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Arbeitslosenrate im Dezember 2018

Weiterer Rückgang, dennoch 400.000 Arbeitslose

Arbeitslosenzahlen Österreich Dezember 2018Das Jahr 2018 brachte dem österreichischen Arbeitsmarkt eine deutliche Verbesserung der Gesamtsituation und daran knüpfte auch der Dezember als letzter Monat des Jahres an. Laut den Zahlen des Arbeitsmarktservice (AMS) lag die nationale Berechnung der Arbeitslosenquote bei 8,7 %, das ist ein Rückgang um 0,7 %.

Insgesamt waren 355.637 Personen Ende Dezember 2018 arbeitslos gemeldet, das waren um 6,1 % oder 23.104 Personen weniger als im Dezember 2017. Dazu kommen aber die Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer, die insgesamt 58.299 Personen umfasst haben. Das waren um 9,9 % oder 6.441 Personen weniger als vor einem Jahr. In Summe sind aber trotzdem 413.936 Menschen ohne neuer Anstellung. Auch wenn das um 6,7 % oder 29.545 Personen weniger sind als vor einem Jahr, ist die Lage bedenklich, denn man hat es mit einem Wirtschaftsboom in Österreich zu tun. In Sinne des volkswirtschaftlichen Konjunkturzyklus ist der Boom ab 3,0 % Wirtschaftswachstums die beste Phase einer Volkswirtschaft und wenn trotzdem über 400.000 Menschen keinen Arbeitsplatz finden ist das kritisch. Geht die Wirtschaftsleistung etwas zurück, dann erhöht sich die Zahl sofort wieder deutlich.

Das zeigt auch der internationale Vergleich, denn bei der Eurostat-Statistik liegt Österreich mit 5,1 % auf Rang elf. Vorne ist weiterhin Tschechien mit 2,2 % vor Deutschland und den Niederlanden, erfreulich geht es am Ende der Tabelle weiter. Denn Spanien ist auf 14,8 % gesunken, Griechenland hat mit 18,6 % die 20 %-Marke auch schon deutlich unterschritten. Beide Länder waren lange Zeit deutlich über 20, Griechenland sogar über 25 % gelegen.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Die Analyse der Personengruppen zeigt, dass es durchwegs ein Minus bei den Zahlen gibt, aber es gibt auch einige Unterschiede. Bei den Frauen ging etwa die Arbeitslosigkeit um 3,9 % zurück, bei den Männern hingegen um 7,5 %. Bei den jungen Menschen von 15 bis 24 war der Rückgang mit 9,5 % wieder sehr stark ausgeprägt.

Bei Inländern gab es ein starkes Minus mit 8,4 %, bei den Ausländern war mit 1,0 % der Rückgang deutlich geringer ausgefallen. Auch die Problemgruppen wie die älteren Personen ab 50 Jahre mit 2,3 % oder die Personen mit Behinderung mit 2,6 % haben einen Rückgang zu verzeichnen.

Bundesländervergleich

Wie schon seit einigen Monaten gibt es auch im Dezember 2018 einen Rückgang in allen neun österreichischen Bundesländern. Tirol hatte mit einem Minus von 11,0 % den deutlichsten Rückgang zu verzeichnen - gefolgt von Oberösterreich mit 9,2 % und der Steiermark mit 8,4 %. Am anderen Ende der Tabelle findet man Wien mit 2,8 % Minus, dann kommen Salzburg mit 4,3 % und Vorarlberg mit 5,8 %.

Datenquelle: Sozialministerium

 

[Infoplattform Wissenswertes / 2. Jänner 2019]

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