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Microsoft Windows 95 und sein Erfolg auf PC-Ebene

Erfolgreiches Produkt und der Weg zum Monopol

Mit Windows 95 begann Microsoft so richtig den Markt zu beherrschen. Zu diesem Zeitpunkt waren MS-DOS-Programme noch sehr verbreitet, IBM hatte sein OS/2-Betriebssystem auf dem Markt, das technisch schon viel weiter war, als Windows 3.1 und auch der Macintosh konnte viel mehr mit seinem Betriebssystem. Doch trotz der Überlegenheit in technischer Hinsicht, konnte der Computerriese IBM sich gegen Microsoft nicht durchsetzen. Und das hatte seinen Hauptgrund wohl in Windows 95.

Das ursprünglich als Windows 4.0 erwartete Betriebssystem kam 1995 auf den Markt, woher auch der Name Windows 95 stammt. Es hatte viele Kompromisse zu bewältigen, denn einerseits war man technisch auf einem eigenen Betriebsstandard umgeschwenkt und andererseits wollte man den Computernutzern die Möglichkeit bieten, die alten MS-DOS-Programme zu nützen. Windows 95 konnte beides und war eine starke Erweiterung von Windows 3.1

Mit Windows 95 gab es einen verbesserten Sound, eine besser unterstützte Grafik und vor allem ein Dateisystem, das 255 Zeichen bei den Dateinamen ermöglichte. Bisher waren nur die MS-DOS Spielregeln möglich gewesen, die Dateinamen nur bis zu einer Länge von acht Zeichen zugelassen haben.

Windows 95 sorgte mit seiner spielerischen Arbeitsoberfläche und den neuen Programmen sowie dem ersten echten Multitasking (Windows 3.1 hatte noch keines) für große Begeisterung, auch wenn das Betriebssystem gerne zwickte und abstürzte. Multitasking bedeutete, dass der Computer verschiedene Aufgaben scheinbar gleichzeitig bewältigen konnte. Man musste nicht eine Aufgabe abwarten, um eine weitere zu starten. Es gab erstmals Spiele, die rein für die Windows-Plattform programmiert wurden und Windows etablierte sich mit dieser Version zum Standard.

Gleichzeitig tat sich einiges in der Hardware-Abteilung. Denn mit einem x286er-Prozessor war Windows 95 kaum zum Laufen zu bringen. Optimal war schon ein x486er-Prozessor, damit die Arbeitsgeschwindigkeit annehmbar war.

Wesentlicher für Microsoft selbst war aber das Marketing. Es gelang, dafür zu sorgen, dass Windows bei vielen Computern schon vorinstalliert war. Diese sogenannten OEM-Versionen nahmen dem Käufer eines neuen Gerätes die Entscheidung ab, welches Betriebssystem (OS/2, Linux, Windows) man wählen sollte. Durch diesen Schachzug verbreitete sich Windows 95 sehr rasch und der Weg zum Monopol war frei. Bedenkt man den großen Bedarf an Computer für zu Hause und für die Unternehmen und ihre Büroausstattungen, dann kann man ermessen, wie schlau diese Methode war.

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