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Enger Markt an der Börse

Wenig Umsatz und wenige Anbieter

Normalerweise hat jeder Markt oder jedes Marktsegment an einer Börse eine sehr große Zahl an Notierungen und der Handel der Aktien oder Anleihen verteilt sich auf sehr viele Unternehmen. Änderungen der Werte bei einigen wenigen Unternehmen verändern zwar auch den Aktienindex und den Börsenwert insgesamt, aber sie haben keine so große Auswirkung, weil die anderen Unternehmen davon nicht betroffen sind und Stabilität vorherrscht.

Definition Enger Markt

Ganz anders schaut es beim sogenannten "Engen Markt" aus. Ein Enger Markt kann entstehen, wenn ein neues Marktsegment eingeführt wird und nur wenige Unternehmen quasi wie Pioniere notiert sind. Dadurch kommt es zur Situation, dass es wenig Umsatz, also wenig Aktienhandel gibt. Die Anlegerinnen und Anleger schauen sich die Situation gerne erst einmal in Ruhe an, bevor sie aktiv werden und es kann auch sein, dass noch nicht viele Aktien angeboten werden.

Generell ist ein enger Markt gegeben, wenn das Umsatzvolumen sehr gering ausfällt. Das kann auch passieren, wenn in einem großen Marktsegment die Aktien in hoher Zahl im fixen Besitz der Aktionäre sind und wenig gehandelt werden. Das Angebot fehlt, die Nachfrage trifft auf wenig Gegenliebe oder es kann auch sein, dass die Aktien sehr teuer sind und die Anreize zum Kaufen fehlen. Häufig ist ein enger Markt aber bei mangelndem Angebot anzutreffen.

Häufig kommt es zu einem neutralen Kursverlauf, weil die Dynamik fehlt, um größere Sprünge zu verursachen. Aber das muss nicht immer so sein.

Enger Markt wird zum Impuls

Die Folge kann nämlich sein, dass bereits kleinere Veränderungen im Kauf und Verkauf eine enorme Wirkung erzielen können, weil die Breite der Notierungen fehlt. Somit kann ein kleiner Kaufauftrag, auch Order genannt, bereits massive Indexänderungen für das gesamte Marktsegment zur Folge haben. Das ist natürlich bei neuen Marktbereichen besonders leicht möglich und kann Interesse erwecken, kann aber auch vorerst ein wenig abschrecken, weil man sich erst einmal orientieren muss.

Die Marktsituation ist jedenfalls überschaubar, das Verhältnis von Angebot und Nachfrage passt aber meist nicht, wobei auch die bekannten großen Märkte einmal klein angefangen haben, weshalb manche Anlegerinnen und Anleger gerade in diesem entstehenden Sektor früh tätig werden wollen, um später Gewinne abholen oder wichtige Beteiligungen ihr eigen nennen zu können.

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Begriffe beim neutralen Kursverlauf

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At the money umschreibt an der Börse einen Zustand beim Handel mit Derviate, bei dem Basiswert und der aktuelle Kurs an der Börse ident sind.

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Dünner Börsenhandel ist ein Begriff des Börsenhandels an jenen Tagen, an denen sehr wenige Käufe und Verkäufe von Finanzprodukte wie Aktien erfolgen - meist in der Urlaubszeit

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Lustlos ist ein Begriff an der Börse, wenn es zu wenig Handel und zu wenig Wertveränderungen bei den Kursen kommt, oftmals auch in der Urlaubszeit oder bei Unsicherheit.

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Von einer Seitwärtsbewegung spricht man an der Börse, wenn die Kurse weder nach oben noch nach unten sich verändern.

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