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Harte Währung und Währungshandel

Stabile Währung im Vergleich zu anderen Währungen

In Wirtschaftsberichten wird immer wieder von einer harten Währung gesprochen. Dieser Begriff stammt aus den Börsenkreisen und beschreibt eine Währung, die weit stabiler ist, als andere Währungen und häufig auch als Gradmesser für zum Vergleich gewählte Währungen dient.

Grundlagen zur harten Währung

Die harte Währung ist Ausdruck einer erfolgreichen Wirtschaftssituation des jeweiligen Landes, in dem es wenige Überraschungen und geringe Inflationsraten gibt. Deshalb hat die Währung dieses Landes ein Aufwertungspotential gegenüber anderen Währungen, bei denen die Stabilität nicht in diesem Ausmaß gewährleistet ist. Bei den Wechselkursen lässt sich daher die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung ablesen und gegen weiche Währungen wird an der Börse gerne gewettet, womit das Land und seine Landeswährung unter Druck gerät.

Man spricht im Zusammenhang mit einer harten Währung auch von einem unauffälligen Außenwert, also Wechselkurs. Zum Begriff der harten Währung ist es vor allem deshalb gekommen, weil die Währung nicht aufgewertet wird, obwohl es Leistungsüberschüsse gibt und das Potential hierfür vorhanden wäre. Das Gegenteil der harten Währung ist die weiche Währung.

Entwicklung der Währungspolitik

Die Ansichten rund um die Währungen haben viele Veränderungen erfahren, was mit einem stärkeren Börsenhandel ebenso zu tun hat wie auch mit wirtschaftspolitischen Entscheidungen. Der österreichische Schilling galt zum Beispiel als harte Währung, auch die deutsche Mark war ein Symbol für Stabilität. Beide Währungen gibt es aber nicht mehr, weil der Euro eingeführt wurde und die Euro-Zone umfasst viele europäischen Länder, womit auch zahlreiche Wechselkurse kein Thema mehr sind.

Daher hat sich auch der Ausdruck von der harten Währung für viele Währungen, die dafür bekannt waren, reduziert. Eine harte Währung ist zum Beispiel noch der Schweizer Franken und das ist sogar noch mehr der Fall als vor ein paar Jahren, weil der Vergleich zum Euro zu einer Aufwertung an der Börse geführt hat. Die Schweizerische Nationalbank hat sogar Euros in großer Zahl gekauft, um den Franken künstlich zu schwächen, weil sonst die Wirtschaft zu stark unter Druck geraten wäre.

Wirtschaftskrise und Währungspolitik

Die globale Wirtschaftskrise, ausgelöst von einer Immobilienblase in den USA und einer globalen Bankenkrise mit faulen Krediten, sorgte dafür, dass die Arbeitslosigkeit deutlich angestiegen ist und die Staatsschulden noch höher wurden, als sie vorher ohnehin schon waren. Der Euro verlor stark an Vertrauen und wurde zu einer abgeschwächten Währung, der Franken wurde immer härter, der US-Dollar hatte auch seine Mühe, das Niveau zu halten. Am Beispiel des japanischen Yen konnte man aber im Jahr 2013 erkennen, was Währungspolitik ausmacht.

Der japanische Yen war auch aufgewertet worden und kostete 110 Yen pro Euro, wurde nach einem Regierungswechsel aber drastisch geschwächt und fiel auf 140 Yen pro Euro, womit die Produkte aus Japan international wieder günstig und die Exporte angekurbelt wurden.

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