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Erdbeben in Österreich im Jahr 2016

Welche Erdbeben gab es im Jahr 2016?

Jedes Jahr finden in Österreich zwischen 25 und 50 Erdbeben statt, die aber meist als leichte Erdbeben zu definieren sind und eine Magnitude unter 3,0 aufweisen. Manche Erdbeben gehen darüber hinaus, selten finden Erdbeben im österreichischen Bundesgebiet statt, die eine Stärke von 4,0 oder stärker aufweisen.

Erdbeben sind aber nicht auf Nationalgrenzen beschränkt. Ein heftiges Erdbeben in Japan wird auch in Österreich gespürt, weil sich die Wellen fortpflanzen können. Allerdings ist es dann für die Menschen nicht wahrnehmbar, aber die Messgeräte können die Mikrostöße sehr wohl aufzeichnen. Deutlicher spüren die Menschen Erdstöße, die in der Nähe stattfinden, zum Beispiel in Norditalien oder Slowenien. Starke Beben können sich dann anfühlen, als wären sie in Österreich selbst entstanden.

Auf dieser Seite finden Sie die Liste der Erdbeben im Jahr 2016. Eingetragen sind jene Erdbeben, die zumindest eine Magnitude von 2,0 aufgewiesen haben.

Inhalt


Details zu stärkeren Erdbeben 2016

 

Ein Erdbeben melden

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Wiener Hohen Warte erfasst österreichweit die Erdbeben und arbeitet auch mit den internationalen Netzwerken zusammen, um weltweit die Erdbewegungen erfassen zu können. Um genaue Informationen auch von den Reaktionen erhalten zu können, bittet die ZAMG im Falle einer Erdbebenbeobachtung um eine entsprechende Information.

Die Beobachtungen können direkt im Internet mittels Erdbebenformular auf der nachstehenden Homepage eingetragen und übermittelt werden oder auf dem Wege der Post an folgende Adresse (Porto zahlt Empfänger) geschickt werden:

Österreichischer Erdbebendienst Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Hohe Warte 38 Postfach 342 A-1190 Wien. Alternativ kann die Mitteilung per Fax erfolgen. Die Fax-Nummer lautet: +43-1-36 866 21.

Ebenfalls möglich ist das Ausfüllen der Bebenmeldung auf der Webseite der ZAMG unter dem nachstehenden Link.

http://www.zamg.ac.at/bebenmeldung/

Aufstellung der Erdbeben in Österreich im Jahr 2016

Zuerst steht das Datum, dann die Magnitude und dann das Gebiet.

09.01.2016 3,0 Bad Goisern (Steiermark)
15.01.2016 3,1 Fulpmes (Tirol)
31.01.2016 3,6 Zürs (Vorarlberg)

06.02.2016 2,5 Zürs (Vorarlberg)
17.02.2016 3,1 Zürs (Vorarlberg)
24.02.2016 2,0 Ebreichsdorf (Niederösterreich)
26.02.2016 2,4 Ehrwald (Tirol)
27.02.2016 2,2 Hallstatt (Oberösterreich)

13.03.2016 2,0 Admont (Steiermark)
13.03.2016 2,5 Zürs (Vorarlberg)
24.03.2016 2,9 Obergurgl (Tirol)
26.03.2016 2,1 Nauders (Tirol)

02.04.2016 2,7 Nauders (Tirol)
03.04.2016 2,2 Ehrwald (Tirol)
09.04.2016 2,4 Imst (Tirol)
09.04.2016 2,0 Imst (Tirol)
20.04.2016 2,7 Obertilliach (Tirol/Osttirol)
25.04.2016 4,2 Alland (Niederösterreich)
26.04.2016 2,2 Alland (Niederösterreich)

05.05.2016 2,2 Obergurgl (Tirol)
10.05.2016 2,2 Alland (Niederösterreich)
10.05.2016 2,7 Alland (Niederösterreich)
17.05.2016 2,3 Unzmarkt (Steiermark)
20.05.2016 2,9 Werfen (Salzburg)
20.05.2016 2,2 Werfen (Salzburg)
23.05.2016 2,5 Schottwien (Niederösterreich)

06.06.2016 2,3 St. Johann in Tirol (Tirol)
11.06.2016 2,1 Wörgl (Tirol)
13.06.2016 2,3 Loiblpass (Kärnten)

22.07.2016 3,3 Seefeld (Tirol)
22.07.2016 2,1 Seefeld (Tirol)
25.07.2016 3,6 Seefeld (Tirol)
29.07.2016 2,2 Innsbruck (Tirol)
30.07.2016 2,9 Schwaz (Tirol)

12.08.2016 2,2 Neunkirchen (Niederösterreich)
12.08.2016 2,1 Sölkpass (Steiermark)
13.08.2016 2,3 Neunkirchen (Niederösterreich)
26.08.2016 2,9 Mürzzuschlag (Steiermark)
28.08.2016 2,5 Kindberg (Steiermark)

16.09.2016 2,8 Schwaz (Tirol)
28.09.2016 2,1 Damüls (Vorarlberg)

