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Chartanalyse und Kursentwicklung

Auf Basis des Charts einen Börsenkurs hinterfragen

Ein beliebtes Messinstrument an der Börse ist der Chart. Bei dieser Grafik handelt es sich um eine bildliche Darstellung der Kursentwicklung, wobei es sich um einen Aktienindex wie den DAX, ATX oder Dow Jones Index ebenso handeln kann wie um den Aktienwert eines bestimmten Unternehmens, das an der Börse notiert ist. Auch Investmentfonds werden auf diese Weise grafisch dargestellt und das gilt auch für die anderen Werte wie Währungen und Rohstoffe.

Aus Chart wird Chartanalyse

Diese Grafik wird auch gerne für die Chartanalyse herangezogen. Dabei wird die Entwicklung des Kurses analysiert, um herauszufinden, wie sich der Kurs weiterentwickeln kann. Auf dem Chart sieht man in der vertikalen Skalierung die Kurswerte und in der horizontalen Skalierung den Zeitraum. Charts können unterschiedliche Zeiträume aufweisen - von 5 Tage bis zu 5 Jahre sind gängige Zeiträume vorstellbar. Meist wird aber ein Zeitraum von einem Jahr herangezogen, wenn man die letzten Entwicklungen genauer verfolgen will oder drei bis fünf Jahre, wenn man längerfristig den Kurs hinterfragen möchte.

Bei der Chartanalyse versucht man typische Merkmale herauszufiltern, die sich wiederholen können und dadurch Möglichkeiten bieten, um die weitere Kursentwicklung vorhersagen zu können. Worum es bei der Chartanalyse nicht geht, sind typische Faktoren des Unternehmens. Diese bleiben unangetastet, denn in der Analyse wird einzig und alleine die Kursentwicklung an der Börse als Kriterium herangezogen, um weitere Tendenzen ablesen zu können.

Chart ist nicht immer Unternehmen

Wie es um das Unternehmen insgesamt bestellt ist und ob neue Produkte auf den Markt kommen, Märkte sich ändern oder ähnliche Überlegungen - all diese Faktoren sind nicht Thema der Chartanalyse. Somit gibt es verschiedene Faktoren, die nicht berücksichtigt werden. Das beginnt bei der Wirtschaftsentwicklung der betroffenen Branche und endet bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens.

Eine Kritik an der Börse ist spätestens seit der globalen Finanz- und Immobilienkrise von 2007 bis 2009, dass die Börse kein Abbild mehr der tatsächlichen Wirtschaft ist. Die Börse sollte dazu da sein, dass man Anteile in Form von Aktien kauft und behält, um daran teilhaben zu können, wenn das Unternehmen Gewinne einfährt. Tatsächlich wird mit Spekulation eine Unsumme an Geld verschoben, sodass die Kontrolle kaum mehr möglich ist und auch gut funktionierende Unternehmen verlieren an Wert, weil die Konkurrenz an Wert verliert.

Mit der Chartanalyse kann man feststellen, dass es vor sieben Monaten einen Einbruch im Kurs gab, aber nicht warum. Ob das reine Zahlenspiel ausreicht, um seriöse Analysen durchzuführen, wird man im Einzelfall überdenken müssen.

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