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ATX 2017 und eine Entwicklung

Hoffnung auf bessere Werte

Der ATX der Wiener Börse ist der wichtigste Aktienindex in Österreich und daher eine täglich genannte Kennzahl, wenn es um den Zustand der Wirtschaft in Österreich geht. Dabei hat der ATX in den Jahren nach dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise weit schwächer abgeschnitten als die großen Leitbörsen wie der DAX in Frankfurt. 2017 sollte aber Besserung bringen - eine Hoffnung, die schon für 2013 - 2016 gegolten hatte.

ATX 2017: Inhalt

 

ATX 2017: die Ausgangslage

Der ATX erwies sich vor Beginn der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 in Hochform und es kam zum Allzeithoch von über 5.000 Punkten. Nach dem Absturz, den praktisch alle Börsen erleben mussten, kamen DAX und Dow Jones Index als Leitbörsen recht bald wieder in die Gänge und durch die Null-Zins-Politik ging es sogar steil nach oben, weil Investitionen gefördert wurden und billiges Geld massenweise zur Verfügung stand.

Die Zinspolitik betraf Österreich natürlich auch, aber die Wirtschaftsentwicklung wollte nicht so recht ins Positive wechseln und man sah neidisch nach Deutschland. Der ATX bildete diese Situation sehr gut ab, indem der Kurs nur sporadisch einmal auf 2.700 Punkte anstieg, aber bald wieder fiel. Nach der Brexitabstimmung im Juni 2016 lag der ATX wieder einmal tief unten bei 2.000 Punkte, doch danach begann eine moderate, aber ständige Verbesserung, die den Index auf 2.600 Punkte brachte.

ATX Prognose 2017

Schon in den letzten Jahren ab 2013 war angekündigt und vorausberechnet worden, dass die Wirtschaft anziehen wird - in Europa generell und in Österreich natürlich dann auch. Aber es kam nicht dazu, auch Länder wie Frankreich oder Italien hatten Mühe, in die Gänge zu kommen. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte die Zinsen auf Rekordniveau und kämpfte gegen die mögliche Deflation. Erst im zweiten Halbjahr 2016 begann die Wirtschaft zu wachsen, auch in Problemländern, selbst in Südeuropa und auch in Österreich stiegen die Werte erstmals spürbar.

Für den ATX war dies ein wichtiger Rückenwind im zweiten Halbjahr 2016 und die 2.600 Punkte machten Lust auf mehr - waren aber trotzdem nur knapp die Hälfte des ursprünglichen Allzeithochs, während der DAX vielfach neue Rekordwerte erreichen konnte und in den USA war der Dow Jones Index überhaupt trotz oder wegen Donald Trump in Euphorie verfallen. Das gute Wirtschaftsklima erbrachte auch Prognosen für den ATX, wonach es auf 2.800 Punkte nach oben gehen könnte und zwar nicht für einen Tag, sondern für einen längeren Zeitraum.

Guter Start in das Jahr 2017

Im Sinne der Prognose begann der ATX das Jahr 2017 auch sehr erfreulich, denn der Kurs setzte dort fort, wo er 2016 aufgehört hatte. Seit dem Juni 2016 und dem Verdauen des Brexit-Abstimmungsergebnisses gibt es an der Wiener Börse wie von einem Lineal gezogen eine flache, aber ansteigende Linie und so wurde der Kurs auch im Jänner 2017 weiter nach oben geführt und hat die 2.700 Punkte erreicht.

Diesmal war es nicht so, dass einmal kurz ein starker Anstieg erfolgt ist, der sofort wie bei einer Kerze ebenso steil nach unten zurückführt, sondern die moderate Wachstumsrate beim ATX blieb ihrer Linie treu - keine großen Sprünge, aber auch keine Rückschläge und die Wiener Börse schwamm in ruhigeren Gewässern weiter nach oben, sodass man den Dreier am Beginn des Indexwertes zumindest in der Entfernung schon ausmachen hat können. 3.000 Punkte gab es in Wien schon lange nicht mehr beim wichtigsten Aktienindex des Landes.

