Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Börsenlexikon -> Zwischengewinn

Zwischengewinn und Investmentfonds

Vorzeitiges Abschöpfen des Kursgewinns

Gerade im Bereich des erzielten Gewinns gibt es eine Fülle an Bezeichnungen, von denen Laien viele gar nicht bekannt sind. Ein solches Beispiel soll hier besprochen werden und bezieht sich auf die Bezeichnung des Zwischengewinns.

Definition Zwischengewinn beim Investmentfonds

Ein Zwischengewinn liegt dann vor, wenn man sein Kapital in Anteile eines Investmentfonds angelegt hat und diese Anteile vorzeitig verkauft. Der Normalfall ist bekanntlich der, dass man seine Anteile behält und wie angekündigt, je nach Form des Investmentfonds, seine Dividenden für den Gewinn erhält, wodurch der Profit für die Anlage entsteht. Voraussetzung ist natürlich, dass es überhaupt eine positive Entwicklung des Fonds gibt.

Nun kann es aber vorkommen, dass durch eine positive Wirtschaftsphase, vielleicht sogar durch einen Boom an der Börse, durch ein glückliches Händchen der Fondsmanager oder andere positive Effekte der Kurs des Investmentfonds sehr stark angestiegen ist. Handelt es sich um einen Investmentfonds, bei dem man seine Anteile jederzeit am freien Markt kaufen oder verkaufen kann, so besteht die Möglichkeit, diese Situation auszunutzen.

Oft ist es aber gar nicht so, dass man das will, weil man an den Dividenden, also an der regulären nächsten Ausschüttung beteiligt sein will, doch man braucht dringend Geld, weil andere finanzielle Überlegungen nicht gelungen sind. Auch dann, wenn es technisch möglich ist, wird man die Anteile frühzeitig verkaufen wollen oder müssen.

Gewinn durch positive Kursentwicklung

In beiden Fällen profitiert man vom aktuell hohen Gewinn in Relation zu den Anschaffungskosten der Anteile. Der Profit, der dadurch eingefahren werden kann, wird eben Zwischengewinn bezeichnet. Die Bezeichnung Zwischengewinn ist vermutlich dadurch entstanden, dass der Gewinn zwischen zwei Ausschüttungen entsteht, also innerhalb einer Beobachtungsperiode des Fondsmanagements, das bei der Ausschüttung einen Vergleich zur letzten Ausschüttung und dem damaligen Kurs herstellt.

Das Ziel des Investmentfonds ist es aber, sein Geld ertragreich anzulegen. Wenn nun der Kurs sehr weit nach oben gegangen ist, hat man sein Ziel erreicht und es wäre fahrlässig, das Geld nicht herauszulösen und vielleicht eine ähnliche Anlageform zu wählen. Weil nämlich die Chance, dass der Kurs noch weiter steigt, nicht immer gegeben ist. Und wenn man abwartet, dass der Kurs wieder fällt, dann hat man eine große Möglichkeit verpasst, den Gewinn einzufahren.

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Ebenfalls interessant:

BRIC-Staaten
BRIC-Staaten ist ein Ausdruck an der Börse im Zusammenhang mit dem Investieren in Aktien und bezieht sich auf die Schwellenländer.

IPO
IPO ist die Abkürzung für Initial Public Offering oder zu deutsch dem Börsengang und bezieht sich auf den ersten Aktientag an der Börse.

Terminbörse
Die Terminbörse ist jene Form von Börse, die für die Termingeschäfte eingerichtet wurde und somit als eigene Form entstanden ist.

Investmentfonds als Anlage
Der Investmentfonds als Anlageform an der Börse bietet sich an mit den unterschiedlichsten Kombinationen und Risikovarianten, um Geld zu veranlagen.

Aufgeld / Aufschlag / Agio
Als Aufgeld oder auch Aufschlag oder Agio bezeichnet man Mehrkosten beim Investieren von Finanzprodukte wie zum Beispiel Optionsscheine oder Investmentfonds.

MACD
MACD (Moving Average Convergence-Divergence) ist eine Analysemethode für Aktien und bietet einen Trend beim Handel.

ATX
Der ATX ist der Aktienindex der Wiener Börse und damit der wichtigste Aktienindex im österreichischen Börsenhandel mit den umsatzstärksten Unternehmen.

Bärenmarkt
Der Bärenmarkt ist an der Börse dann gegeben, wenn die Kurse zu fallen beginnen und man seine Anteile und Wertpapiere eher verkaufen sollte.

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Börsenlexikon

Startseite Wirtschaft