Sie sind hier: Startseite -> Sport -> Radrennen A-Z -> Radsport-ABC -> Einzelzeitfahren

Einzelzeitfahren im Radsport

Einzelzeitfahren: Kampf gegen die Uhr

Im Rahmen von Rundfahrten gibt es in den meisten Fällen ein Einzelzeitfahren, bei großen Rundfahrten sogar mehr als eines. Rundfahrten im Radsport, die über eine Woche andauern wie die Tour de Suisse oder die Österreich Radrundfahrt haben ein solches Kriterium im Programm, manchmal auch ein zweites in Form eines Prologs, während beim Giro d´Italia, bei der Vuelta oder der Tour de France manchmal bis zu drei solcher Zeitfahren veranstaltet werden können.

Zeitfahren im Straßenradsport

Im Gegensatz zum normalen Prozedere eines Straßenrennens oder einer Etappe als Teilstück einer Rundfahrt fährt der Radprofi beim Einzelzeitfahren gegen die Uhr und alleine. Das bedeutet, dass er keine Helfer zur Verfügung hat, wenn ihm die Kraft ausgeht und er darf auch keine Hilfe in Anspruch nehmen, wenn er überholt wird. Eine Sonderform ist der Prolog, der am Beginn einer Rundfahrt durchgeführt wird und bei dem die Reihenfolge der Starter nach Teamsystem aufgeteilt wird. Das bedeutet, dass alle Fahrer eines Teams in Gruppen eingeteilt werden, sodass in jeder Gruppe jeweils ein Fahrer pro Team am Start geht, bevor die nächste Gruppe an der Reihe ist.

Beim regulären Einzelzeitfahren im Rahmen einer Rundfahrt wird hingegen nach der Reihung der Gesamtwertung gestartet, sodass der Gesamtführende als letzter Teilnehmer das Rennen aufnimmt. Die Strecke ist allen bekannt und für alle Teilnehmer gleich lang und zwischen den Startern gibt es einen Startintervall, der bei den besten auch größer gestaltet sein kann, zum Beispiel zwei oder drei Minuten Abstand, sodass ein Überholmanöver eher selten der Fall ist.

Ist ein Fahrer deutlich schneller als der andere und es kommt zum Überholmanöver, dann darf der überholte Radprofi nicht im Windschatten des schnelleren Konkurrenten fahren, sondern muss einen seitlichen Abstand halten, sonst gibt es eine Zeit- und/oder Geldstrafe.

Bergzeitfahren als Einzelzeitfahren

Eine weitere Sonderform des Einzelzeitfahrens ist das Bergzeitfahren, bei dem ein beachtlicher Anstieg zu bewältigen ist. Auch hier ist die Zeit der wesentliche Faktor. Generell gilt für das Einzelzeitfahren, dass es auf der Strecke und natürlich im Ziel Punkte für die Zeitnahme gibt, sodass man als Zuschauer via Fernsehen stets informiert ist, wie sich die Abstände verändern und wer besonders schnell und wer eher langsam unterwegs ist.

Das Einzelzeitfahren ist ein wesentliches Kriterium für die großen Rundfahrten, denn hier werden oft lange Zeitfahren mit Streckenlängen bis zu oder sogar über 50 Kilometer ausgetragen und Abstände zwischen den Klassementfahrern von bis zu drei Minuten sind keine Seltenheit. Ein Höhepunkt für die Zeitfahrspezialisten ist die Rad-Weltmeisterschaft, bei der auch um die Goldmedaille im Zeitfahren gefahren werden kann.

Zeitfahrmaschine als Grundlage

Damit man wirklich sehr schnell fahren kann, braucht es das dafür nötige Gerät. Im Falle des Straßenradsports ist dies die Zeitfahrmaschine, ein Rennrad, das für das Zeitfahren extra entwickelt wird. Es ist sehr windschlüpfrig, hat meist als Hinterrad ein Scheibenrad und bietet die Möglichkeit, besonders hohe Geschwindigkeiten zu fahren. Dazu wird auch die Ausrüstung angepasst wie ein Helm, der dem Wind weniger Widerstand bietet. All dies zusammen ergibt ein System, durch das Geschwindigkeiten um die 50 km/h auf der Ebene auch bei einem langen Zeitfahren möglich sind.

Wenn Dir der Artikel gefallen oder geholfen hat, teile ihn mit Freunden:

Kommentar schreiben




Spamschutz: bitte folgendes Wort in das nächste Feld eingeben: nospam

Bisherige Kommentare (0)

Seiten: