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Im März 2021 über 450.000 arbeitslos

Aber starker Rückgang im Jahresvergleich

Die Arbeitslosigkeit im März 2021 in Österreich wies über 450.000 Arbeitslose aus und trotz der üblen Werte war der Rückgang zum Vorjahr sehr stark ausgeprägt. Das ist eine Falle der Statistik, denn im März 2020 gab es den ersten Lockdown in Österreich und nicht die Lösungen wie ein Jahr später mit Teststraße und Zustellmöglichkeiten.

Wie viele Menschen waren im März arbeitslos?

Die Arbeitslosenstatistik des AMS wie Ende März 381.038 Menschen als arbeitslos aus, das waren um 123.307 Personen oder 24,4 % weniger als im März 2020. Das ergab eine nationale Arbeitslosenquote von 9,4 %. Dazu kamen allerdings auch die 76.779 Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer, das waren um 18.602 Personen oder 32,0 % mehr als im Jahr davor. In Summe waren damit 457.817 Menschen ohne Arbeitsplatz, um 104.705 Personen oder 18,6 % weniger als im Vorjahresmonat.

In der EUROSTAT-Statistik erreichte Österreich einen Wert von 5,7 % und Rang 11. Polen hatte mit 3,1 % den besten Wert vor Tschechien und der Niederlande, Griechland mit 15,8 % und Spanien mit 16,0 % waren am Ende der Tabelle zu finden.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Es ist schon seltsam, sehr gute Entwicklungen und doch sehr problematische Zahlen zu erfassen. Denn es gab natürlich einen starken Rückgang bei allen Personengruppen, aber Grund zum Feiern gab es überhaupt nicht, weil die Arbeitslosenzahlen ungebrochen hoch sind und stets neue Lockdowns drohen. Trotz des Beginns der Impfphase ist durch die Mutationen des Coronavirus die wirtschaftliche Lage sehr schwierig geblieben.

Bei den Frauen gab es einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 20,1 %, bei den Männern um 27,8 %. Bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre konnte die Zahl um 41,7 % gedrückt werden, bei den Inländern um 24,0 %, bei den Ausländern um 25,3 %. Bei den Menschen ab 50 Jahre gab es auch einen Rückgang von 13,5 %, bei Menschen mit Behinderung war der Rückgang mit 1,8 % sehr mager ausgefallen. Höher war er bei den Akademikern mit 7,9 %.

Bundesländervergleich

Im Februar 2021 gab es in Tirol noch einen dreistelligen Zuwachs, im März 2021 war in allen Bundesländern ein Rückgang zu verzeichnen. Doch auch hier gilt, dass die Zahlen trotzdem wenig berauschend sind. Die Steiermark konnte den höchsten Rückgang verbuchen, in Vorarlberg war das Minus am Geringsten. Insgesamt war die Lage Ende März 2021 aber durchwegs kritisch, weil insgesamt viele Menschen ohne Arbeitsplatz waren und es wohl eine ganze Weile dauern wird, bis sich die Wirtschaft komplett erholt hat.

Bundesland Arbeitslose Vergleich
Personen
Vergleich
%
Steiermark 42.173 -21.825 -34,1 %
Kärnten 24.991 -12.275 -32,9 %
Oberösterreich 39.807 -18.001 -31,1 %
Salzburg 20.218 -8.889 -30,5 %
Niederösterreich 58.294 -20.146 -25,7 %
Burgenland 10.328 -3.486 -25,2 %
Tirol 32.607 -10.470 -24,3 %
Wien 139.013 -26.034 -15,8 %
Vorarlberg 13.607 -2.181 -13,8 %

 

Datenquelle: https://www.ams.at

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Die Arbeitslosigkeit wird in jedem Land über die Arbeitslosenquote definiert, wobei sich diese je nach Verfahren unterscheiden kann. In Österreich gelten strengere Regeln bei der nationalen Arbeitslosenquote als etwa beim europäischen Vergleich mittels EUROSTAT-Auswertung, was auch logisch ist, um gleiche Zahlen vergleichen zu können.

Monatsberichte über die Arbeitslosigkeit 2021 in Österreich

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Arbeitslosigkeit März 2021Artikel-Thema: Im März 2021 über 450.000 arbeitslos

Beschreibung: Im März 2021 waren über 450.000 Menschen in Österreich arbeitslos, allerdings sanken die Zahlen im Jahresvergleich, weil im März 2020 der erste Lockdown Gültigkeit hatte.

letzte Bearbeitung war am: 03. 05. 2021

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