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Nachbörse als Börsenhandel nach Schließung

Wertpapierhandel nach Dienstschluss

Der Wertpapierhandel wird durch die Börse gesteuert und findet daher zu den Zeiten statt, in denen die Börse ihre Pforten geöffnet hat. Doch es gibt abseits dieser Geschäftszeiten weitere Möglichkeiten, am Wertpapierhandel teilzunehmen. Schon alleine durch das Internet sind sehr viele Veränderungen erfolgt und auch das Telefon spielt bei der Nachbörse eine große Rolle.

Was versteht man unter der Nachbörse?

Börsenlexikon NachbörseDer Börsenhandel nach Ende des offiziellen Handelstages an der jeweiligen Börse wird als Nachbörse bezeichnet. Mit dem Begriff wird der Wertpapierhandel bezeichnet, der nach Schließen der Börse getätigt wird, wobei viele Vorgänge durch telefonische Vereinbarungen geschlossen wurden und werden, auch das Medium Fax war und ist oft im Einsatz. Zudem gibt es immer mehr Funktionen und Angebote, um mittels Internet auf den Börsenhandel einzuwirken und das Internet schläft bekanntlich nie.

Die so durchgeführten Wertpapierkäufe und -verkäufe werden elektronisch ermittelt und fließen in das allgemeine Datenmaterial der Wertpapiere ein. Daher ist es ein Irrglaube, wenn mit dem Schließen der Börse der Kurs als fix angesehen wird - sei es der Börsenindex selbst oder auch einzelne Werte wie Währungen oder Aktien.

Die Entwicklung hat sich aber sehr stark verändert, denn lange Zeit hat man nach Börsenschluss noch einige Aktivitäten per Telefon gesetzt - vor allem die Profis und Großanleger haben so agiert. Mittlerweile werden viel größere Summen per Internet verkauft und gekauft, weil viele nach der Arbeit die Kurse studieren und dann in Ruhe ihre Entscheidungen treffen. Sie können auch im Forum mit anderen Anlegern diskutieren und haben rund um die Uhr die Möglichkeit, eine Handlung zu setzen.

Bedeutung der Nachbörse

Für die Aktienkurse ist die Nachbörse ein elementares Instrument, denn durch das Handelsvolumen nach Schließen der Börse können sich die Spielregeln für einen bestimmten Titel entscheidend verändern. Das findet insofern Ausdruck, als der Wert einer Aktie zu Börsenbeginn des nächsten Tages mit ganz anderen Daten operiert, als am Ende des letzten Börsentages - eben weil dazwischen der Handel der Nachbörse liegt. Nicht nur die Nachbörse ist zu berücksichtigen, sondern auch die Vorbörse.

Die Nachbörse gilt für den Zeitraum vom Ende des Handelstages bis Mitternacht, die Vorbörse von Mitternacht bis zur Eröffnung des neuen Handelstages. Damit ist ein langer Zeitraum zu berücksichtigen, in dem wenig bis nichts passieren kann, in dem aber auch sehr viele Veränderungen erfolgen können, vor allem auch dann, wenn sich global irgendwelche Finanznachrichten ergeben haben oder gar große Ereignisse gemeldet wurden.

Wenn also ein Kurs mit 14 Dollar per Börsenende festgelegt ist, dann kann es durchaus sein, dass am nächsten Börsentag dieser Kurs weiterhin besteht. Er kann aber auf 14,30 Dollar gestiegen oder 13,70 gesunken sein. Es kann aber auch sein, dass es zu einer stärkeren Dynamik kam und der Kurs mit 12,20 Dollar beginnt, weil in den vielen Stunden nach Ende des letzten Börsentages noch viele Verkäufe durchgeführt wurden.

Daher ist es nicht unspannend, mit welchen Kursen die einzelnen Aktien und anderen Finanzprodukte bis zu Rohstoff und Währung gehandelt werden, nachdem der neue Börsentag begonnen hat. Eine Rolle spielen dabei auch die Vorgaben, denn etwa aus Sicht der europäischen Börsen könnte in Asien ein größerer Anstieg oder Kursverlust entstanden sein und da diese Börsen früher geöffnet haben, sind sie eine Leitschnur, wohin die Reise gehen könnte.

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Leitbörse

Leitbörsen sind große und global bedeutsame Börsen, die für andere Börsen eine prägende Bedeutung haben und daher oft die Kursentwicklung vorgeben.

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Nachbörse

Die Nachbörse ist der Börsenhandel nach offiziellem Ende des Handelstages durch weitere Käufe und Verkäufe von Wertpapiere per Telefon oder Internet.

Terminbörse

Die Terminbörse ist jene Art von Börse, die für die Termingeschäfte eingerichtet wurde und somit als eigene Form entstanden ist.

Vorbörse

Die Vorbörse ist eine Definition für den Börsenhandel, bevor die eigentliche Börse ihren neuen Handelstag begonnen hat.

Wertpapierbörse

Die Wertpapierbörse ist eine Art der Börse, die den Marktplatz für verschiedenste Wertpapiere darstellt - von Aktien bis Anleihen.

Zitterbörse

Die Zitterbörse ist eine solche, bei der man die Entwicklung des Börsenhandels kaum vorhersagen kann.

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