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Sparbuch mit Bindung

Bindung: Geld längerfristig sparen

Auch auf dem Geschäftsfeld der Banken und dem Ziel, Geld zu sparen oder anzulegen, gibt es viele verschiedene Begriffe, die sich zum Teil überschneiden. Was den Zeitraum der Sparform anbetrifft und was das Sparziel generell umschreibt, gibt es sogar einige ähnliche Definitionen, wobei die Bindung sich durchgesetzt hat.

Laufzeit, Anlagedauer und Bindung sind drei Begriffe in der Bankenwelt, die beim Sparen und bei der Entscheidung, wie Bankkundinnen und Bankkunden Geld sparen wollen, entscheidend sind, die aber praktisch die gleiche Information umschreiben - nämlich, wie lange Geld für den Zweck des Sparens eingesetzt werden soll oder auch kann.

Definition Sparbuch mit Bindung

Wer gerade ein Sparbuch ausbezahlt bekommen hat und das Geld neuerlich anlegen will, hat eine andere Situation als jemand, der in Kürze eine Wohnung kaufen möchte. Bei der Entscheidung der Sparform spielt die Bindung eine große Rolle und daher gibt es bei den Übersichtsblättern der Bankinstitute eine 6-Monate-Bindung oder eine 3-Jahres-Bindung.

Gemeint sind damit meist Sparbücher, auf die ein Betrag einbezahlt wird, um entsprechend der Bindung nicht mehr angegriffen zu werden. Die Bindung bedeutet zweierlei. Zum einen bedeutet sie für die Bank, dass das einbezahlte Geld für andere Aktivitäten zur Verfügung steht, zum Beispiel zum Bedienen von Kredite für andere Kundinnen und Kunden. Man kann also als Bankinstitut mit dem Geld arbeiten, weil man davon ausgeht, dass es nicht benötigt wird.

Aus Sicht der Bankkunden bedeutet die Bindung, dass man mehr Zinsen erhält - also Belohnung dafür, dass man das Geld einzahlt und nicht sofort wieder abhebt. Dabei gibt es aber auch einen Mittelweg, weil es sehr wohl möglich ist, das Geld abzuheben, aber dann reduziert sich der Zinsertrag entsprechend.

Abhebung beim Sparbuch mit Bindung

Hat man zum Beispiel ein Sparbuch mit 3-Jahres-Bindung angelegt und braucht die Hälfte des Betrages nach einem Jahr, dann kann man über das Geld verfügen, aber diese Hälfte erhält nur die Zinsen für ein Jahr sparen und zwar zum Eckzinssatz und nicht zum vereinbarten höheren Ertrag. Die andere Hälfte wird, wenn sie drei Jahre wie geplant am Sparbuch bleibt, so verzinst, wie ursprünglich angeboten.

Das heißt, dass man zwar ein Sparbuch mit Bindung anlegt, aber nicht zwangsläufig auf das Geld verzichten muss. Ergeben sich andere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, sind ungeplante Reparaturen zu zahlen oder andere Notwendigkeiten aufgetreten, dann kann man trotzdem auf das Geld zurückgreifen. Die höheren Zinsen verliert man aber dadurch.

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