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Mischfonds oder gemischter Fonds

Investmentfonds mit Aktien und Renten in Kombination

Mischfonds ist eine andere Bezeichnung für gemischte Fonds und spielt sich im Rahmen der Börsenterminologie im Bereich der Investmentfonds ab. Es handelt sich dabei um einen Investmentfonds, der sowohl in Aktien als auch in Renten investiert und damit je nach Ausrichtung verschiedene Angebote für die Kapitalanlage bereitstellt.

Definition Mischfonds

Börsenlexikon MischfondsDer Mischfonds ist als Kurzbegriff für den gemischten Fonds einfach ein Investmentfonds, der die Risikostreuung weiter gestaltet als der Rentenfonds oder der Aktienfonds. Ein Aktienfonds ist mit mehr Risiko ausgestattet, bietet aber auch mehr Chancen auf höheren Ertrag, weil bei den Aktien mehr Dynamik zu erwarten ist. Der Rentenfonds wiederum ist ein konservatives Produkt, bei dem es eher unwahrscheinlich ist, dass man sein Geld verlieren kann, aber es gibt auch bei guter Wirtschaftslage weniger Chancen auf einen hohen Ertrag.

Beide Überlegungen sind die Grundlage für den Mischfonds, denn es wird sowohl in Aktien als auch in Renten investiert und somit hat man ein wenig Absicherung (Renten), aber gleichzeitig auch ein wenig Dynamik (Aktien). Die Folge ist, dass es einen recht guten Ertrag geben sollte, aber man riskiert nicht gleich Haus und Hof. Damit sind viele Anlegerinnen und Anleger angesprochen, aber man muss darauf achten, dass der Mischfonds verschieden geprägt sein kann.

Denn es gibt keine Verpflichtung auf ein Verhältnis von 50/50. Es könnte also gut sein, dass der Fonds 10 % in Renten und 90 % in Aktien investiert und dann ist das Risiko fast so groß wie bei einem reinen Aktienfonds.

Unterschiedliches Risiko beim Mischfonds

Denn man kann einen Investmentfonds als Mischfonds führen, bei dem 2/3 in Aktien und 1/3 in Renten investiert wird oder auch umgekehrt. Bei 2/3 Aktien und 1/3 Renten kann man davon ausgehen, dass das Risiko, sein Geld zu verlieren, recht groß ist. Bei 2/3 Renten ist hingegen eher ein ruhigerer Kursverlauf zu erwarten, bei dem die Aktien den Motor für ein wenig Dynamik darstellen.

Das Mischen von diesen beiden Finanzoptionen alleine sagt also noch nicht viel darüber aus, was mit dem Investmentfonds wirklich passieren wird. Erst der Blick auf den Schwerpunkt zeigt, wie man die Risikosituation einschätzen sollte und dann kann man für sich selbst eine Entscheidung treffen, ob man das Risiko eingehen möchte oder nicht. Zusätzlich hängt es natürlich auch davon ab, in welchen Bereichen vor allem die Aktien ausgewählt werden.

Wenn man einen Mischfonds wählt, der in Schwellenländer investiert, kann man auch bei hohem Anteil von Renten verlieren und wenn man in einen Fonds investiert, der hauptsächlich in Europa tätig ist, kann es auch gut sein, dass der Ertrag gar nicht so hoch ist wie man sich das erhofft hatte. Auch die Branche ist wichtig bei der Entscheidung.

Es gilt also zu überprüfen, wie der Anteil am Markt beschaffen sein soll - gibt es mehr Renten oder mehr Aktien und in welchem Verhältnis? Und dann muss man wie bei jedem Investmentfonds prüfen, was der Schwerpunkt bei der Geldanlage überhaupt sein wird - welche Branche, welche Länder und so lässt sich daraus schließen, wie hoch das Risiko, aber auch wie hoch die Gewinnchance ist.

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    • Länderfonds
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    • Mischfonds
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    • Nachhaltige Fonds
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    • No-load-Fonds
      Der No-load-Fonds ist ein Investmentfonds, der keine Ausgabeaufschläge verrechnet und daher eher zum Wechseln einlädt.
    • Offene Fonds
      Der offene Fonds ist ein Investmentfonds, der für alle interessierten Anlegerinnen und Anleger als Kapitalmöglichkeit bereit steht.
    • Publikumsfonds
      Der Publikumsfonds ist ein Investmentfonds, der für alle interessierten Anlegerinnen und Anleger für eine Geldanlage zur Verfügung steht.

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