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Anlagedauer bei Sparüberlegungen

Anlagedauer: Kriterium für die Sparform

Es gibt verschiedene Überlegungen, welche Form der Anlage für sein Geld gewählt werden soll und eines der wichtigsten Kriterien ist die Dauer, für die man das Geld binden möchte. Wählt man einen kurzen Zeitraum, so gibt es andere Möglichkeiten als bei einem langen Zeitraum. Natürlich spielt auch die Frage der Abhebbarkeit eine Rolle.

Grundlagen zur Anlagedauer

Das klassische Sparbuch war aus der Mode gekommen, weil Aktien viel mehr Ertrag bringen, aber die Finanzkrise von 2007, die sich 2008 noch weiter verstärkt hatte, brachte ein Umdenken mit sich, dass das Sparbuch wieder zur akzeptierten Option wurde.

Allerdings ist die Frage, wie lange man sein Geld anlegen möchte. Die Anlagedauer entscheidet über die Sparformen, die angestrebt werden können. Bei einer kurzen Anlagedauer ist beispielsweise zu beachten, dass hohe Verwaltungsgebühren den Ertrag leicht schmälern können. Bei einer langen Anlagedauer spielt das eine geringere Rolle, weil die Zeit für den Anleger spielt.

Aktien und Investmentfonds sind bei kurzen und langen Anlagedauern einsetzbar, Sparbücher mit jederzeit abhebbaren Geldern sind bei kurzfristigen Zeitspannen denkbar, Sparbücher mit fix gebundenem Geld bringen deutlich mehr Zinsen, sind aber eher eine Sache für längere Anlagezeiträume.

Anlagedauer als wichtiger Faktor bei der Sparentscheidung

Das grundsätzliche Problem haben viele Menschen damit, dass niemand sagen kann, wie sich die Wirtschaft weiterentwickeln wird und wie es um die eigenen finanziellen Bedürfnisse bestellt ist. Eine große Reparatur kann immer passieren und dann ist die Frage, ob man genug Reserve gebildet hat. Hat man zusätzlich zum Geld, das man anlegen möchte, eine Reserve, dann ist man von der Sorge, das Geld bald zu brauchen, ziemlich befreit und kann anders handeln, als wenn man das Geld vielleicht bald wieder brauchen wird.

Je länger die Anlagedauer sein kann, desto besser ist die Verhandlungsposition und auch das Angebot der Bank. Es kann natürlich auch anders kommen, indem man zum Beispiel sich für einen Investmentfonds zum Anlegen entscheidet, aber nach einem Jahr geht die Wirtschaft durch die Decke und der Fonds erreicht einen Höchststand. Dann wäre es durchaus überlegenswert, seine ursprüngliche Strategie aufzugeben und die Anteile zu verkaufen, um den Gewinn mitzunehmen. Das so vermehrte Geld kann ja für eine weitere Anlageform genutzt werden.

Zinsen vs. Fonds

Die Thematik ist dabei nicht einfacher geworden. Früher war die Frage, ob die Zinsen hoch genug sind und wie lange man das Geld anlegen kann. Heute steht man vor dem Problem, dass einerseits kaum mehr Zinsen mit dem Sparbuch einzufahren sind, andererseits weiß man nicht, wie lange es dauert, bis ein Investmentfonds Gewinne abwirft und ob er überhaupt Gewinne abwirft. Für eine kurzfristige Veranlagung ist der Fonds in der Regel nicht geeignet. Bei einem Zeitraum von fünf Jahren kann er hingegen die bessere Lösung sein, auch wenn man Provisionen (Gebühren) zahlen muss, die es beim Sparbuch nicht gibt.

Der weitere Verlauf bei den Leitzinsen weltweit ist auch schwer zu lesen, vor allem für Laien, die sich damit kaum auseinandersetzen. Dass etwa in der Eurozone jahrelang Null Prozent angesetzt werden würden, hätte auch niemand für möglich gehalten, wurde aber Fakt und beeinflusst die genannten Entscheidungen nachhaltig.

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