05.10.2016 2,6 Fulpmes (Tirol)
07.10.2016 2,0 Reutte (Tirol)
08.10.2016 2,0 Schwaz (Tirol)

01.11.2016 2,0 Unzmarkt (Steiermark)
14.11.2016 2,5 Neusiedl am See (Burgenland)

25.12.2016 2,4 Windischgarsten (Oberösterreich)
28.12.2016 2,2 Radstadt (Salzburg)
29.12.2016 2,6 Neunkirchen (Niederösterreich)

Erdbeben in Fulpmes am 15. Jänner 2016

Fulpmes befindet sich südlich von Innsbruck in Tirol und in unmittelbarer Nähe auf vier Kilometer Entfernung ereignete sich dort am 15. Jänner 2016 um 21.43 Uhr ein leichtes Erdbeben mit einer Magnitude von 3,1 bei einer Herdtiefe von neun Kilometer. Das Erdbeben wurde von vielen Menschen in der näheren Umgebung deutlich wahrgenommen, war aber auch bis Telfs und Wattens und bis zum Brenner gespürt worden.

Kleinere Nachbeben könnten in den nächsten Stunden noch auftreten, große Erschütterungen sind nicht zu erwarten. Mit einer Magnitude über 3,0 war dies ein für Österreich stärkeres Erdbeben, das ab und an auftritt und es war das zweite dieser Stärke im neuen Jahr 2016, nachdem es im Jahr 2015 kaum kräftigere Erdstöße gab. Bei einer solchen Magnitude sind Schäden an Gebäuden eher selten, wenngleich nicht ganz ausgeschlossen.

Erdbeben bei Zürs am 31. Jänner 2016

Am Sonntag, den 31. Jänner 2016, ereignete sich um 23:43 Uhr ein Erdbeben mit der für Österreich doch eher starken Magnitude von 3,6, das von den Menschen deutlich gespürt werden konnte. Das Epizentrum lag südsüdwestlich von Zürs und Lech in Vorarlberg in der Nähe von Klösterle, östlich von Bludenz.

Die Erdstöße konnten aber auch im Raum Feldkirch deutlich wahrgenommen werden. Mit einer Magnitude von über 3,0 kann man in Österreich schon von einem auffälligeren und stärkeren Erdbeben sprechen, auch wenn Schäden praktisch ausgeschlossen sind. Ein Erdbeben wie dieses mit 3,6 ist daher schon eines der kräftigeren, bei dem aber trotzdem Schäden an Häuser sehr unwahrscheinlich sind. Aber restlos ausgeschlossen sind solche Folgen auch nicht.

Erdbeben bei Zürs am 17. Februar 2016

Am 31. Jänner 2016 bebte die Erde bei Zürs und Klösterle in Vorarlberg mit einer Magnitude von 3,6, was deutlich von den Menschen gespürt werden konnte. Schäden traten aber bei dieser Erdbebenstärke nicht auf. Es folgte am 6. Februar ein weiteres Erdbeben mit 2,5 und am gestrigen Abend, dem 17. Februar 2016, ereignete sich um 21:17 bereits das dritte Erdbeben in diesem Einzugsbereich mit einer Magnitude von 3,1.

Auch dieses dritte Erdbeben wurde von den Menschen deutlich gespürt und es gab zahlreiche Meldungen über Wahrnehmungen. Schäden sind wieder auszuschließen, doch die Erdstöße waren trotzdem bis Bludenz und Landeck zu spüren.

Erdbeben bei Alland am 25. April 2016

Die Erde bebt auch in Österreich regelmäßig, aber die meisten Erdstöße sind kaum wahrzunehmen. Erdbeben mit einer Magnitude über 3,0 sind selten, über 4,0 kommen sie nur vereinzelt vor und sind dann schon ein großes Thema, weil man sie nicht gewohnt ist. Und so ein Erdbeben entstand am 25. April 2016 um 12.28 Uhr bei Alland im südwestlichen Niederösterreich bzw. im Bereich Baden mit einer Magnitude von 4,1. Die Herdtiefe lag nur bei 9 Kilometer laut der ZAMG, weshalb sich das Erdbeben noch stärker anfühlte, als es war.

Ein solches Erdbeben ist schon deutlich spürbar und kann auch vereinzelt Schäden wie Risse an Gebäuden entstehen lassen. Die Erdstöße waren im Umkreis von 30 Kilometer deutlich wahrzunehmen und waren bis nach Wien spürbar. Am Tag davor gab es im Bereich Baden bereits zwei leichte Erdbeben, die wohl das kräftige angekündigt haben. Ein Nachbeben war auch schon gemessen worden.

Erdbeben bei Alland am 10. Mai 2016

Bei Alland westlich von Baden ereignete sich am 25. April 2016 ein für österreichische Verhältnisse kräftiges Erdbeben mit einer Magnitude von 4,1. Seither gibt es zahlreiche Erdstöße, die sich aber meist nur rund um eine Magnitude von 1,0 herum bewegt haben und praktisch nicht zu spüren sind. Am 10. Mai 2016 gab es aber wieder kräftigere Erdbewegungen, denn binnen von elf Minuten gab es um 7:41 Uhr und 7:52 Uhr Erdbeben mit einer Magnitude von 2,2 und 2,7.

