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Schwere Aktie

Sehr hoher Aktienwert und damit hohe Kosten

Die Aktien gibt es in so großer Zahl, dass zusätzliche Begriffe eingeführt wurden, um diese zu untergliedern und für mehr Übersicht zu sorgen. Manche Begriffe beziehen sich wirklich auf die Untergliederung wie etwa Aktien in Sachen Rohstoffe oder aus Südamerika, andere Begriffe umschreiben die Marktsituation rund um die Aktie oder einer bestimmten Aktie selbst. Einer dieser Begriffe ist die schwere Aktie, die sich nicht auf das Gewicht des Wertpapiers bezieht, sondern auf seinen Wert oder genau genommen auf den Preis, den man als Anlegerin oder Anleger zahlen müsste, um sie zu besitzen.

Was versteht man unter einer schweren Aktie?

Der Hintergrund der schweren Aktie ist ein hoher Preis ergo auch ein hoher Wert, den die Aktie repräsentiert. Häufig sind es Aktien, die schon sehr lange an der Börse gehandelt werden und dementsprechend lang wurde der Preis nach oben getrieben. Selbst in Krisenzeiten sind sie nicht so günstig zu haben wie Aktien vieler anderer Gesellschaften. Der Begriff der schweren Aktie ist dabei oft überschneidend mit anderen Begriffen wie den Blue Chips, weil die großen Unternehmen häufig auch hohe Aktienwerte aufweisen. Auch Langläufer als Aktien, die schon zumindest 15 Jahre am Markt gehandelt werden, könnten schwere Aktien sein.

Schwere Aktie an der Börse

Börsenlexikon schwere AktieWenn eine Aktie pro Stück 50 Euro kostet und andere Aktien um 5,50 zu haben sind, dann erkennt man schon einen erheblichen Unterschied im Preis pro einzelner Aktie, was an der Börse bedeutet, dass eine Anlegerin oder ein Anleger viel tiefer in die Tasche greifen muss, um ein solches Wertpapier besitzen zu können. Das heißt aber auch, dass man viel mehr Geld besitzen muss, um zum Beispiel ein ganzes Aktienpaket einer solch teuren ergo schweren Aktie erwerben zu können. Daher ist der Preis eine Hemmschwelle für die Anschaffung, weil mit weit weniger Geld kann man Aktienpakete günstigerer Aktien erwerben.

ABER: Die schwere Aktie repräsentiert nicht nur einen hohen Preis, sondern auch Verlässlichkeit. Zum Spaß ist der Preis der Aktie nicht so stark angestiegen und damit stellt sie einen Wert dar, der für Anlegerinnen und Anleger sehr interessant ist. Denn diese Aktien sind in der Regel schon lange gehandelt worden und es gibt eine Stabilität in seinem Portfolio. Das heißt, dass diese Aktien normalerweise auch dazu beitragen können, dass man bei einer guten Streuung seines Geldes eine gewisse Sicherheit erhält. Immerhin kann man auf Grafiken wie Charts zurückgreifen, die schon über Jahre aufgebaut wurden. Große Unternehmen wie etwa die Automobilbranche oder Großbanken sind häufig Unternehmen mit schweren Aktien, weil über die Jahre und Jahrzehnte der Kurswert gestiegen ist. Rückfälle gibt es auch dort, aber nicht so spontan und sprunghaft wie bei kleineren Werten, etwa jungen Unternehmen an der Börse oder kleineren Unternehmen. Daher hat man einerseits sehr teure Aktien, andererseits aber auch das Siegel für mehr Sicherheit. Was wichtiger ist, muss individuell entschieden werden.

Leichtere Aktien mit geringerem Preis sind hier wesentlich günstiger und daher auch attraktiver. Das ist auch der Grund, warum man bei schweren Aktien immer wieder dazu übergeht und neue Aktien an der Börse anbietet, um den Wert des Wertpapiers zu senken. Denn mit der Ausgabe neuer Aktien reduziert sich der Wert der Aktie automatisch, da der Gesamtwert durch die Zahl der Wertpapiere dividiert wird. Somit erleichtert man neuen Anlegerinnen und Anlegern den Einstieg in das Unternehmen. Die Idee dahinter ist die, dass man mit neuen Anlegerschichten mehr Dynamik in den Kurs bringt. Die bisherigen Besitzer bekommen für die jungen Aktien ein besonderes Angebot, die Aktion junger Aktien wird aber speziell für interessierte Neuanleger durchgeführt.

Das heißt aber auch, dass es nicht immer bei schweren Aktien bleiben muss. Steigt ein Aktienwert so hoch, dass kaum jemand sich den Einstieg leisten kann oder will, gibt es immer wieder die Überlegung, den Wert durch neue Aktien zu reduzieren.

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