20. April gab es im Nordosten Japans das nächste kräftige Erdbeben mit einer Magnitude von 6,1, bei dem aber nach ersten Berichten wenige Schäden entstanden sind. Bei den zahlreichen Erdstößen auf der Hauptinsel Kyushu wurden insgesamt an die 300 Nachbeben gemessen, viele davon waren sehr schwache, einige aber bis zu einer Magnitude von 5,5 stark. Zusammenfassend wurde bekanntgegeben, dass mehr als 50 Menschen den Erdbeben zum Opfer fielen.

 

Erdbeben bei Quito mit einer Magnitude von 6,7

Im April 2016 fand ein kräftiges Erdbeben in der Küstenregion von Ecuador mit einer Magnitude von 7,8 statt, das über 600 Menschen das Leben gekostet hatte und über 8.000 Personen verletzte. Seither ist eine ganze Reihe an Nachbeben gemessen worden, wobei die meisten keine weiteren Schäden und Opfer verursacht haben. Am heutigen 18. Mai 2016 gab es aber wieder einen kräftigen Erdstoß und zwar ein Erdbeben im Nordwesten von Ecuador nahe der Hauptstadt Quito, das ursprünglich mit einer Magnitude von 6,8 angegeben worden war.

Erdbeben mit 6,7 in Ecuador

Das Epizentrum ist damit etwas zentraler gelegen als bei den heftigen Erdbeben vom April, ein Zusammenhang kann aber durchaus gesehen werden. Korrigiert wurde die Magnitude auf 6,7 und das Epizentrum befand sich etwa 150 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt, im Süden der Stadt Muisne. Die Herdtiefe war aber mit 32 Kilometer weit größer als das Hauptbeben vom April war, das durch seine Bodennähe mit einer Herdtiefe um die 10 Kilometer viel mehr Gefahr ausgelöst hatte.

Beim heutigen Beben entstanden nach ersten Meldungen zwar in unmittelbarer Nähe einige leichte Schäden, eine Katastrophe wie vor einem Monat fand aber nicht statt. Die Menschen konnten zum Großteil wieder ihre Häuser betreten und sich vom Schreck erholen. Zwar war das Erdbeben immer noch ein sehr starkes, aber das Land ist Erdbeben durch den pazifischen Feuerring gewohnt und so kehrt Routine bald wieder ein.

Wesentlich ist bei der Beurteilung eines Erdbebens die Herdtiefe und die Nähe zu dicht besiedelten Gebieten. Je tiefer das Epizentrum lag, umso eher kommt man mit einem blauen Auge davon. Je näher an der Erdoberfläche das Erdbeben sich entfalten kann, umso gefährlicher wird die Gesamtsituation, selbst bei einem schwächeren Erdbeben. Im Fall dieses Bebens war der Schreck der Menschen wohl größer als die Auswirkungen. Vor einem Monat hatte man eines der schlimmsten Erdbeben der letzten 100 Jahre miterlebt und das vergisst man nicht so schnell.

 

Ecuador: kräftige Erdstöße und das gleich zweimal

Im April 2016 gab es ein sehr starkes Erdbeben in Ecuador mit einer Magnitude von 7,8 und seither scheint die Erde nicht mehr ruhen zu wollen. Am 10. Juli 2016 ereigneten sich nun zwei weitere starke Erdbeben, die im Norden an der Pazifikküste stattgefunden haben und als Nachbeben einzuordnen sind.

Erdbeben mit Magnitude 6,2 und 5,9

Diese beiden Erdbeben hatten ihr Epizentrum auf der Insel Muisne im Nordwesten des Landes direkt an der Pazifikküste. Das erste Erdbeben hatte eine Magnitude von 6,2 und nur zehn Minuten später erfolgte schon das zweite Erdbeben mit einer Magnitude von 5,9. Diese Werte wurden später auf 6,3 und 5,8 korrigiert. Die Herdtiefe lag beim ersten Erdbeben in 19 Kilometer Tiefe, beim zweiten in 17 Kilometer.

Fast 700 Menschen kamen im April ums Leben, tausende Menschen wurden verletzt und so sind die Menschen sehr nervös, wenn das nächste Erdbeben stattfindet. Durch die Nähe zum Pazifik ist auch ein Tsunami nie restlos ausgeschlossen und die Sorge groß, dass es zu noch mehr Schwierigkeiten und Zerstörungen kommen könnte.

