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Bärenmarkt an der Börse

Kurse verlieren und die Empfehlung lautet verkaufen

Mit dem Bullen und dem Bären sind zwei Tiere für die Umschreibung von Börsensituationen herangezogen worden, die immer wieder anzutreffen sind. Sie symbolisieren Gewinn und Verlust bei den Kursen und damit die Entwicklung der Werte, die an den Börsen gehandelt werden können. Der Bulle nimmt dabei den Kurs auf die Hörner und wirft ihn nach oben, was für eine positive Kursentwicklung spricht, der Bär neigt den Kopf nach unten und das symbolisiert den Kursverlust. Daraus entstanden auch die Begriffe Bullenmarkt für einen positiven Markt, der zum Einkaufen einlädt und Bärenmarkt als Gegenteil für eine negative Börsenentwicklung.

Bärenmarkt an der Börse

Ein Bärenmarkt ist dann gegeben, wenn die Kurse nachgeben und zwar nicht nur ein Kurs oder mehrere, sondern ganze Bereiche oder die Börse in ihrer Gesamtheit. Die Kurswerte fallen und die Besitzerinnen und Besitzer von Aktien beginnen mit dem Verkauf ihrer Werte, um noch möglichst viel Geld für ihre Anteile erhalten zu können. Dabei ist es natürlich auch abhängig von der Gesamtsituation.

Denn der Bullenmarkt und der Bärenmarkt sind Erfindungen der Medien, die täglich über die Börsenentwicklung berichten. Für den einen Reporter ist ein Bärenmarkt schon gegeben, wenn an einem Tag die Kurse nach unten fallen, für den anderen ist das nur der Fall, wenn die Kurse zumindest einen Monat stetig eine negative Entwicklung zeigen. Eine Richtlinie, wie weit Kurse fallen müssen oder wie lange sie eine negative Entwicklung zeigen sollten, um ein Bärenmarkt sein zu können, gibt es nicht.

Bärenmarkt und Verkaufen

Daher ist die Empfehlung, die Aktien oder andere Anteile zu verkaufen, problematisch. Es kann durchaus sein, dass am heutigen Tag die Kurse deutlich nachgeben, aber es kann auch sein, dass sie in den nächsten Tagen stärker steigen als sie heute fallen. Hat man seine Anteile verkauft, kann man an diesem Kursgewinn nicht mehr mitverdienen.

Andererseits ist der Verkauf natürlich günstig, wenn die Kurse wirklich über eine längere Zeit nachgeben und somit die Anteile deutlich an Wert verlieren. Ein Verkauf am Beginn der Entwicklung kann eine durchaus wirtschaftlich vernünftige Handlung sein - auch abhängig von den eigenen Interessen. Bei langfristiger Anlage spielen die kurzfristigen Veränderungen keine so große Rolle. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass man schwer abschätzen kann, wie lange ein Bärenmarkt Bestand hat. Und es gibt auch die Gegenbewegungen, wodurch es sein kann, dass ein Kurs um 500 Punkte fällt, um danach um 500 Punkte wieder anzusteigen - häufig innerhalb von Tagen oder Wochen. Dann ist man wieder dort, wo man schon war.

Daher ist zu prüfen, um welchen Bärenmarkt es sind eigentlich handelt - um ein kurzfristiges Absacken der Kurse oder um eine langfristig wirtschaftlich schwierige Zeit, bei der man im Vorfeld reagieren sollte.

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