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Aufwertung einer Währung oder Stärkung einer Währung

Aufwertung: Überschüsse abbauen

Sehr häufig hört man in den Nachrichten, dass eine Währung abgewertet wurde, um die Exportleistung eines Landes zu erhöhen oder zu erhalten. Der gegenteilige Fall ist aber durchaus auch häufig im Einsatz und zwar die Aufwertung, bei der die Währung künstlich gestärkt wird. Bewusst ist eher die Abwertung im Hinterkopf gespeichert, die Aufwertung hat aber auch wichtige Funktionen.

Grundlagen zur Aufwertung einer Währung

Eine Aufwertung ist somit das absolute Gegenteil der Abwertung und dient dazu, die Währung gegenüber Vergleichswährungen in ihrem Kurswert zu stärken, wodurch sie aus Sicht des Auslandes teurer wird. Die Folge davon ist, dass die Exportleistung nachlässt, gleichzeitig werden die Importe aus dem Ausland günstiger und das sorgt in beiderseitigem Sinn dazu, dass die Zahlungsbilanz korrigiert wird - weshalb die Aufwertung auch als Finanzwerkzeug eingesetzt wird.

Gerade bei hohen Zahlungsbilanzüberschüssen wird daher die Aufwertung genutzt, um die Währung zu stärken und so die Importkraft zu erhöhen. Üblicherweise liest man öfter von der Abwertung, bei der die Währung künstlich geschwächt wird, damit die Exporte in das Ausland wie gehabt funktionieren können. Aber die Wichtigkeit der Aufwertung und ihrer Möglichkeiten darf nicht unterschätzt werden. Eine ausgeglichene Zahlungsbilanz ist ein wichtiger Faktor für eine ruhige Wirtschaftslage und daher ein erstrebenswertes Ziel. Wenn die Währung zu teuer ist, wird zu wenig exportiert und man hat genauso eine Schieflage, als wenn die Währung zu günstig ist und extrem viel exportiert wird, aber die Importe kaum mehr leistbar werden.

Aufwertung an der Börse

Die Aufwertung wird aber nicht immer auf Knopfdruck hergestellt. Sie entsteht auch bei Wechselkursen, wenn eine Währung unter Druck gerät. Ein Beispiel war die Eurokrise in den Jahren 2011 bis 2013, als der Euro durch die hohe Verschuldung der südeuropäischen Staaten immer mehr unter Zugzwang geriet. Die Folge war, dass sowohl der Japanische Yen als auch der Schweizer Franken deutlich an Wert zugelegt haben und aufgewertet wurden. Dies ist aber im Wechselspiel zu sehen, denn eigentlich ist der Euro nach unten gestürzt und aus Sicht der Menschen in den Euroländern wurden Franken und Yen aufgewertet, weil immer teurer. Ein Urlaub in der Schweiz war kaum mehr leistbar und damit ein großes Problem für den Tourismus in der Schweiz, ähnliches galt für die Exporteure in Japan, denn aus Europa gab es viel weniger Anfragen und Bestellungen.

In diesem Fall haben sich die betroffenen Länder dies nicht ausgesucht, sondern es war eine Folge der Wechselkurse. In der Schweiz wurde daraufhin die Untergrenze von 1,20 Franken pro Euro eingezogen, um eine weitere Aufwertung des Franken zu verhindern, in Japan wurde der Yen künstlich abgewertet, um die Exporte zu fördern.

Die Beispiele zeigen also, dass Aufwertung und Abwertung ständig zusammenhängen, wobei die Ursachen verschiedene sein können. Meist wird man eine Währung künstlich schwächen, um mehr Exporte erzielen zu können. Dass man zu viele Exporte hat und die Importe fördern will gibt es, ist aber der seltenere Fall. Dann ist die Aufwertung der Währung ein mögliches Mittel, bei dem man aktiv tätig wird. Die Aufwertung, wie sie im Kursverhältnis dargestellt wurde, ist hingegen eine Marktreaktion.

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