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MSCI Frontier Markets oder Grenzmärkte

Länder am Weg zum Schwellenland-Status

An der Börse gibt es stets einen dynamischen Verlauf der Kurse, seit es bei Währungen, bei den Aktien selbst oder auch bei den Rohstoffpreisen. Diese Dynamik über einen längeren Zeitraum gibt es auch bei allen Ländern, wobei die Industriestaaten wenig Bewegung zeigen, die ärmeren Länder holen hingegen auf. Damit wird es schwierig, diese richtig einzuteilen, weil ein Land, das vor 20 Jahren noch als unterentwickelt galt, ist heute ein Schwellenland und andere Länder sind am Weg dorthin.

Mit den MSCI Aktienindizes hat man eine globale Möglichkeit, Geld zu investieren und zum Beispiel der MSCI Emerging Markets umfasst die Schwellenländer wie Indien, China, Brasilien oder auch Russland. Diese Länder waren vor 20 Jahren noch keine Schwellenländer und damit nicht am Sprung zu einer stabilen und stark wachsenden Volkswirtschaft, sondern selbst noch Grenzmärkte. Mit dem MSCI Frontier Markets ist ein weiterer Aktienfonds zu nennen, der diese Grenzmärkte umfasst.

Definition MSCI Frontier Markets oder auch Grenzmärkte

In diesem Fonds sind 26 Nationen enthalten, deren Volkswirtschaft man wirtschaftlich den Grenzmärkten zuordnen kann. Das sind Länder, die also eine Entwicklung vor sich haben, um in den Status von China, Indien & Co. aufzurücken. Darunter findet man osteuropäische Länder genauso wie auch Länder aus Asien, Afrika und Südamerika.

Kroatien aus Europa ist hier genauso ein Thema wie Vietnam aus Asien oder Nigeria aus Afrika. Manche Länder wie Katar haben ein hohes Einkommen, aber die Volkswirtschaft hat noch viel Luft nach oben, um zu wachsen. Und dieses Wachstum ist für die Investoren von großer Bedeutung, wobei sie von Markt zu Markt springen. In China gab es enorme Zuwachsraten, doch nun ist Stabilität angesagt und prompt wechseln Anlegerinnen und Anleger gerne auf die Frontier Markets, um mit ihrem Geld wieder viel Profit zu erwirtschaften.

Das Problem der Definition

Dabei ist es sehr schwer zu erheben, was ein Grenzland und was ein Schwellenland ist. Die ölfördernden Länder haben hohe Einnahmen, aber das betrifft nicht alle Menschen und daher ist die Volkswirtschaft entwicklungswürdig. Andere Länder haben keine so großen Einnahmenquellen, aber die Volkswirtschaft wächst deutlich.

Die Frontier Markets oder zu deutsch Grenzmärkte beziehen sich daher nicht auf einen bestimmten Wert, sondern auf das Potential des Wachstums und hier vor allem der Volkswirtschaft und ihrer Möglichkeiten. Anstiege von bis zu 30 Prozent, wie das bei China, Indien & Co. schon erlebt wurden, sind durchaus möglich, aber gleichzeitig hat man als Anleger auch ein weit höheres Risiko zu tragen.

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