2.900 Punkte im April erreicht

Interessant ist, dass der ATX wirklich kaum starke Bewegungen nach oben oder unten zeigt. Nach dem guten Jahresbeginn, der auch durch verbesserte Wirtschaftsdaten aus Österreich für das letzte Quartal 2016 gestützt wurde, ging es weiter nach oben, aber immer schön gemütlich. 2.800 Punkte, die laut Prognose möglich sein sollten, waren im Februar 2017 auch bald erreicht, aber diese konnte man nicht halten und es ging das erste Mal nach längerer Zeit etwas steiler nach unten, aber man blieb immer noch über 2.700 Punkte und damit klar über dem Anfangswert des Jahres.

Im März 2017 fand der ATX zurück zur Spur und schön moderat wurde weiter geklettert und die 2.800 Punkte wurden zur stabilen Größe, die Anfang April sogar noch weiter gesteigert wurden. Nicht nur die 2.800 wurden bestätigt, es gab sogar als vorosterliches Geschenk das Übertreffen von 2.900 Punkte, was in Relation zum Jahresbeginn einen Anstieg von über 11 % bedeutet hatte.

Gestützt wurde dieser durch die stärker wachsende Wirtschaft in Europa und in Österreich selbst. Erstmals seit Jahren wurde eine Prognose nicht nach unten, sondern oben korrigiert. Schon ab 2013 erhoffte man sich ein stärkeres Wachstum, wurde aber immer wieder enttäuscht und erst 2017 gelingt es, das Wachstum auf 2,0 % zu steigern. Nicht nur das, auch am Arbeitsmarkt ging die Arbeitslosenquote zurück. Zwar sind immer noch viel zu viele Menschen von der Arbeitslosigkeit betroffen, aber man hatte 2017 nicht gerechnet, dass es schon eine Erleichterung geben könnte. Diese positiven Signale sind natürlich Wasser auf den Mühlen des ATX und so überrascht es auch nicht, dass erstmals seit Jahren deutlich anzieht und die 3.000 Punkte sind nicht fern.

Allerdings gibt es einige Unsicherheitsfaktoren, vor allem politischer Natur nach dem US-Raketenangriff in Syrien. Die Lage ist aber unklar, während der Wirtschaftsaufschwung in Europa Fakt ist und vorerst schwerer wiegt.

 

Ende April: ATX übertrifft dank OMV 3.000 Punkte

Die OMV hat durch die höheren Ölpreise im Jahresvergleich mehr verdienen können und den Gewinn deutlich ausgebaut - stärker als erwartet. Die Folge war, dass am letzten Handelstag des April 2017 die Aktie der OMV gleich um sechs Prozent nach oben ging und damit zog sie den ATX der Wiener Börse mit, wodurch zur Mittagsstunde mit 3.001 Punkte erstmals seit 2011 wieder ein Stand über den 3.000 Punkte erzielt worden ist.

Dieser Wert liegt zwar weit unter den über 5.000 Punkten als Allzeithoch, aber im Vergleich zu den letzten Jahren hat der ATX 2017 deutlich zugelegt. Per Ende April um mehr als 14 Prozent gegenüber dem Jahresbeginn. Und da sich die Konjunktur nach oben gedreht hat, die Inflation zulegt und Österreich auch bei den Exporten wieder stärker punktet, ist eine weitere Entwicklung nach oben durchaus auch zu erwarten. Nach tristen Jahren scheint 2017 nun endlich der Befreiungsschlag zu sein - für die österreichische Wirtschaft und für die Wiener Börse ergo den ATX.

 

ATX steigt im Juni 2017 auf 3.200 Punkte

Die österreichische Wirtschaft wächst so stark wie schon viele Jahre nicht mehr und das sorgt auch für eine sehr positive Stimmung an der Wiener Börse, die es in den letzten Jahren wirklich nicht leicht gehabt hat. Ein Wirtschaftswachstum von mehr als 2,0 % gab es nun tatsächlich fast ein Jahrzehnt nicht mehr und ist Grund zur Freude. Natürlich ist nicht alles wunderbar, denn die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor hoch, aber auch diese sinkt, obwohl sie ursprünglich noch bis 2018 steigen hätte sollen.

