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Heißes Geld oder hot money

Spekulation mit großen Devisensummen

An den Börsen gibt es immer wieder spekulative Geschäfte, die einen kurzfristig hohen Gewinn einbringen sollen. Dazu zählen auch die Devisen, die länderübergreifend gehandelt werden. Damit ist nicht nur ein Kurs betroffen, sondern es kann auch die Geldwirtschaft einer Nation im extremsten Fall gefährden.

Grundlagen zum Ausdruck vom heißen Geld

Gelder, die aus spekulativen Gründen von Land zu Land verschoben werden, um an den Devisen zu verdienen, wird als heißes Geld bezeichnet. Seitens der Kontrollbehörden wird bei heißem Geld immer sehr große Aufmerksamkeit an den Tag gelegt, besonders dann, wenn Bankinstitute mit heißem Geld zu spekulieren beginnen. Solche Unternehmen werden oft abgestraft. Die Bedeutung des Devisenhandels und seine Probleme hat man auch als Folge der globalen Weltwirtschaftskrise erleben können.

Denn wenn große Geldsummen im Umlauf sind, die aus rein spekulativen Gründen verschoben werden, kann das die Kursentwicklung nachhaltig verändern und die Zahlungsbilanz eines Landes massiv verändern. Deshalb wird das heiße Geld auch gerne mit dem Begriff der Kapitalflucht verbunden. Das bedeutet, dass die Devisen in dem einen Land abgezogen und im anderen Land angelegt werden, weil die Rahmenbedingungen wie Verzinsung oder Kursentwicklung besser sind.

Es ist dies also kein Thema von Geldwäsche und Mafiageld oder ähnlichen Begriffen, die gerne genannt werden, sondern es geht um Profit auf Kosten der Währungen und aufgrund der unterschiedlichen Spielregeln, die bei den Währungen Platz gegriffen haben. Wenn nun ein paar Spekulanten gleichzeitig große Beträge von einem Land abziehen und bei einem anderen Land anlegen, kann dies vor allem in sensiblen Handelssituationen zu erhebliche Kursveränderungen kommen. Auf diese Weise werden auch andere Anlegerinnen und Anleger nervös gemacht und das kann schwerwiegende Folgen haben.

Deshalb ist man dahinter, dass solche spekulativen Geschäfte möglichst eingedämmt werden. Selbst große Wirtschaftssysteme sind nicht bewahrt vor solchen Problemen. Ein Beispiel war die Euro-Krise als Folge der globalen Wirtschaftskrise in den Jahren 2011 bis 2013. Man wettete gegen den Euro und sorgte so für mehr Druck auf die Währung als aufgrund der wirtschaftlichen Daten notwendig gewesen wäre. Nun ist der Euro aber nicht die Währung eines kleinen Landes, sondern eines riesigen Wirtschaftssystems und das zeigt, wie sensibel das Thema vom heißen Geld eigentlich ist.

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