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Arbeitslosigkeit in Österreich im Februar 2020

Klimawandel hilft bei den Arbeitslosenzahlen

Der Klimawandel ist zum großen Feind geworden und man merkt es überall - in der Antarktis hat es wahnwitzige 20 Grad plus, im Osten Österreichs gab es so gut wie überhaupt keinen Schnee und auch sonst purzeln die Temperaturrekorde. Das ist nicht erfreulich, aber es gibt auch Faktoren, die eine andere Sicht zulassen und dazu gehört die Arbeitslosigkeit.

Denn durch das milde Wetter konnte etwa in Wien am Bau durchgearbeitet werden und damit fiel die übliche Saisonarbeitslosigkeit weit geringer aus als üblich. Das Arbeitsmarktservice (AMS) ermittelte Ende Februar für den Monat Februar 2020 333.987 Arbeitslose, das sind um 9.413 Personen oder 2,7 % weniger als im Februar 2019. Dazu kommen noch die 65.372 Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer, das sind um 1.583 Personen oder 2,4 % weniger als vor einem Jahr.

In Summe waren also 399.359 Menschen unmittelbar von Arbeitslosigkeit in Österreich betroffen. Auch in der Gesamtsumme gab es einen Rückgang von 2,7 % und außerdem, wie das AMS ausführt, das erste Mal seit dem Jahr 2012 weniger als 400.000 Arbeitslose. Angesichts schwierigerer Wirtschaftsbedingungen ist das eine erfreuliche Information, aber man muss die Besonderheit des extrem milden Winters berücksichtigen, der diesen Trend zusätzlich ermöglichen konnte.

International gesehen nimmt Österreich in der EUROSTAT-Statistik mit 4,2 % den 10. Platz ein. Vorne liegt weiter Tschechien mit 2,0 % vor Deutschland und den Niederlanden, Spanien am Ende der Tabelle hat 13,7 % und auch Griechenland 16,6 % und damit hat sich deutlich gegenüber den Krisenzeiten erholen können.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Sehr unterschiedlich gestaltete sich die Entwicklung aber, wenn man die verschiedenen Personengruppen heranzieht. Bei den Frauen gab es mit 2,9 % einen stärkeren Rückgang als bei den Männern mit 2,7 %. Bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre war der Rückgang mit 4,3 % wieder sehr hoch. Bei den Inländern gab es um 3,5 % weniger Arbeitslose, bei den Ausländern um 1,0 %.

Anders sieht es bei den Problemgruppen aus. Die Arbeitslosen ab dem 50. Lebensjahr (50+) haben ein Plus von 0,2 % zu verzeichnen, die Menschen mit Behinderung gar von 2,3 %. Ein Plus gab es auch bei den Akademikern mit 1,2 %.

Bundesländervergleich

Sehr unterschiedlich ist der Trend nach Bundesländern, denn während Tirol weiterhin den stärksten Rückgang verzeichnet, gab es in Vorarlberg ein sattes Plus. Positiv ist weiterhin der Trend in Wien, das lange Zeit Mühe hatte, die hohe Zahl an Arbeitslose zu reduzieren, doch seit der zweiten Jahreshälfte 2019 drehte sich diese Entwicklung ins Positive.

Bundesland Arbeitslose Vergleich
Personen
Vergleich
%
Tirol 15.307 -1.403 -8,4 %
Salzburg 13.132 -1.099 -7,7 %
Wien 119.826 -5.583 -4,5 %
Kärnten 24.681 -953 -3,7 %
Burgenland 10.614 -258 -2,4 %
Niederösterreich 59.141 -963 -1,6 %
Oberösterreich 40.638 -69 -0,2 %
Steiermark 40.942 +540 +1,3 %
Vorarlberg 9.706 +375 +4,0 %

 

Datenquelle: https://www.ams.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 2. März 2020]

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Arbeitslosigkeit in Österreich im Februar 2020Artikel-Thema:
Arbeitslosigkeit in Österreich im Februar 2020
letztes Datum:
02. 03. 2020

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