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Eigengeschäfte der Banken

Eigengeschäfte: Profit auf eigene Rechnung

Die Bank ist nicht nur der Ort, wo man sein Geld anlegen kann (= Passivgeschäft) oder sich einen Kredit nehmen kann (= Aktivgeschäft), sondern die Bank agiert auch im eigenen Interesse mit eigenen Handlungen. Natürlich ist die Verzinsung der vorgenannten Produkte und Angebote auch im Interesse der Bank selbst, aber der vierte Geschäftsbereich neben den Dienstleistungen sind die Eigengeschäfte.

Definition Eigengeschäft der Bank

Eigengeschäfte sind solche Handlungen, bei denen die Banken auf eigene Rechnung agieren, um den Profit zu erhöhen. Sie investieren beispielsweise in Währungen, um damit den eigenen Gewinn zu erhöhen, auch der Handel mit Aktien und Investmentfonds zählt zu dem Bereich der Eigengeschäfte der Banken. Damit treten die Banken nicht nur als Schnittstelle in Geldfragen zwischen Spareinlagen und Kreditvergabe auf, sondern agieren selbst gewinnorientiert, um die eigene Bilanz aufzubessern und sich wirtschaftlich stärker etablieren zu können.

Eigengeschäft vs. Spekulation

An sich ist dies nichts Böses, kam aber in die Diskussion, weil das Spekulieren von Großbanken einen wesentlichen Baustein darstellte, warum es 2007 zur globalen Wirtschaftskrise kam. Es wurden große Geldmengen in Veranlagungen finanziert, die sich schnell ad absurdum geführt hatten und damit die Banken in große Schwierigkeiten brachten. Oftmals setzt man seither Spekulanten und Banken gedanklich auf die gleiche Linie, weil das Jonglieren mit großen Geldmengen je nach Einsatzart auch hochspekulativ sein kann.

Banken arbeiten aber im Bereich der Eigengeschäfte nicht ausnahmslos spekulativ und mit hohem Risiko, sondern agieren auf gesicherter Basis, um den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen. Dabei wird auch die lange Erfahrung auf dem Geldmarkt eingesetzt, um sichere Investitionen zu tätigen. Das ist aber so einfach nicht, weil sich der Finanzsektor sehr stark verändert hat. Das Internet hat seine Teil beigetragen, dass sich die Börse verändert hat und alle Kurse agieren viel dynamischer als früher.

Die Rahmenbedingungen sind zum Teil auch strenger geworden, weil die Krise, die in den USA ihren Ausgang nahm und als Immobilienblase begann, schnell zur Bankenkrise wurde. Das betraf aber nicht nur die USA, auch Großbanken in Europa wie in Deutschland und in der Schweiz hatte faule Kredite und Spekulationen angestrebt, die haarsträubend waren. Es wurden daher neue politische Regeln etabliert, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

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