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BZÖ - Bündnis Zukunft Österreichs

Überraschende Gründung

Nachdem im Jahre 2002 die FPÖ durch ihre internen Auseinandersetzungen praktisch alles, was man sich im Laufe der Jahre erkämpft hatte, verlor, wurde das Klima in der Partei immer angespannter. Sämtliche Wahlen gingen verloren, teilweise mussten dramatische Einbussen hingenommen werden.

Themen des BZÖ

Völlig überraschend präsentierte 2005 Jörg Haider mit seinem Team eine neue Partei, die sich aus der FPÖ heraus gegründet hat: das BZÖ, das Bündnis Zukunft Österreichs. Es sollte ein wirtschaftsliberales, soziales Programm sein, dass die Erfolge der FPÖ aus den früheren Jahren wieder einfahren sollte.

Aber die früheren Erfolge wollten sich nicht einstellen. Bei zahlreichen Landtagswahlen konnte man nicht in den Landtag einziehen. Erst 2008 stellte sich der Erfolg ein und das BZÖ konnte bei der Nationalratswahl sogar die Grünen überholen. Doch kurz darauf verstarb Dr. Jörg Haider bei einem Verkehrsunfall.

Entwicklung des BZÖ

Die noch junge Partei hatte mit Dr. Jörg Haider ein Zugpferd, das bei der Nationalratswahl 2008 zeigte, was möglich wäre. Man ging deutlich auf Distanz zur FPÖ, die sehr böse auf ihren ehemaligen Obmann war und die Auseinandersetzungen von Strache (FPÖ) und Haider (BZÖ) auch bei den TV-Duellen waren offensichtlich.

Nachdem Jörg Haider verstorben war, ging es mit dem BZÖ steil bergab und man änderte auch die Zielrichtung. Das BZÖ argumentierte zum Teil ähnlich der FPÖ gegen Ausländer, hatte aber mehr wirtschaftsbezogene Themen und zeigte anfangs einen moderateren Stil in der Kritik. Mit weniger Emotion und mehr Sachbezug versuchte man die Österreicherinnen und Österreicher vom Programm zu überzeugen. Allerdings war man damit keinesfalls erfolgreich und schwenkte immer mehr auch in die Richtung, gegen Ausländer aggressiver zu argumentieren. Die Hoffnung war damit verbunden, dass die Menschen eher dem BZÖ eine Stimme geben würden, wenn man deren Ängste anspricht.

Aber die Rechnung ging nicht auf. So erfolgreich es nach 2008 ausgesehen hatte, das BZÖ war politisch bald verschwunden und einige Mitstreiter waren eher durch Gerichtsverfahren im Sinne von Korruption aufgefallen, denn durch politische Arbeit. Damit war die FPÖ wieder auf weiter Flur jene Partei, die am stärksten mit dem Rechtspopulismus punkten konnte.

Soziale Medien

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