Auffällig dabei war, dass sie sehr bodennah entstanden sind. Das erste Erdbeben hatte eine Herdtiefe von nur acht Kilometer, das zweite von zehn Kilometer und damit waren die Erdbewegungen deutlicher zu spüren als bei einem kräftigeren Erdbeben in großer Tiefe. Schäden sind aber nicht zu erwarten, dennoch zeigt sich, dass die Region weiterhin in Bewegung ist. Das starke Erdbeben vom April war die Spitze der Erdverschiebungen, weitere Beben können durchaus noch auftreten.

Erdbeben bei Werfen am 20. Mai 2016

Am 20. Mai 2016 ereignete sich um 15:14 Uhr ein leichtes Erdbeben im Bundesland Salzburg, dessen Epizentrum fünf Kilometer nordöstlich von Werfen entstanden war. Die Magnitude von 2,9 dokumentiert, dass es ein spürbares, aber doch ein leichtes Erdbeben war, allerdings war in diesem Fall die Herdtiefe interessant.

Denn das Erdbeben fand nach den Aufzeichnungen der ZAMG in einer Herdtiefe von nur vier Kilometer statt. Und je näher ein Erdbeben der Oberfläche zugewandt ist, umso stärker kann man es auch spüren und umso größer sind auch die Schäden, die dadurch entstehen können. In diesem Fall ist das Beben in den Bergen entstanden und war wohl im näheren Umkreis deutlich zu spüren, Schäden sind aber bei dieser Magnitude kaum anzunehmen. Restlos ausschließen kann man sie aber auch nicht. Neben diesem Beben gab es noch zwei leichte Nachbeben eine halbe Stunde später mit 2,2 und 1,9.

Erdbeben bei Seefeld am 22. Juli 2016

Am 22. Juli 2016 ereigneten sich von 12.00 Uhr bis etwa 14.00 Uhr nur einen Kilometer westlich von Seefeld in Tirol mehrere Erdbeben, wobei der kräftigste Erdstoß eine Magnitude von 3,3 aufwies. Das ist für Österreich schon ein kräftigeres Erdbeben, das aber verschiedene Erdstöße ausgelöst hatte, die mit 1,8 bis 3,0 verschiedene Stärken aufgewiesen haben. Insgesamt wurden mehr als 100 Beben festgestellt, wobei die meisten aber kaum wahrgenommen werden können. Aber es gab zwei Erdstöße von mindestens 3,0 (3,0 und 3,3) und weitere über 2,0 Magnitude nach der Richter-Skala.

Mit dem Epizentrum nur einen Kilometer westlich von Seefeld und einer Herdtiefe von 12 Kilometer war das Beben im Umfeld deutlich zu spüren und in der ZAMG gingen bereits ein paar Dutzend Erdbebenmeldungen ein. Weitere Erdstöße sind durchaus denkbar, denn fast zwei Stunden bereits ist das Erdreich in Bewegung. Schäden sind bei einer Stärke um 3,0 nicht zu erwarten, aber auch nicht restlos ausgeschlossen.

Erdbeben bei Seefeld am 25. Juli 2016

Am Freitag, den 22. Juli 2016 gab es eine ganze Erdbebenserie unweit von Seefeld in Tirol mit der stärksten Magnitude von 3,3 und zahlreichen weiteren von 1,0 bis 3,0. Solche Erdbebenserien sind in Österreich selten und kommen alle paar Jahre vor und es war davon auszugehen, dass weitere Erdstöße möglich sind.

Und diese Vermutung bewahrheitete sich vor allem am heutigen Montag, den 25. Juli 2016. Denn drei Tage nach der Serie gab es um 14:05 Uhr ein weiteres kräftiges Erdbeben mit einer Magnitude von 3,6, dessen Epizentrum wieder nur einen Kilometer von Seefeld entfernt war. Die Herdtiefe war mit zehn Kilometer sogar noch geringer als am Freitag und das Erdbeben war daher auch kräftig zu spüren. Schäden sind zwar bei dieser Magnitude nicht anzunehmen, aber auch nicht völlig auszuschließen.

Erdbeben bei Schwaz am 30. Juli 2016

Im Bundesland Tirol bebte die Erde in den letzten Tagen des Juli 2016 vielfach. Es gab eine ungewöhnliche Erdbebenserie bei Seefeld und nachfolgend weitere Erdstöße, bei Innsbruck am 29. Juli auch ein leichtes Erdbeben und nur einen Tag später, am 30. Juli 2016 um 22:40 Uhr ein leichtes Erdbeben mit einer Magnitude von 2,9, das sich südlich von Schwaz sowie östlich von Innsbruck entwickelt hatte.

Das Epizentrum befand sich 8 km südsüdöstlich von Schwaz oder auch 31 km östlich von Innsbruck und hatte eine Herdtiefe von 11 km. Es wurde im Umkreis zum Teil schwach, zum Teil deutlicher gespürt, wobei Schäden bei dieser Magnitude fast ausgeschlossen sind. Trotzdem gab es erste Berichte über klirrende Gläser und deutliche Wahrnehmungen.

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