Diese positiven Rahmenbedingungen sind ein optimaler Rückenwind für den ATX und sorgten schon im Mai 2017 für das Übertreffen der Marke von 3.200 Punkte, im Juni wurde diese wieder geknackt - damit lag der ATX so hoch wie zuletzt im Jahr 2008, als der Absturz nach dem Allzeithoch über 5.000 Punkte durch den Beginn der Finanzkrise sich ausgewirkt hatte. Mittlerweile stabilisiert sich der ATX bei 3.100 Punkte und wird wohl in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter steigen, denn der Ausblick ist sehr positiv. Seit Jahresbeginn hat der wichtigste Aktienindex Österreichs um mehr als 20 % zugelegt.

 

September 2017: ATX kämpft um 3.300 Punkte

Der ATX der Wiener Börse erlebte ein sehr erfreuliches Frühjahr 2017, wodurch der wichtigste Aktienindex Österreichs endlich wieder einmal über die Marke von 3.000 Punkte gelangt war. Sogar 3.200 Punkte konnten erreicht werden, doch dann war die Obergrenze praktisch erreicht.

Denn seither hat es eine Art Seitwärtsbewegung gegeben, bei der es mal knapp unter 3.200 Punkte ging und mal knapp an die 3.300 Punkte hinauf. Die Wirtschaftsprognose für Österreich wurde deutlich nach oben korrigiert, also war der Rückenwind von den Daten her gegeben, aber der ATX will nicht so recht weitermachen, wie dies seit Anfang des Jahres 2017 der Fall war und steckt ein wenig fest. Da mag der Wahlkampf vielleicht eine Rolle spielen, auch der teuer gewordene Euro, andererseits liegt man bei knapp unter 3.300 Punkte und damit bei 25 % höherem Wert als zu Jahresbeginn. Spannend wird wohl sein, wie sich im Herbst die Zentralbanken verhalten, denn sowohl die Fed in den USA als auch die EZB in der Eurozone haben Massen an Anleihen zur Stützung der Währungen gekauft und zumindest die Fed möchte ab Oktober diese abbauen.

Es könnte also gut sein, dass das Verhältnis von Aktien und Währungen an der Börse eine Veränderung erlebt, aber genaue Entwicklungen lassen sich nicht abschätzen. Wie auch immer: die Wiener Börse hat mit dem ATX das beste Jahr seit langer Zeit und die 3.500 Punkte sind bis Jahresende durchaus im Bereich des Möglichen.

 

ATX liegt im November bei 3.400 Zähler

Der ATX hat ein starkes Jahr 2017 erlebt, denn seit Jahresbeginn geht der Kurs wie auf einer schiefen Ebene nach oben. Allerdings ist die Grunddynamik ein wenig abgeschwächt, seit der Herbst angebrochen ist. Im November 2017 hat sich der wichtigste Aktienindex Österreichs bei einer Marke von 3.400 Punkten eingefunden und das ist nur 0,6 % über dem Vormonatswert, also kaum verbessert. Im Vergleich zum Wert vom Jahresbeginn sind aber satte 36 % an Anstieg weiterhin zu verbuchen.

Die Rahmenbedingungen sind auch gute, denn die europäische Wirtschaft wächst konstant und für Österreich werden für die nächsten Jahre sogar noch bessere Werte vorhergesagt als für den EU-Durchschnitt. Solche Nachrichten waren in den letzten Jahren ziemlich selten geworden. Daher ist das Halten des aktuellen Niveaus eigentlich keine große Schwierigkeit, aber es zeigt sich, dass der weitere Anstieg Mühe bereitet. Man schafft es über die Marke von 3.400 Zähler, aber dann ist Schluss mit der Aufwärtsentwicklung, wobei zuletzt die europäischen Börsen auch wegen der Katalonien-Krise ein wenig eingebremst waren.



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