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Innerer Wert und Aktienhandel

Objektive Wertbestimmung des Aktienwertes

Als innerer Wert wird bei einem Wertpapier der tatsächliche Wert bezeichnet, der aufgrund objektiver Daten ermittelt wird. Der innere Wert ist damit losgelöst von der Handelssituation und hat mit dem Aktienwert, der aktuell an der Börse festgelegt wurde, nichts zu tun. Damit widerspricht dieser Begriff dem Vorwurf, dass die Börse mit der Realwirtschaft nichts mehr gemein hat.

Definition Innerer Wert

Der innere Wert wird auch als fairer Preis bezeichnet und setzt sich aus verschiedenen, objektiven Faktoren zusammen. Dazu gehören Unternehmenswerte wie das Anlagevermögen und auch das Umlaufvermögen sowie Gewinndaten. Aber zusätzlich werden Kritierien in die Analyse eingebunden, die über die Unternehmenswerte hinausgehen. So ist für die Ermittlung des inneren Wertes einer Aktie auch relevant, in welcher Branche das Unternehmen tätig ist und wie groß die Wachstumschancen in der Branche sind. Außerdem ist der Standort des Unternehmens, die Zielgruppe und der Markenwert wichtig.

Bedeutung vom inneren Wert

Es gilt oft und zum Teil auch zu Recht der Vorwurf, dass die Börse mit der Realwirtschaft nicht mehr viel zu tun hat. Die Aktienwerte sinken bei Fluglinien, wenn bei einer Fluglinie wirtschaftliche Probleme aufgetreten sind, was mit der Wirtschaftlichkeit der anderen Fluglinien gar nichts zu tun hat. Ein solcher Effekt wird immer öfter beobachtet. Wie es um die Unternehmen wirklich bestellt ist, ist daher vom Aktienkurs nur mehr sehr schwer abzulesen. Eher wird die Stimmung an der Börse durch das Zahlenmaterial gekennzeichnet.

Und hier kommt dem inneren Wert große Bedeutung zu, denn es wird das Unternehmen analysiert und nicht der Höhenflug der Aktie. Der Aktienwert ist aber auch ein Thema, aber erst nach Abschluss der Analyse. Denn dann, wenn man weiß, was das Unternehmen wert ist, kann man sich den Aktienkurs anschauen und eine Verbindung herstellen.

Die Verbindung zwischen dem aktuellen Aktienwert an der Börse und dem inneren Wert laut Analyse wird bei der Kaufentscheidung hergestellt. Eine Aktie, deren innerer Wert höher ist als der Börsenkurs, gilt generell als kaufenswert, weil man durch die Analyse erfahren hat, dass das Unternehmen eine sehr gute Substanz hat. Umgekehrt ist ein höherer Aktienwert als der innere Wert eher ein Thema für den Verkauf des Wertpapiers, weil der Kurs zu hoch gehandelt wird in Relation zu den scheinbar vorhandenen wirtschaftlichen Möglichkeiten.

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