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Arbeitslosigkeit durch Corona im Jänner 2021 weiter gestiegen

Weit über 500.000 Arbeitslose in Österreich

Die Arbeitslosigkeit in Österreich erfuhr durch die Corona-Krise im Jahr 2020 eine ganz andere Dynamik, als man das vorhersehen hätte können. Man machte sich Sorgen wegen der Einbremsung der Konjuktur, aber das wäre nichts gewesen gegen die verschiedenen Lockdowns, um die Infektionszahlen reduzieren zu können. Der neuerliche Lockdown ab den Weihnachtsfeiertagen war keine gute Vorgabe für die Arbeitslosenzahlen, wie die aktuellen Werte zeigen.

Denn laut Arbeitsmarktservice (AMS) gab es Ende Jänner 2021 468.330 arbeitslos gemeldete Menschen in Österreich, das waren um 112.995 Personen oder 31,8 % mehr als im Jänner 2020. Dazu kommen 67.140 Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer, das waren um 1.774 mehr als im Jänner 2020 oder auch um 2,7 % mehr. In Summe waren damit 535.470 Menschen ohne Arbeitsplatz, das waren um 114.769 Personen oder 27,3 % mehr als im Vorjahresjänner.

Die nationale Arbeitslosenquote betrug 11,4 %, ein sattes Plus von 2,8 % im Jahresvergleich.

Im internationalen Vergleich lag Österreich mit 5,2 % in der EUROSTAT-Statistik auf Platz zehn, Tschechien war mit 2,9 % weiter an der Spitze vor Polen und der Niederlande. Griechenland hatte mit 16,7 % wieder den letzten Platz, Spanien hatte mit 16,4 % einen ähnlichen Wert.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Beim Jahresvergleich der einzelnen Personengruppen zeigt sich natürlich ein katastrophales Bild mit hohen Zuwachsraten. Bei den Frauen gab es um 42,4 % mehr Arbeitslose, bei den Männern um 25,2 % mehr. Bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre lag das Plus auch bei hohen 28,4 %.

Bei Ausländern gab es einen sehr hohen Wert von 39,5 %, aber auch das Plus von 28,1 % bei Inländern macht keinen Spaß. Ähnlich war die Entwicklung bei den Menschen ab dem 50. Lebensjahr mit einem Anstieg von 29,2 %, geringer, aber auch sehr negativ der Anstieg von 15,3 % bei Personen mit Behinderungen. Selbst bei den Akademikern stieg die Arbeitslosigkeit um 26,3 % an.

Bundesländervergleich

Die Werte stiegen auch auf Bundesländersicht extrem an, wobei der Tourismus besonders schlimm getroffen wurde. So ist es keine Überraschung, dass Salzburg und Tirol die höchsten Zuwächse zu verzeichnen hatten, aber auch in Wien stieg die Zahl der Arbeitslosen wieder deutlich an. Unter 20 % Zuwachs konnten nur Niederösterreich und Burgenland bleiben, wobei ein solcher Zuwachs normalerweise schon eine Katastrophe wäre, sich aber aktuell moderat liest bei 132 % in Tirol.

Bundesland Arbeitslose Vergleich
Personen
Vergleich
%
Niederösterreich 73.621 +10.766 +17,1 %
Burgenland 13.401 +2.062 +18,2 %
Oberösterreich 53.552 +9.763 +22,3 %
Kärnten 34.049 +6.498 +23,6 %
Steiermark 55.630 +10.657 +23,7 %
Wien 154.688 +32.335 +26,4 %
Vorarlberg 16.006 +5.843 +57,5 %
Salzburg 26.144 +11.592 +79,7 %
Tirol 41.239 +23.479 +132,2 %

 

Datenquelle: https://www.ams.at

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Die Arbeitslosigkeit wird in jedem Land über die Arbeitslosenquote definiert, wobei sich diese je nach Verfahren unterscheiden kann. In Österreich gelten strengere Regeln bei der nationalen Arbeitslosenquote als etwa beim europäischen Vergleich mittels EUROSTAT-Auswertung, was auch logisch ist, um gleiche Zahlen vergleichen zu können.

Monatsberichte über die Arbeitslosigkeit 2021 in Österreich

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Arbeitslosigkeit Jänner 2021Artikel-Thema: Arbeitslosigkeit durch Corona im Jänner 2021 weiter gestiegen

Beschreibung: Die Arbeitslosigkeit in Österreich stieg im Jänner 2021 weiter dramatisch und so gibt es aufgrund der Corona-Krise deutlich über 500.000 Arbeitslose.

letzte Bearbeitung war am: 01. 04. 2021

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