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Aus für Fahren mit Licht angekündigt

Lichtfahren erhöht nicht die Sicherheit

Seit bald zwei Jahren wird wegen Fahren mit Licht in Österreich heftig diskutiert, teilweise sogar gestritten. Es war sehr teuer, wenn man ohne Licht gefahren ist, weil man eine Strafe aufgebrummt bekam und die Autofahrerklubs haben zudem argumentiert, dass die Mehrkosten für Autobatterie und weitere Zubehörteile steigen würden, wenn man den ganzen Tag mit Licht fahren muss.

Die österreichische Bundesregierung hat aber die Maßnahme verteidigt, weil die Sicherheit erhöht werden würde. Dem widerspricht die aktuelle Unfallstatistik des ersten Halbjahres, auch wenn der milde Winter wohl auch seine Teilschuld daran hatte.

Im Hochsommer 2007, also im Juli und August, wurden zwei Studien durchgeführt, die nun Fakten zutage brachten, die viele AutofahrerInnen schon lange erwähnt hatten. Denn es stellte sich bei der Untersuchung, um wie viel sicherer die Straßen durch Fahren mit Licht sind, heraus, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Denn die Idee, dass man leichter und besser gesehen wird, gilt wenn überhaupt für die Autos, die Motorradfahrer werden schlechter gesehen und die Fußgänger erst recht.

Die Studien haben dokumentiert, dass durch das Lichtfahren die Sicherheit sogar mehr gefährdet wird, weil die FahrzeuglenkerInnen abgelenkt sind. Als Folge kann es passieren, dass man Fußgänger leichter übersieht. Würden die Fahrzeuge ohne Licht fahren, wäre diese Gefahr nicht so hoch.

Seit 2008 keine Pflicht in Österreich

Deshalb gilt in Österreich seit dem 1. Jänner 2008 keine Verpflichtung mehr für Licht am Tag. Wer weiterhin mit Licht am Tag fahren möchte, kann das gerne tun, man muss das Licht aber nicht einschalten, wenn es hell genug ist.

Die Beobachtung auf Österreichs Straßen zeigt aber, dass trotz der heftigen Diskussionen um die Verpflichtung weiterhin sehr viele AutofahrerInnen mit Licht am Tag unterwegs sind. Das ist zum einen sicherlich auch eine Konsequenz aus der Gewohnheit, weil man nun mehr als ein Jahr verpflichtend das Licht aufgedreht hat, zum anderen gibt es weiterhin Organisationen, die Licht am Tag empfehlen.

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