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Bundespräsidentschaftswahl 2016

Hofer vs. Van der Bellen in der Stichwahl

Am 24. April 2016 erfolgte der erste Wahlgang in Österreich, um zu ermitteln, wer neuer Bundespräsident oder vielleicht auch wer neue Bundespräsidentin werden sollte. Es standen eine Kandidatin und fünf Kandidaten zur Auswahl und entsprechend spannend wurde die Wahl eingestuft, zumal sie zum Zeitpunkt der Flüchtlingskrise von diesem Thema dominiert wurde. Aber auch die Themen, was man als Bundespräsident/in darf und was nicht, war ein zentrales Thema im Wahlkampf.

Die Umfragen sagten einen Dreikampf voraus, wobei Alexander Van der Bellen die besten Karten für Platz eins haben sollte, Norbert Hofer (FPÖ) und die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss würden um Platz zwei kämpfen, der für die Stichwahl wichtig wäre. Hingegen waren die Kandidaten der Regierungsparteien Andreas Khol (ÖVP) und Rudolf Hundstorfer (SPÖ) als klare Außenseiter eingestuft, Richard Lugner gab man keine Chancen.

Wie sich herausgestellt hatte, lagen die Umfragen aber völlig daneben.

FPÖ: klarer Sieg für Norbert Hofer

Nach Auszählung der meisten am Sonntag abgegebenen Stimmen ohne Berücksichtigung der Wahlkarten (Auszählung am Montag) hat Herr Hofer mehr als 35 % an Stimmen auf sich vereinen können und damit knapp mehr als die FPÖ seit Monaten bei den Umfragen aufweisen kann. Zufall ist das wohl keiner. Damit war Hofer nicht nur Erster, sondern auch klar Erster und der absolute Wahlsieger.

Alexander Van der Bellen in der Stichwahl

Spannend war es um Platz zwei, wie von den Umfragen vorhergesagt, aber eben nur ein Zweikampf und mit dem Favoriten Van der Bellen, der sich gegenüber Irmgard Griss mit über 21 % gegenüber 19 % durchsetzen konnte. Die Wahlkarten werden ein paar Prozentpunkte noch verschieben, aber traditionell haben die Grünen von den Wahlkarten stets profitieren können und auch das wird wohl auch für Van der Bellen so bleiben, daher ist er fix in der Stichwahl.

Regierung erlebt Debakel

Für manche nicht ganz überraschend waren die Umfragen in Sache SPÖ und ÖVP oder Rudolf Hundstorfer und Andreas Khol durchwegs korrekt. Sie waren Außenseiter und blieben es. Letztlich blieb Khol knapp über und Hundstorfer knapp unter 11 %, womit die Regierung insgesamt nur um die 22 % an Zustimmung erreicht hat - wenn man Person und Partei in einem Gedanken verbindet. Das ist nicht einmal ein Viertel der Stimmen und noch stärker ist die Aussage, dass die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss fast genauso viele Stimmen erhielt als die beiden Regierungsparteien zusammen, Alexander Van der Bellen hat ziemlich genau so viele Stimmen erhalten.

Interessant ist auch, dass die späteren Ergebnisse traditionell aus Wien stammen, wo die meisten Menschen leben und wählen und es zeigte sich, dass dann Alexander Van der Bellen sich von Irmgard Griss absetzen konnte - ein nicht überraschendes Faktum, weil die Grünen in Wien stark sind. Aber es zeigte sich auch, dass das rote Wien ein Problem hat, denn erst dann fiel Rudolf Hundstorfer hinter Andreas Khol zurück.

Richard Lugner über zwei Prozent

Chancenlos war Richard Lugner, der nur knapp über zwei Prozent der Stimmen erreichen konnte. Auch er war parteiunabhängig angetreten und hatte nicht die Mittel der großen Parteien, aber auch nicht den Zuspruch, wie ihn Irmgard Griss auf sich vereinen konnte.

Wie geht es weiter?

Am 22. Mai 2016 findet die Stichwahl zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen statt. Dieser Wahlgang wird ermitteln, wer neuer österreichischer Bundespräsident wird. Interessant bei so einer Konstellation ist immer, wie sich die Wählerinnen und Wähler der anderen Kandidaten sowie der Kandidatin entscheiden werden. Man kann davon ausgehen, dass die Hundstorfer-Wähler/innen Richtung Van der Bellen gehen werden, jene von Andreas Khol wohl Richtung Norbert Hofer. Die Stimmen von Richard Lugner lassen den Schluss zu, dass man sich wohl aufteilen wird, spannend wird, ob es eine Empfehlung von Irmgard Griss geben wird, die fast 20 % erreicht hatte. Diese Stimmen könnten wahlentscheidend werden.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 24. April 2016]

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Alexander Van der Bellen ist neuer Bundespräsident von Österreich nach dem knappen Sieg gegenüber Norbert Hofer.

Stichwahl aufgehoben

Die Stichwahl zum österreichischen Bundespräsidenten 2016 muss nach Urteil des Verfassungsgerichtshofes wiederholt werden.

Van der Bellen siegt wieder

Die Wiederholung der Stichwahl zum Österreichischen Bundespräsidenten 2016 ergab das gleiche Ergebnis - Alexander Van der Bellen gewinnt erneut.

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