Daher hat der Staatschef Rafael Correa seine Landsleute via Twitter aufgefordert, Ruhe zu bewahren. Die Gefahr eines Tsunami konnte schnell ausgeschlossen werden und auch Meldungen über Todesopfer und Verletzte blieben vorerst aus. Allerdings gab es großflächige Ausfälle des Stromnetzes und der Schulunterricht wurde in Esmeralda, dem betroffenen Departement ausgesetzt.

Es ist auch weiterhin mit starken Erdbeben in der Region zu rechnen, bis die Spannungen im Erdboden abgebaut sind. Diese bauen sich über lange Zeiträume auf, wenn die Erdplatten sich verschieben und entladen sich in Form von Vulkanausbrüche und Erdbeben in sehr kurzen Zeiträumen. Nachbeben sind eine Folge dieser Erdbewegungen und ein Indiz dafür, dass das Gleichgewicht noch nicht wieder hergestellt ist.

 

Erdbeben bei Norcia in Italien

Am 24. August 2016 ereignete sich um 3:36 Uhr etwa 15 Kilometer südöstlich von Norcia in Mittelitalien ein heftiges Erdbeben mit einer Magnitude von 6,2. Diese folgte 20 Minuten später ein Nachbeben von 4,8 und danach noch zwei mit 4,6 und 5,3. Die Beben fanden 42 bis 62 Kilometer nördlich von L´Aquila statt, das 2009 durch ein ähnlich heftiges Erdbeben völlig zerstört wurde. 300 Menschen kamen damals ums Leben.

Magnitude von 6,2 und große Schäden

Diesmal wurde eine bergige Region heimgesucht, in der nicht so viele Menschen leben, doch die Schäden sind, wie Twitter-Bilder von Nutzern zeigen, enorm. Die Hauptstraße von Amatrice ist als solche darauf kaum zu erkennen, weil Häuser eingestürzt sind und die Wandteile auf der Straße liegen.

Die Magnitude alleine sagt noch nicht viel über ein Erdbeben und seine Folgen aus, denn es hängt auch davon ab, wie bodennah ein solches stattfindet. Wenn das gleiche Erdbeben 100 Kilometer tief unter dem Epizentrum an der Oberfläche entsteht, sind die Schäden viel geringer als wenn es nur in zehn Kilometer Tiefe stattfindet. Deshalb kann auch ein leichtes Erdbeben sehr stark wahrgenommen werden, auch wenn es weniger Schaden anrichtet. Im aktuellen Fall lag die Herdtiefe aber bei nur vier Kilometer und hatte eine hohe Magnitude, womit das Schadenspotential besonders hoch war.

Erdbebenreiche Region

Warum trifft es immer Mittelitalien - etwa 100 Kilometer von der Hauptstadt Rom entfernt? Hier treffen verschiedene tektonische Platten aufeinander - die afrikanische drängt nach Norden und trifft auf die eurasiatische Platte und auch von West nach Ost gibt es Bewegungen in den Erdplatten, weshalb es immer wieder zu Erdstöße kommen kann, die die aufgebauten Spannungen abbauen. Deshalb ist Mittelitalien häufiger von Erdbeben heimgesucht als die Regionen südlich oder nördlich davon, vor allem auch durch den Druck, der durch die Plattenbewegungen und -reibungen entsteht, der sich durch heftigere Erdstöße entlädt.

Fazit

Da es sich um ein bergiges Terrain handelt, wohnen viel weniger Menschen in den Städten als in L´Aquila, der Hauptstadt der Region, daher sind die Schäden wohl ähnlich schlimm, aber die Opferzahlen geringer. Diese Annahme hatte sich noch am gleichen Tag als völlig falsch erwiesen, denn die Opferzahl stieg bis zum Abend auf 120 und musste im Laufe der Nacht auf 247 angehoben werden. In L´Aquila waren 2009 300 Menschen getötet worden und in diesem Ausmaß ist auch dieses Erdbeben leider zu betrachten, zumal noch immer viele Menschen vermisst werden.

