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Arbeitslosigkeit Österreich Dezember 2019

Leichter Rückgang trotz durchwachsenen Ausblicks

Für das Jahr 2020 wird der Wirtschaft ein Rückgang der Konjunktur vorhergesagt, wobei in Österreich die Situation aber überschaubar sein sollte. Bei einem Wachstum von berechneten 1,5 % ist eine Krisenpanik nicht erforderlich, auch für den Arbeitsmarkt sollte es keine deutliche Verschärfung geben.

Ein Problem blieb 2019 jedenfalls stets gegeben, nämlich eine hohe Sockelarbeitslosigkeit, denn unter 300.000 Arbeitssuchende ging die Statistik nie, auch nicht bei sehr starken Wirtschaftswerten. Andererseits suchen viele Branchen geradezu händeringend nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Also gibt es eine Bildungslücke zwischen den vielen Suchenden und den vielen suchenden Unternehmen.

Was den Dezember 2019 betrifft, gab es Ende Dezember 349.795 Arbeitslose, das sind um 5.842 Personen oder 1,6 % weniger als im Dezember 2018. Die nationale Berechnung ergibt eine Arbeitslosenquote von 8,5 %, das ist ein Rückgang von 0,2 %. Allerdings kommen dazu noch die 58.077 Personen in AMS-Schulungen, das sind um 222 Personen oder 0,4 % weniger als vor einem Jahr.

In Summe sind es also 407.872 Menschen, die einen neuen Arbeitsplatz suchen. Nimmt man diese Gesamtzahl, dann sind es auch um 1,5 % oder 6.064 Personen weniger als im Dezember 2018. In der EUROSTAT-Statistik nimmt Österreich mit 4,6 % Arbeitslosenquote den nur 12. Platz ein und befindet sich wie schon seit Monaten im Mittelfeld. Tschechien hat mit 2,2 % Platz eins sicher - gefolgt von Deutschland und Polen. Spanien hat am Ende der Tabelle mit 14,2 % auch die 15 %-Marke hinter sich lassen können. Selbst Griechenland, das lange nahe der 30 %-Grenze lag, konnte sich auf 16,8 % herabarbeiten.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Die Zahlen nach Personengruppen zeigen, das große Sprünge nicht möglich sind. Bei den Frauen ging die Arbeitslosigkeit um 2,4 % zurück, die Arbeitslosenzahlen bei den Männern gingen nur um 1,1 % zurück. Auch bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre, die viele Monate starke Rückgänge erlebt haben, reduzierten sich die Arbeitslosen nur um 2,8 %.

Bei den Inländern gab es ein Minus von 2,7 %, bei den Ausländern ein leichtes Plus von 0,6 %. Bei den älteren Menschen ab 50 Jahre gab es einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 1,0 %, bei den Menschen mit Behinderung ein sehr starkes Plus von 3,8 %. Keine andere Personengruppe hat einen derart negativen Trend.

Bundesländervergleich

Die Phase mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen in jedem der neun österreichischen Bundesländer ist schon länger vorbei, das Plus wird immer öfter gesichtet, wenngleich die Zahlen nicht dramatisch ansteigen. Trotzdem gelingt es nicht mehr, die Arbeitslosenzahlen des Vorjahres zu reduzieren - im Gegenteil: sie steigen wieder leicht. Gut sieht es in Tirol und Salzburg aus, aber auch in Wien haben sich die Werte deutlich verbessert.

Bundesland Arbeitslose Vergleich
Personen
Vergleich
%
Tirol 15.783 -885 -5,3 %
Salzburg 12.857 -692 -5,1 %
Wien 125.887 -5.481 -4,2 %
Niederösterreich 60.639 -900 -1,5 %
Burgenland 10.774 -107 -1,0 %
Kärnten 26.724 +220 +0,8 %
Steiermark 43.856 +682 +1,6 %
Oberösterreich 43.340 +1.058 +2,5 %
Vorarlberg 9.935 +263 +2,7 %

 

Datenquelle: https://www.ams.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 2. Jänner 2020]

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Arbeitslosigkeit Österreich Dezember 2019Artikel-Thema:
Arbeitslosigkeit Österreich Dezember 2019
letztes Datum:
02. 01. 2020

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