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Kapitalmarkt und seine Aufgaben

Kapitalmarkt: Markt für Kredite und Anlagen

Der Kapitalmarkt spielt sowohl an der Börse als auch in der Bankenwelt eine sehr große Rolle. Per Definition kann man ihn als Summe aller langfristigen Kredite und Kapitalanlagen bezeichnet, der streng von der Definition des Geldmarktes unterschieden werden muss.

Die Abgrenzung zwischen der Bankenwelt und der Börsenwelt ist praktisch nicht durchzuführen, weil es hier logischerweise viele Verknüpfungen gibt. An der Börse werden zahlreiche Anlageoptionen gehandelt, sei es Aktien, Investmentfonds oder auch Pfandbriefe. In den Banken werden die Bankkunden über viele dieser Anlageformen beraten und die Banken treten häufig als Vermittler auf.

Grundlagen zum Kapitalmarkt

Der Kapitalmarkt kennt viele Untergliederungen. Hauptsächlich trennt man zwischen dem nicht organisierten Kapitalmarkt und dem organisierten Kapitalmarkt. Der nicht organisierte Kapitalmarkt ist jener, bei dem die Börse keine Rolle spielt. Privates Darlehen ist ein Beispiel für diese Form von Kapitalmarkt, auch die Informationsvermittlung via Zeitungswerbungen gehört dazu.

Der organisierte Kapitalmarkt findet an der Börse statt. Die Börse unterteilt ihn dann weiter in den amtlichen, den geregelten und den freien Markt. Die Börse gestaltet den Preis durch Angebot und Nachfrage und der Kapitalmarkt ist von den Rahmenbedingungen sehr stark abhängig. Man kann von ihm aus ablesen, wie es um die Wirtschaft aktuell bestellt ist und man kann ihn beeinflussen, indem die Zinspolitik verändert wird.

Leitzinsen und Kapitalmarkt

Der Zins reguliert daher den Kapitalmarkt bis zu einem bestimmten Punkt, was sich bei der Börsenbeobachtung schnell erkennen lässt, weil die Bewegungen in unsicheren Zeiten besonders stark werden, wenn die Leitzinsen erhöht oder gesenkt werden. Ist der Kapitalmarkt besonders unsicher, reicht schon das Gerücht einer Änderung, um die Kurse zu beeinflussen.

Denn bei einem Absenken der Leitzinsen werden die Kredite günstiger und man investiert mehr, was den Kapitalmarkt natürlich beeinflusst. Und dies sogar doppelt, weil gleichzeitig die Spareinlagen geringer werden, da die Zinsen sinken. Weniger Ertrag motiviert die Menschen zu mehr Einkauf und damit zu mehr Geld auf dem Kapitalmarkt oder auch zu neuen Sparformen. Statt dem Sparbuch wählt man Aktien oder Investmentfonds, wodurch die Börse wieder aktiv im Spiel ist und auch die Banken als Berater in Anlagefragen.

    Ebenfalls interessant:

    • Sparbuch
      Das Sparbuch ist die klassische Anlageform für Geld, das man zwecks Zinsertrag in der Bank einzahlt.
    • Fremdwährungskredit
      Der Fremdwährungskredit ist ein solcher, der in einer fremden Währung abgeschlossen wurde und bei dem der Wechselkurs wichtig ist.
    • Dienstleistungen
      Dienstleistungen ist das dritte Geschäftsfeld der Banken mit Beratung, Kontoaktionen und Möglichkeiten wie dem Online-Banking.
    • Buchungsposten
      Als Buchungsposten werden alle Einträge am Kontoausdruck für ein bestimmtes Girokonto bezeichnet - Eingänge wie Ausgänge.
    • Tageskurs
      Tageskurs ist der aktuelle Kurswert, wie er für die Währungen von großer Bedeutung ist und sich in den Wechselkursen niederschlägt.
    • Bankauskunft
      Die Bankauskunft ist die Weitergabe wirtschaftlicher Daten von der Bank an Dritte unter bestimmten Voraussetzungen.
    • Einlagen
      Unter einer Einlage versteht man im Bankenwesen eine Einzahlung auf ein Konto wie dem Girokonto oder auch dem Sparbuch.
    • Bankkredit
      Der Bankkredit ist eine wesentliche Form der Finanzierung und ein Bankgeschäft mit verschiedenen Formen und auch Zielgruppen.

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