Ganze Dörfer wurden komplett zerstört, unzählige Trümmerberge liegen herum, Straßen sind nicht passierbar und die Rettungskräfte arbeiten unter Hochdruck, um noch Überlebende zu finden. Die Opferzahl wurde bis zum 26. August auf 267 angehoben, hunderte Menschen wurden verletzt, zum Teil schwer.

Das Grundproblem bei den Aufräumarbeiten lag aber an der Tatsache, dass die Erde nicht zur Ruhe kommen wollte. Selbst zwei Tage danach gab es noch in den frühen Morgenstunden Nachbeben. Es wurden mittlerweile über 1.000 (!) Erdstöße gemessen und ein Nachbeben hatte am 26. August 2016 die Stärke von 4,8, einige weitere von 3 bis 3,5. Damit stürzten weitere Häuserteile ein und gefährdeten auch die vielen Helfer bei der Suche nach Überlebende.

Damit war es aber nicht getan, denn selbst am 28. August 2016, vier Tage nach dem Hauptbeben, gab es Nachbeben mit einer Magnitude über 3.0. Die Opferzahl erhöhte sich weiter auf 291.

 

Erneut heftiges Erdbeben in Mittelitalien

Ende August 2016 gab es in Mittelitalien bei Norcia ein heftiges Erdbeben mit einer Magnitude von 6,2 und hunderten Nachbeben, wobei fast 300 Menschen ums Leben gekommen waren. Das Epizentrum befand sich südöstlich von Norcia. Am 26. Oktober 2016 ereignete sich um 19.10 Uhr mitteleuropäischer Zeit wieder ein kräftiges Beben, diesmal nordöstlich von Norcia.

Erdbeben mit 5,4

Das Beben hatte eine Herdtiefe von neun Kilometer und eine Magnitude von 5,4. Es war bis in die italienische Hauptstadt Rom zu spüren und die Menschen eilten laut Augenzeugenberichten schnell aus den Häusern. Die Angst und Erinnerung kam schnell wieder hoch, wobei diesmal das Epizentrum nordöstlich von Norcia lag, etwa zehn Kilometer von der Stadt entfernt.

Einige Häuser sollen eingestürzt sein, genaue Schadensmeldungen gibt es vorerst nicht und es ist noch unklar, ob Menschen getötet wurden. Mit vielen Nachbeben ist aber auch diesmal zu rechnen. Man wird wohl erst am nächsten Morgen richtig abschätzen können, wie groß der Sachschaden an Gebäude und Infrastruktur sein wird.

Fest steht aber, dass die Region weiterhin in Bewegung ist. Das Beben ereignete sich ziemlich genau zwei Monate nach der Katastrophe vom August und auch diesmal wird man viele Nachbeben mit Magnituden um die 2,0 bis 3,0 erwarten müssen.

Noch stärkeres Beben mit 5,9

Die Nachbeben ließen auch nicht lange nach sich warten, doch es folgte um 21.18 Uhr ein noch stärkeres Beben mit einer Magnitude von 5,9. Die Herdtiefe war diesmal bei acht Kilometer gelegen und das Epizentrum 14 Kilometer nordöstlich von Norcia, also ein Stück weiter entfernt. Diesmal erfolgten sofort Schadensmeldungen und tragischerweise stürzten auch Häuser in jener Region ein, die im August bereits heimgesucht worden war. Das Erdbeben wurde sogar in Österreich gespürt, zum Beispiel in den südlichen Regionen Kärntens.

Die ganze Nacht über gab es dann auch die erwarteten Nachbeben, wobei eines die Stärke von 4,4 aufwies, zahlreiche eine Magnitude über 3,0 aufwiesen.

Fazit

Noch mit Vorsicht ist die Bilanz zu beurteilen, doch es scheint kein Mensch aufgrund des Erdbebens getötet worden zu sein. Einen indirekten Einfluss gab es bei einem Mann, der vor Schreck an einem Herzinfarkt gestorben war. Es gab ein paar Verletzte, darunter auch einige schwer Verletzte, aber nicht die Katastrophe, die man im Hinblick auf die Ereignisse vom August erwarten hätte müssen.

Doch der Sachschaden ist enorm und wird wieder in die Millionen gehen. Eine Abgrenzung ist aber im Katastrophengebiet schwierig, weil Schäden vom August die Grundlage der Schäden dieses Bebens waren. Schon in Mitleidenschaft befindliche Gebäude stürzten jetzt erst ein, weil die Substanz nicht mehr für Widerstand ausgereicht hatte.

