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Phishing und Betrug an Bankkunden

Vorspielen falscher Tatsachen

Phishing ist ein Begriff, der eigentlich ein Wortspiel aus dem englischen Sprachschatz darstellt und sich an das "Angeln" oder "Fischen" anlehnt und das ist gar nicht so falsch.

Definition Phishing

Bei Phishing geht es darum, dass eine bekannte Internetseite nachgebaut wird und man hofft, dass die Anwender dies nicht bemerken und dass sie im vorgesehenen Formular ihre Zugangsdaten, die sie für das Online-Banking normalerweise verwenden, eingeben. Diese langen dann nicht im Rechenzentrum der Bank, sondern bei den Betrügern, die die Webseite nachgebaut haben und diese können sich dann selbst einloggen und das Konto leerräumen.

Das heißt, dass es zwei Grundvoraussetzungen für den Erfolg geben muss, nämlich ein E-Mail an mögliche Bankkundinnen und Bankkunden mit einem Link zu der Fake-Seite und die Seite selbst. Phishing wird dieser Versuch treffenderweise deshalb genannt, weil es wie das Fischen im realen Leben ist - man bezieht sich nicht auf eine Person, sondern schickt die E-Mails an Millionen Leute in der Hoffnung, dass ein paar wie die Fische beim Angeln anbeissen und die Daten wirklich eintragen. Unterschiedliche Daten werden abgefragt, doch vor allem die Bankdaten sind interessant, weil sie dazu führen, dass man das echte Konto erreichen kann.

Besonders die Bankinstitute sind in den letzten Jahren zigfach Opfer dieser Phishing-Attacken gewesen. Zwar betrifft es bei erfolgreichem Betrug das Geld der Bankkund/innen, aber das Image der Bank wird ebenfalls beschädigt, wenn der Betrug gelingt. Daher gibt es ständig Warnungen vor solchen Webseiten, die oft sehr leicht zu erkennen sind, weil sie voller Sprachfehler sind, aber manchmal sind sie schon so gut nachgebaut, dass man große Vorsicht walten lassen muss.

Andere Opfer von Phishing

Neben den Zugangsdaten für das Online-Banking sind auch die Betreiber der Kreditkarten betroffen, weil auch diese Daten, die man online beim Einkaufen eingeben muss, abgefragt werden. Zwar können die Betrüger das Konto nicht leerräumen, aber sie können mit den fremden und erbeuteten Daten kostenlos einkaufen gehen oder aber sie verkaufen die Daten an Dritte.

Der Schaden durch Phishing geht in die Milliarden und immer neue Tricks werden ausgepackt, um den Menschen die Zugangsdaten zu entlocken. Das Online-Banking hat dadurch zwar keinen nachhaltigen Schaden erlitten, aber das Vertrauen wurde doch erschüttert.

Gegenmaßnahmen und Schutz vor Phishing

Der einfachste Schutz ist mitdenken. Keine Bank würde von ihren Kundinnen oder Kunden per E-Mail die Bankdaten abfragen und kein Update würde so durchgeführt werden, dass man die Bankdaten nochmals bestätigen müsste. Daher auf diese E-Mails nicht reagieren und bei wirklicher Unsicherheit sich sofort an das zuständige Bankinstitut wenden. Gleiches gilt für Kreditkarten oder andere Kundendaten.

Siehe auch
Bank und Internet (Einführung)
Online-Banking
Mobile-Banking
Phishing

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Bisherige Kommentare (1)

Roman99 schrieb am 18. 07. 2018 um 09:14

das habe ich vor kurzem erst gelesen, dass die Banküberfälle weniger werden, die kriminelle Energie dafür immer mehr. Schlimm, aber irgendwie logisch.


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