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Insider und Aktienhandel

Insiderinformationen für den persönlichen Vorteil

Als Insider im Sinne der Börsensprache gilt jene Person, die aufgrund von persönlichen Kontakten oder eigenen Zugriffen an Unternehmensinformationen herankommt, die man normalerweise noch nicht haben kann. Beispielsweise ein Plan zur Fusion eines Unternehmens, erste Zahlen über Gewinne oder Verluste und ähnliche zentrale Fakten eines Unternehmens könnte ein Insider besitzen, die sonst kaum jemand zur Verfügung hat.

Bedeutung des Insiders für Börsengeschäfte

Durch dieses Insiderwissen ist man in der Lage, frühzeitig Kauf- oder Verkaufentscheidungen an der Börse zu treffen - lange, bevor andere Leute die Entscheidungen treffen können. Dadurch verletzt man aber die Fairness und die Chancengleichheit an der Börse. Das Thema des Insiders wurde auch schon in Hollywood-Filmen thematisiert und es gab mehrere Vorfälle an den Börsen, bei denen Insider für beträchtliche Geldverschiebungen gesorgt haben. In einigen Ländern, beispielsweise in Großbritannien oder in der Schweiz ist dieses moral bedenkliche Verhalten des Insiders unter Strafe gestellt.

Der Insider ist aber eine Funktion, die man auf zwei Ebenen betrachten muss. Da gibt es denjenigen, der auf eigene Rechnung versucht, Profit aus seinem Wissen zu schlagen. Viel öfter gibt es den Versuch, an solche Insider in Unternehmen heranzukommen, um im großen Stil Gewinne einfahren zu können.

Obwohl es in den letzten Jahren viele Verschärfungen im Börsenrecht gab, um Insidergeschäfte zu vermeiden oder zumindest zu erschweren, ist diese Form des Börsenhandels immer noch sehr verlockend, zumal die Strafen vernachlässigbar sind. Denn die Gewinne, die man durch seinen Informationsvorteil erzielen kann, sind viel zu verlockend, um darauf zu verzichten.

Wirtschaft und Insider

Doch dass an der Börse so gearbeitet wird, ist nicht neu. Die Themen Wirtschaftsspionage und Insider aus Unternehmen der Konkurrenz können hier genauso genannt werden. Es gilt, Infos zu erhalten, die man frühzeitig für seinen persönlichen Vorteil nutzen kann. Der Insider ist dabei an der Börse nichts anderes wie eine gute Quelle für Entwicklungen, die anderen noch nicht klar sind.

Unterscheiden muss man dabei die Information an Börsenmakler und andere Leute von dem Bestreben, sich selbst zu bereichern. Es gab schon Geschichten, in denen Einzelpersonen Meldungen über Unternehmensveränderungen veröffentlicht haben, um durch die Veränderungen der Kurse Geld zu machen und nicht zu knapp. Die Börse ist also, und das ist ein sehr sensibles Thema, leicht manipulierbar. A springt auf den Zug auf, B springt auch auf und schon steigt der Kurs deutlich, weshalb weitere Anlegerinnen und Anleger sich diese Aktie kaufen - oft ohne Hintergrundwissen. Wenn der Informant sich vorher ein Paket an Aktien gekauft hat und am Höhepunkt der Entwicklung verkauft, hat er viel Geld gewonnen - zu Unrecht natürlich.

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      Der Investor ist ein Akteur an der Börse, der sein Geld in verschiedene Finanzprodukte anlegt von Währungen bis zu Aktien und Fonds, um Gewinne zu erwirtschaften.
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