 

Italien: Erdstöße mit Magnitude von 6,5

Mittelitalien kommt nicht zur Ruhe. Nachdem es im August 2016 die Erdbebenkatastrophe mit fast 300 Toten gab und am 26. Oktober 2016 zwei starke Erdbeben mit 5,4 und 5,9 entstanden waren, gab es am heutigen 30. Oktober 2016 in der Früh das nächste kräftige Erdbeben, bei dem die RAI zuerst eine Magnitude von 7,1 gemeldet hatte, manche melden 6,1, die offiziellen Erdbebendienste wie die ZAMG auf der Wiener Hohen Warte gehen von 6,5 aus.

Erdbeben mit 6,5

Waren die beiden Erdbeben von vor vier Tagen zehn Kilometer nordöstlich von Norcia entstanden, so gab es das neue Erdbeben nur fünf Kilometer nordnordöstlich der Stadt entfernt. Die Herdtiefe lag bei 10 Kilometer und war damit vergleichbar mit den Werten der letzten Erdstöße, aber die Magnitude war mit 6,5 (INGV) deutlich höher. Die Menschen liefen panisch auf die Straßen, zumal es wieder die gleichen Orte und Städte getroffen hatte, die nun seit August dreimal Opfer kräftiger Erdbeben wurden. Alleine in der abgelaufenen Woche gab es hunderte Erdstöße und es war fast zu befürchten, dass die Erde noch nicht ruhen würde.

Wie kräftig das Erdbeben war zeigt die Tatsache, dass es von Norditalien und Bozen bis nach Süditalien und Neapel gespürt werden konnte. Und auch in den südlichen Regionen Österreichs konnten die Erdstöße wahrgenommen werden.

Die Schäden werden enorm sein, erste Meldungen gehen von den Bürgermeistern davon aus, dass die im August oder vor ein paar Tagen betroffenen Gemeinden völlig zerstört wären. Stunden später wurde berichtet, dass es offenbar so wie vor ein paar Tagen keine unmittelbaren Todesopfer gäbe. Beim Erdbeben am 26. Oktober war eine Person wegen eines Herzinfarkts offenbar aus Schreck gestorben, das Beben selbst hatte keine Opfer gefordert.

Beim aktuellen Beben geht man von zumindest 20 Verletzten aus, aber durch die Ereignisse der letzten Tage und Wochen waren die Menschen vorgewarnt und konnten sich offenbar rechtzeitig in Sicherheit bringen. Schlimmer ist die erste Bilanz bei den Sachschäden, denn viele historische Gebäude wurden schwer beschädigt oder gar vollständig zerstört, viele Häuser sind eingestürzt. Vermutlich auch solche, die bereits durch die letzten Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Tausende Haushalte sind ohne Strom und das ganze Ausmaß wird man wohl erst in ein paar Tagen wissen.

 

Epizentrum lag 90 Kilometer nordöstlich von Christchurch

Die Großstadt Christchurch in Neuseeland ist immer wieder von starken Erdbeben gefährdet wie auch 2010 oder 2011. Am 13. November 2016 ereignete sich das nächste kräftige Erdbeben mit einer Magnitude, die zu Beginn nicht wirklich verbindlich festgestellt werden konnte. Die Palette reichte je nach Institut von 7,4 bis 7,8, wobei man sich dann auf 7,8 verständigt hat. Es war dies damit ein sehr starkes Erdbeben und das hatte auch massive Schäden zur Folge.

Erdbeben mit 7,8 plus Tsunami

Das Epizentrum des Erdbebens lag etwa 90 Kilometer nordöstlich von Christchurch auf der südlichen der beiden Hauptinseln Neuseelands und in Küstennähe. Die Herdtiefe war mit zehn Kilometer recht bodennahe, sodass die Auswirkungen noch stärker zu spüren und die Schäden entsprechend umfangreich waren. Entstanden ist das Erdbeben zudem in der Nacht, etwa um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die Menschen rannten schnell aus den Häusern und die Erdstöße waren in weiten Teilen der Insel zu spüren.

