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Erdöl im Börsenhandel

Wesentlicher Rohstoff aus dem Sektor der Energie

Erdöl genießt einen zweiten Namen als "schwarzes Gold" und das ist angesichts der Abhängigkeit von diesem Rohstoff auch durchaus eine richtige Bezeichnung. Das schwarze Öl wird nach wie vor als Energiequelle in vielfacher Hinsicht benötigt. Das gilt für die Treibstoffe wie Benzin und Diesel genauso wie auch zum Heizen mit Heizöl.

Rohöl als Wirtschaftsfaktor

Diese Abhängigkeit erklärt rasch, wieso der Börsenhandel mit dem Erdöl ergo die Höhe des Ölpreises täglich eine Rolle spielt. Je höher der Preis für ein Barrel (= Fass = 159 Liter) Rohöl steigt, umso teurer wird der Treibstoff an der Tankstelle und das spürt jeder Haushalt. Je teurer der Treibstoff wird, desto mehr wird beim Autofahren gespart und das heißt wiederum, dass weniger Geld in den Wirtschaftskreislauf kommt. Das kann zum Beispiel die Ausflugsziele betreffen, weil weniger Gäste am Wochenende vorbeischauen.

Oder aber man ist vom Auto abhängig wie Handelsvertreter oder auch Pendler und spart dann bei anderen Einkäufen. Sinkt der Ölpreis, dann setzt der gegenteilige Effekt ein und daher ist der Preis des Erdöls gleichzeitig auch eine wichtige Größe in der gesamten Wirtschaft und dies wird sich erst ändern, wenn man den Umstieg zu anderen Energiequellen geschafft hat. Zwar gibt es schon Eigentumshäuser mit anderen Energiequellen und strombetriebene PKW´s, aber die Masse der Fahrzeuge benötigt Benzin oder Diesel nach wie vor.

Ölpreis als Spekulationswerkzeug

Welche Rolle der Ölpreis spielt, zeigt auch die Inflationsrate. Im Jahr 2008 kletterte der Ölpreis auf noch nie dagewesene Werte bis über 140 US-Dollar pro Barrel. Wenige Jahre davor war der Ölpreis weit von einem dreistelligen Wert entfernt. Die Folge war, dass die Inflationsrate deutlich nach oben ging und zum Beispiel in Mitteleuropa über vier Prozent lag, weil durch den Ölpreis die Zulieferung teurer wurde und damit auch jedes Produkt, dass der LKW bringen muss.

Ein umgekehrtes Beispiel zeigten die ersten Monate im Jahr 2014. Die Lebensmittel wurden spürbar teurer, aber die Inflationsrate war niedrig, weil der Ölpreis geringer war als in den Jahren davor. Per Definition war das Preisniveau damit niedrig bis stabil, in Wirklichkeit war der tägliche Einkauf von Milch, Mehl und anderen Produkten teurer geworden. Einzig der Ölpreis kann die Inflationsrate so derart nachhaltig beeinflussen - nach oben wie nach unten.

Damit ist die Abhängigkeit von Wirtschaft, privater Autofahrt und natürlich auch als Quelle für das Heizen deutlich dokumentiert. Diese Abhängigkeit wurde 2008 zum Faktor, warum der Ölpreis dermaßen stark steigen konnte, denn es wurde mit der Abhängigkeit spekuliert. Da alle Treibstoff und viele auch Heizöl brauchen, setzte man auf den Ölpreis und die Spirale führte nach oben. Der umgekehrte Fall trat aber auch 2008 ein, als nämlich die globale Weltwirtschaftskrise um sich schlug und als Folge sparen angesagt war. Der Ölpreis, gerade eben auf Rekordniveau (Sommer 2008) mit über 140 US-Dollar pro Barrel fiel bis zum Jahresende 2008 auf 40 US-Dollar. Damit hatte man beide Extreme innerhalb kurzer Zeit erleben können und müssen.

Aktueller Ölpreis

Den aktuellen Kurs für das Barrel Rohöl können Sie unter dem nachstehenden Link ablesen.
https://www.wissenswertes.at/oelpreis-chart

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