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Open Order oder offener Börsenauftrag

Offener Börsenauftrag

Im Laufe eines Handelstages an der Börse werden verschiedenste Aktivitäten gesetzt. Es wird verkauft, gekauft, beobachtet und gehandelt. Von den ersten Minuten nach Börsenbeginn bis zum Ende des Börsentages werden Börsenaufträge, englisch Order bezeichnet, erteilt, damit Wertpapiere, Optionen oder auch Devisen gekauft oder verkauft werden können.

Grundlagen zum Open Order

Dabei kommt es aber nicht immer gleich zum Abschluss einer Handlung und so entstehen offene Börsengeschäfte, also solche, bei denen ein direkter Auftrag zum Kauf oder Verkauf erteilt wurde, der aber noch nicht abgeschlossen ist. Solche noch offenen Börsenaufträge werden aus dem englischen übertragen als Open Order bezeichnet.

Dabei handelt es sich manchmal um Aufträge, die erst abgearbeitet werden müssen, viele der Open Orders sind aber solche, die terminlich festgelegt wurden. Das bedeutet, dass zwar der Auftrag zum Handel erteilt wurde, aber der betreffende Termin noch nicht erreicht ist, weshalb noch kein Abschluss möglich war. Somit kann man schon ein wenig abschätzen, wie sich der Kurs verhalten wird, wenn die Aufträge, die man nun kennt, abgearbeitet wurden.

Bedeutung der Open Order an der Börse

Die Bezeichnung Open Order hilft bei der Übersicht an der Börse, welche Aufträge noch abzuarbeiten sind und welche bereits abgeschlossen wurden. Wenn es zum Beispiel im Zusammenhang mit einem bestimmten Rohstoff bei Optionen oder bei einer Aktie an der regulären Börse viele offene Aufträge gibt, kann man leichter abschätzen, wie sich der Kurs verhalten wird, wenn diese auch berücksichtigt wurden. Man hat dann weniger Überraschungen auf Lager, was die Kursveränderungen betrifft, muss aber natürlich auch diese offenen Aufträge kontrollieren und in die Entscheidungen einbeziehen.

An manchen Handelstagen kann die Zahl der offenen Börsenaufträge ein durchaus beeindruckendes Volumen umfassen, sodass sie eine wichtige Information für die eigenen Strategien darstellen könnten.

    Ebenfalls interessant:

    Aufträge im Börsenhandel

    • Day Trading
      Day Trading ist ein Begriff der Börse für eine spekulative Handlung, die innerhalb eines Handelstages erfolgt und auch gleich wieder abgeschlossen ist.
    • Order
      Order ist ein Begriff der Börse und bezeichnet einen Auftrag zum Kauf oder Verkauf an der Börse mit oder ohne Limits für Aktien und andere Wertpapiere oder Anteile.
    • Stop Loss Order
      Ein Stop Loss Order (Verkauf Stop Order) ist ein Auftrag an der Börse für den Verkauf bis zu einer bestimmten Untergrenze.
    • Stop Market Order
      Als Stop Market Order werden die Börsenaufträge zusammengefasst, die mit Limit beim Kauf oder Verkauf ausgestattet werden.
    • Stop-Buy-Order
      Stop-Buy-Order ist ein bedingter Auftrag an der Börse mit der Auflage, erst ab einem bestimmten Kurs einen Kauf durchzuführen.
    • Stop-Limit-Order
      Stop-Limit-Order ist ein Auftrag an der Börse, bis zu einem bestimmten Limit zu handeln, womit das Risiko nicht eingegangen wird, zu teuer Aktien und andere Titel einzukaufen.
    • Trailing-Stop-Order
      Die Trailing-Stop-Order ist ein kombinierter Auftrag im Börsenhandel, der ein Limit hat, das sich aber bei gutem Kursverlauf auch automatisch ändern kann und darf.
    • Volatilität
      Unter der Voltailität an der Börse versteht man die Schwankung einer Kapitalanlage (Aktie, Anleihe) und damit das mögliche Risiko zum Zeitpunkt der Betrachtung.

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