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Futures als eine Form der Derivate an der Börse

Spekulation mit Kursgewinn ohne Handel

Natürlich gibt es jene, die an der Börse spekulieren und handeln, um ihren Profit maximal zu steigern, doch das Risiko ist enorm. Denen stehen jene gegenüber, die es lieber sicherer haben und die auch keine Lust haben, zusätzliche Kosten zu zahlen. Eine denkbare Alternative ist der Handel mit Futures.

Definition von Futures

Ein Future ist ein Börsenvertrag zwischen zwei Vertragspartnern, der den Verkäufer dazu verpflichtet, eine bestimmte Ware oder Finanzprodukte in einer angegebenen Größe zu einem angegebenen Preis an den Käufer zu veräußern. Damit liegt auch schon die Erklärung nahe, wieso das Future Future heißt, denn die Zukunft wird bekanntlich durch dieses Wort übersetzt.

Das Future ist ein Börsenprodukt, das häufig Anwendung findet. Es gibt Futures der Aktienindizes wie DAX oder auch der Rohstoffe, beispielsweise für Gold. Der Vorteil der Futures besteht darin, dass man den Preis einerseits besser kontrollieren kann, andererseits ist der Verkauf sichergestellt. Denn Futures müssen im Gegensatz zu Optionen erfüllt werden. Die Erfüllung erfolgt aber auf zwei verschiedene Ebenen. Entweder wird per Geld die Differenz zwischen Basiswert zu Beginn der Laufzeit und Kurs am Ende ausgeglichen und die Position damit geschlossen oder es kommt wirklich zur Lieferung. Bei einer Option könnte der Besitzer (long position) darüber nachdenken, ob es zum Handel kommen soll.

Futures unterscheiden sich von Forwards in dem Sinn, dass beim Forwards ein direkter Kontakt der Vertragspartner erfolgt und außerhalb der Börse gehandelt wird. Bei Futures wird über die Börse gehandelt. Es gibt bestimmte Börsen, die Futures anbieten und die Verfahren sind meist standardisiert, wobei die Börse einen Geldbetrag als Grundlage einfordert. Man kann die Futures natürlich auch frühzeitig weiterverkaufen, dabei muss aber die Höhe des bezahlten Geldbetrages mit den Kursveränderungen berücksichtigt werden. Steigt der Kurs, gibt es Guthaben durch die Börse, fällt er, dann muss man nachzahlen. Steigt man bei ungünstigem Kurs aus, dann hat man einen Verlust realisiert, andernfalls einen Gewinn.

Futures in der Praxis an der Börse

So gibt es eine lange Tradition dieser Kaufvereinbarung, die erst später von den Börsen übernommen wurde. Landwirtschaftliche Betriebe haben frühzeitig den Ernteertrag verkauft, lange bevor die Ernte eingeholt war. So wussten die Landwirte, dass sie ihre Ernte fix verkaufen können, während der Käufer fix den Preis wusste, der sich nicht mehr ändert. Veränderungen auf dem Markt spielten dann keine Rolle mehr.

Diese Überlegungen spielen auch heute noch bei den Futures eine Rolle, wenngleich die Spekulation auch diesen Bereich des Börsenhandels eingeholt hat. Dennoch gilt, dass mit Futures terminisierte Verkäufe zu fixen Preisen für Sicherheit beim Börsenhandel sorgen. Gehandelt wird mit den verschiedensten Produkten von Währungen über Rohstoffe bis zu Aktien.

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Begriffe zu den Derivaten

Call-Option
Die Call-Option ist ein Derivat und eine Option an der Börse, bei der der Besitzer der Option das Recht hat, das Underlying zu kaufen.

Derivate: Grundlagen
Derivate sind Absicherungen an der Börse vor steigenden oder sinkenden Preisen, die auch für die reine Spekulation genutzt werden wie Optionen oder Futures.

Kontraktgröße
Kontraktgröße oder Anzahl (Stückzahl) ist die Bezeichnung an der Börse für die Quantität eines Handels bei Derivate wie den Optionen oder Futures.

Long
Long oder Long Position ist ein Ausdruck an der Börse für den Besitzer eines Derivates mit verschiedener Aussagekraft.

Option
Optionen sind Börsengeschäfte, die als Untergruppe zu den Derivaten gehören und für Kursspekulationen genutzt werden können.

Option und Zeitpunkt
Beim Optionshandel unterscheidet man den Zeitpunkt oder Zeitraum für die Handelserfüllung ergo Europäische und Amerikanische Option.

Put-Option
Die Put-Option ist eine Option an der Börse, bei der der Besitzer das Recht hat, das Underlying des Handels zu verkaufen (long position).

Short
Short oder Short Position ist ein Ausdruck beim Börsenhandel mit Derivate, bei der man mit Leerverkäufe spekuliert.

Strike Price
Ausübungspreis oder Strike Price ist der festgelegte Preis bei einem Derivat an der Börse - häufig ein Kurswert für den Handel etwa von Rohstoffe.

Swap
Swap ist ein Tauschgeschäft und eine Unterkategorie der Derivate, das häufig zu Spekulationen an der Börse genutzt wird.

Termingeschäft
Termingeschäfte zählen zu den Derivaten an den Börsen und werden als Spekulation auf den Gewinn, aber auch zur Kursabsicherung durchgeführt.

Underlying
Underlying ist ein Begriff an der Börse beim Handel mit Derivate und umschreibt das eigentlich gehandelte Gut wie etwa Rohstoffe, Währungen oder andere Finanzprodukte.

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