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Dateitypen oder Dateiformate

Untergliederung der Computer-Dateien nach Dateityp

Die große Zahl an Computerdateien braucht nicht nur eine systematische Anordnung, wie sie das Dateisystem im Rahmen des Betriebssystems anbietet, sondern auch einen Verwendungszweck, der sich je nach Datei und Anwendung unterscheidet. Das bedeutet, dass jede Datei nach Möglichkeit auch mit einem Programm verknüpft sein sollte, das diese Daten verarbeiten kann.

Ausgangspunkt: die Datei selbst

Eine Datei im Sinne eines Computersystems oder auch eines Systems für mobile Geräte wie die Smartphones besteht aus dem eigentlichen Dateinamen und der Dateierweiterung. Ein typischer Dateiname könnte daher

ich_hasse_montag.txt

sein, wobei ich_hasse_montag der eigentliche Name ist, der Punkt ist das Trennzeichen und txt ist die Erweiterung, die anzeigt, dass es sich dabei um eine Text-Datei handelt. Es hätte auch aus Word oder anderen Textverarbeitungsprogrammen heraus ein .doc sein können.

Erweiterung = Erkennung des Dateityps

Damit ist die Grundlage für den Begriff Dateityp auch schon geschaffen. Mit Dateityp ist ein Begriff aufgebaut worden, der sich auf die Art der Datei bezieht. Ob man nun in dem Text über die Regierung klagt, sich für das schöne Wetter bedankt oder einen Kostenvoranschlag geschrieben hat, ist unwesentlich. Entscheidend ist, dass diese Datei eine Textdatei ist. Diese Information ist wesentlich, weil damit ist klar, welches Programm in der Lage ist, mit diesem Dateityp klar zu kommen. Ein Videoprogramm wird kaum diese Datei öffnen können, umgekehrt wird man ein Video nicht mit einem Editor öffnen können.

Im Rahmen des Betriebssystems kann festgelegt werden, welcher Dateityp von welchem Programm geöffnet werden soll. Es kann sein, dass man bestimmte Grafikdateien von bestimmten Programmen öffnen möchte und andere von anderen Programmen, meist hat man aber eine Hand voll Standardanwendungen, die für die Steuerung der Dateien genutzt werden. Dazu zählen Textverarbeitung, Packer, Tabellenkalkulation, Browser und Grafikprogramme sowie Player für Musik und Video.

Mit der Endung der Datei wird klar, was benötigt wird. Man muss nicht ein Programm laden, um dann eine Datei öffnen zu können, sondern kann in der Dateiverwaltung zum Beispiel mit einem Dateimanager eine Datei direkt anklicken, um sie mit dem voreingestellten Programm öffnen zu können. Der Dateityp liefert dem Betriebssystem die Information, wer zuständig ist und ruft das Anwendungsprogramm sofort auf.

Ausnahmen von der Regel: *.exe und unbekannt

Es gibt von dieser Überlegung heraus zwei Ausnahmen. Die eine Ausnahme sind selbst aufrufbare Dateien, die durch die Kennung exe als solche erkennbar sind. Das sind selbst ausführbare Programme, zum Beispiel spiel.exe würde selbst starten können und braucht kein Anwendungsprogramm. Und es gibt immer wieder neue Dateitypen, die im Betriebssystem noch nicht festgelegt wurden. Wenn man eine solche Datei aufruft, fragt das Betriebssystem nach, was man denn damit machen möchte oder genauer: welches Programm die Datei öffnen soll.

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