Sofort wurde eine Tsunami-Warnung ausgesprochen und es kam auch wirklich ein zwei Meter hoher Tsunami auf die Ostküste der Insel zu und sorgte für einen Dammbruch und damit für die Gefahr von Hochwasser. Außerdem gab es in der Zwischenzeit zahlreiche weitere Nachbeben, eines davon hatte auch die Stärke von 6,2.

Die Folgen waren vor allem im Küstenabschnitt gut zu beobachten, denn dort wurden Straßen komplett abgerissen, weil es zu Felsstürze kam. Auch in den Städten haben die Straßen einige Löcher und Querrillen abbekommen, zahlreiche Häuser sind eingestürzt. Die Angst war auch groß, dass es zu weiteren Flutwellen kommen könnte, aber das hat sich bis dato nicht bestätigt.

Zwei Personen sind im Zuge des Erdbebens getötet worden, weitere wurden verletzt. Das gesamte Ausmaß wird sich aber wohl erst in einigen Stunden zeigen können, zumal mit weiteren Nachbeben zu rechnen ist. Nach Stand der Dinge dürfte es die kleineren Ortschaften in der Nähe des Epizentrums schwer getroffen haben, die größeren Städte sind offenbar mit geringen Schäden davongekommen. Gesamt gesehen wird man sich aber auf einen Schaden in Millardenhöhe einstellen müssen.

 

Erdbeben bei Fukushima: Magnitude erreichte 7,3

In den frühen Morgenstunden nach Lokalzeit ereignete sich vor der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu auf Höhe Fukushima-ken Oki ein Erdbeben mit einer Magnitude von 7,3, dem noch weitere kräftige Erdstöße folgten. Als Konsequenz wurde sofort eine Tsunami-Warnung ausgesprochen und es kam auch zu einem Tsunami, der aber mit einer Höhe von einem Meter keinen Schaden anrichten konnte. Aber seitens der Experten wird davor gewarnt, dass es weitere Erdbeben geben könnte.

Erdbeben in der Region von 2011

Fukushima ist international ein Begriff, seit es 2011 das verherrende Erdbeben gab, bei dem das AKW Fukushima in Mitleidenschaft gezogen wurde. Tausende Menschen mussten aus der Region evakuiert werden, weil die Strahlung des AKW zu gefährlich war und weil der Tsunami tausende Gebäude zerstört hatte. Und die Opferzahl war auch hoch, an die 18.500 Menschen fielen dem Tsunami zum Opfer. Dabei war das Erdbeben nur der Auslöser, die Katastrophe wurde durch einen starken Tsunami zur Gewissheit, der meterhohe Wellen an Land spülte. Das war letztlich auch der Grund, warum das Atomkraftwerk so großen Schaden nahm und warum die Opferzahl so hoch wurde.

Genau in dieser Region unmittelbar vor der Ostküste der Hauptinsel Honshu ereignete sich nun wieder ein kräftiges Erdbeben mit einer Magnitude von 7,3 (Momenten-Magnitude) und es folgte bald ein befürchteter Tsunami, der aber "nur" eine Höhe von einem Meter erreichen konnte. Damit waren die Schäden überschaubar, zumal eine Welle von drei Meter Höhe befürchtet worden war.

Aber die Experten warnen davor, dass es weitere Erdbeben geben könnte. Nachbeben mit großer Wucht waren bereits verzeichnet worden, sie erreichten eine Magnitude um die 5,0 und weitere werden folgen. Die ganz große Katastrophe fand nicht statt, aber alleine schon aus der Erinnerung von 2011 mit den damals 18.500 Toten ist die Lage angespannt. Denn bei einem solchen Erdbeben weiß man nie ganz genau, ob das Beben die Hauptaktion war oder ein noch kräftigeres ankündigt.

 

Erdbeben in Küstennähe der Provinz Aceh in Sumatra

Am 7. Dezember 2016 ereignete sich in Indonesien vor der Küste Sumatras bei der Provinz Aceh ein kräftiges Erdbeben mit einer Magnitude (Momenten-Magnitude) von 6,4 in einer Herdtiefe von nur acht Kilometer. Das Erdbeben zerstörte viele Häuser und sorgte für großen Sachschaden und auch viele Opfer.

Erdbeben in Küstennähe

Die Folgen eines Erdbebens unabhängig von der Magnitude hat auch immer mit der Herdtiefe zu tun. Wenn ein Erdbeben in 25 Kilometer Tiefe erfolgt, ist auch ein kräftiges Beben nicht so gefährlich wie ein Erdbeben in Bodennähe. In diesem Fall war die Magnitude mit 6,4 sehr hoch, die Herdtiefe mit acht Kilometer aber nicht sehr tief, sodass sich die Auswirkungen viel stärker zeigten. Das Epizentrum lag lag 24 Kilometer westnordwest von Culeegle oder auch 92 Kilometer ostsüdost von Banda Aceh an der Nordspitze Sumatras entfernt und zerstörte viele Häuser, unter denen Menschen begraben wurden.

Zumindest 25 Menschen sollen unter den Trümmern gestorben sein, aber es werden noch weitere Personen vermisst. Eine Tsunamiwarnung wurde nicht ausgegeben, diese Gefahr war zumindest nicht gegeben.

Sumatra ist oft als Teil von Indonesien von kräftigen Erdstößen bedroht und es ist auch eine aktive Zone der Erde, was Vulkanausbrüche betrifft. Man befindet sich am sogenannten pazifischen Feuerring und damit in einer seismologisch aktiven Zone, bei der es immer wieder zu Verschiebungen der Erdplatten kommt, weshalb die dadurch aufgebauten Spannungen zu Erdbeben führen, die auch eine hohe Magnitude aufweisen können.

Für viele Menschen in Europa ist der Name Aceh unmittelbar mit dem katastrophalen Tsunami vom Dezember 2004 verbunden, als tausende Menschen von Wellen bis zu 15 Meter Höhe erfasst und getötet wurden.

Fazit

Die erste Angabe von bereits 25 Toten ließ erahnen, dass auch ohne Tsunami schlimme Folgen eingetreten sind. Doch nur Stunden später wurde klar, dass die Zahl der Todesopfer deutlich steigen wird. Bereits 92 Todesopfer wurden gemeldet, es wird aber wohl nicht bei dieser Zahl bleiben können. Hunderte Menschen wurden verletzt und werden zum Teil unter freiem Himmel versorgt.

 

Erdbeben bei Papua-Neuguinea: doch kein Tsunami

Am 17. Dezember 2016 ereignete sich um 11:51 mitteleuropäischer Zeit bzw. 20:51 Ortszeit ein sehr starkes Erdbeben mit der Momenten-Magnitude von 7,9 ungefähr 50 Kilometer vor Papua-Neuguinea in Ozeanien, das sich nördlich von Australien befindet. Starke Erdbeben sind dort keine Seltenheit, weil man sich am pazifischen Feuerring befindet, aber die stärksten Erdbeben weltweit soweit man verlässliche Daten hat, beginnen mit 8,0 und damit lässt sich schon ablesen, dass es sich um ein besonders starkes Beben gehandelt hatte.

Es wurde auch sofort eine Tsunami-Warnung herausgegeben, die vor allem die Menschen im Inselstaat und jene auf den Inseln der Region warnen sollte und es wurde befürchtet, dass es bis zu zwei Meter hohe Wellen geben könnte. Die Warnung war für drei Stunden aktiviert worden, konnte aber schon bald aufgehoben werden - der Tsunami konnte sich nicht bilden.

Interessant ist in dem Zusammenhang einmal mehr die Herdtiefe. Denn das Beben entstand in einer Tiefe von 103 Kilometer laut USGS (=United States Geological Survey) und trotz der massiven Erdstöße wurden keine Schäden gemeldet und der Tsunami blieb aus. Wäre das gleiche Erdbeben mit gleicher Stärke in einer Tiefe von zehn Kilometer entstanden, dann hätte es wohl eine Katastrophe geben können, denn auf Papua-Neuguinea leben sieben Millionen Menschen.

So aber ist das Beben wohl sehr stark gespürt worden, aber die Auswirkungen waren ganz andere durch die sehr tiefe Lage des Ausgangspunktes. Schäden wurden bisher jedenfalls keine gemeldet.

 

Erdbeben in Ecuador

Am 20. Dezember 2016 ereignete sich in Ecuador ein Erdbeben mit der Magnitude (Momenten-Magnitude) von 5,4, dessen Epizentrum im Nordwesten des Landes direkt an der Pazifikküste lag. 18 Kilometer entfernt befindet sich die Stadt Esmeraldas, auch Atacames ist nur 12 Kilometer entfernt.

