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Obligation und Wertpapiere

Festverzinsliche Wertpapiere wie die Anleihe

Unter einer Obligation versteht man ein Wertpapier, das einen festen Zinssatz aufweist, weshalb von einem festverzinslichen Wertpapier gesprochen wird. Es handelt sich dabei entweder um eine Anleihe oder um eine Schuldverschreibung.

Grundlagen zur Obligation

Hintergrund der Obligation ist die Zusicherung des Schuldners, der zugleich auch der Aussteller der Obligation ist, eine bestimmten Betrag samt fix festgelegter Zinsen an den Inhaber auszuzahlen. Der Aussteller bzw. Schuldner wird bei diesem Geschäft auch als Emittent bezeichnet. Als Gegenleistung erhält der Schuldner natürlich Kapital, mit dem er weiterarbeiten kann. Somit hat er wieder Gelder zur Verfügung, die er einsetzen kann und umgekehrt hat der Inhaber der Obligation die feste Zusage auf die Auszahlung seiner zur Verfügung gestellten Gelder.

Bei der Obligation gibt es verschiedene Arten. Man unterscheidet hauptsächlich drei Arten von Obligationen. Es gibt die Kommunalobligationen, die von den Gemeinden ausgegeben werden, um mehr Gelder für die Verwaltung, beispielsweise für Krankenhäuser oder Schulen zur Verfügung zu haben. Es gibt die Bankenobligationen, mit denen sich die Bankinstitute mehr Kapital organisieren können und zuletzt gibt es auch die Industrieobligationen, mit denen die industriellen Betriebe für mehr Geld sorgen können.

Zinsvorteil durch Obligationen

Obligationen bringen einen erheblichen Zinsertrag, wobei die Marktsituation eine große Rolle spielt. Außerdem kommt das berühmt-berüchtigte Rating wieder auf die Bühne und ist ebenfalls zu beachten, vor allem in dem Zusammenhang, dass die Zinssituation sich deutlich verändern kann, wenn das Rating nicht optimal dargestellt wird. Hat ein Unternehmen einen Finanzbedarf und gibt Obligationen aus, dann hängt es vom Rating ab, wie sehr mögliche Käuferinnen und Käufer Interesse haben.

Je niedriger das Rating der Ratingagenturen ist, desto weniger kreditwürdig ist das Unternehmen und desto mehr Zinsen muss es bieten, damit die Obligationen auch verkauft werden können. Hohe Zinsen bringen zwar hohen Ertrag für die Käufer/innen, aber gleichzeitig auch höhere Kosten für das Unternehmen. Das Rating ist daher bei Obligationen ein zu beachtender Faktor.

Davon abgesehen ist die Obligation eine interessante Geldanlage. Man hat eine fixe Zinszusage, andererseits hat der Herausgeber neues Geld, mit dem investiert werden kann. Der Zinsertrag muss sich natürlich rechnen, sonst könnte man ein Sparbuch auch wählen.

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