In Papua-Neuguinea war erst vor zwei Tagen mit 7,9 ein sehr starkes Erdbeben erfolgt, Schäden wurden aber nicht gemeldet. Diesmal gab es ein auch starkes, aber nicht so extrem starkes Beben mit 5,4 und es sind zumindest drei Todesopfer zu beklagen und dutzende Menschen wurden verletzt. Der Grund für den scheinbaren Widerspruch liegt in der Herdtiefe.

Während das Beben in Ozeanien in mehr als 100 Kilometer Tiefe entstanden war, war jenes in Ecuador nur in zehn Kilometer Tiefe ausgelöst worden und damit war es viel näher an der Erdoberfläche, weshalb die Auswirkungen sich auch viel stärker gezeigt haben. Häuser sind stark beschädigt worden, Fasaden abgebröckelt, zum Teil das Mauerwerk so in Mitleidenschaft gezogen, dass Balkone abgestürzt sind.

Nach ersten Informationen haben etwa 700 Familien ihre Häuser verlassen müssen, die genaue Zahl der Verletzten und Toten wird vielleicht noch steigen. Die Katastrophenschutzbehörde in Ecuador meldete vorerst drei tote Menschen und 47 Verletzte. Ursprünglich war von einer Magnitude von 5,7 ausgegangen worden, dieser Wert wurde auf 5,4 korrigiert.

Erdbeben sind in Ecuador natürlich nichts Neues, weil durch den pazifischen Feuerring und die Erdplatten ständig Bewegungen erfolgen. Kräftige Erdbeben um 5,0 oder darüber sind daher in dem südamerikanischen Land an der Westgrenze zum Pazifik häufiger anzutreffen. Opfer gibt es nicht immer, weil es auch Regionen mit dünner Besiedelung direkt in den Anden gibt, aber in Stadtnähe gibt es auch immer wieder Katastrophen wie im April 2016, als bei einem sehr kräftigen Beben mit 7,8 fast 700 Menschen getötet wurden.

 

Erdbeben vor Süd-Chile mit 7,7

Die Reihe der kräftigen Erdbeben im Jahr 2016 ging auch über Weihnachten hinaus weiter. Am 25. Dezember 2016 ereignete sich vor Süd-Chile ein sehr starkes Beben mit einer Magnitude von 7,7 (Momenten-Magnitude), dessen Epizentrum auf der Insel Chiloe lag, die sich westlich von Chile im Süden des Landes befindet.

Starkes Erdbeben, aber kein Tsunami

Das Beben führte zu einer Tsunami-Warnung und man fürchtete schon hohe Wellen, die noch viel mehr Schaden anrichten hätten können, aber die Warnung konnte schon bald zurückgenommen werden. Das Erdbeben war über weite Bereiche spürbar und im Gegensatz zum zuletzt so kräftigen Beben vor Papua-Neuguinea nicht in 100 km Tiefe entstanden, sondern in einer Herdtiefe von nur 15 Kilometer, womit das Schadensausmaß deutlich höher ausfallen kann.

Im konkreten Fall wurden Schäden an Häuser und Straßen gemeldet, aber Menschen wurden nicht verletzt oder getötet. Vor allem die Straßenverbindungen waren durch aufgebrochene Straßenstücke in Mitleidenschaft gezogen und es gab viele Nachbeben, die gleichfalls eine hohe Magnitude aufwiesen. Das stärkste Nachbeben erreichte eine Magnitude von 5,2 und ließ die Erde erneut deutlich spürbar beben.

Erdbeben in Chile und den vorgelagerten Inseln sind keine Seltenheit, weil sich gerade im westlichen Südamerika die Erdplatten untereinander schieben und entsprechende Spannungen aufbauen. Jedes Jahr bewegen sich die Platten aufeinander zu und wenn die Spannungen zu hoch werden, entlädt sich die aufgestaute Energie in Form von Erdbeben, zum Teil auch durch Vulkanausbrüche. So ist es auch keine Überraschung, dass Chile mit die stärksten Erdbeben der Erde erlebt hatte, zuletzt 2010 mit einer Magnitude von 8,8.

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