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Anstieg um 30 % im Februar 2021

Mehr als eine halbe Million ohne Arbeitsplatz

Lustiger ist es am Arbeitsmarkt im Februar 2021 nicht wirklich geworden, denn so wie in vielen europäischen Ländern hatte auch Österreich reichlich zu kämpfen und viele Betriebe von Kultur bis Sport und darüber hinaus waren weiterhin geschlossen. Der Tourismus erlebte einen Rückgang um gut drei Viertel der normalen Umsätze und so war es auch keine Überraschung, dass die Arbeitslosigkeit sehr hoch blieb.

Konkret ermittelte das Arbeitsmarktservice (AMS) zum Ende des Februar 2021 436.982 arbeitslos gemeldete Personen, das waren um 102.995 Personen oder 30,8 % mehr als im Februar 2020 - dem letzten Monat vor der Pandemie in Österreich. Dazu kamen noch 71.941 Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer, das waren um 6.569 Personen oder 10,0 % mehr als vor einem Jahr. In Summe waren damit 508.923 Personen ohne Arbeitsplatz, um 109.564 Personen oder 27,4 % mehr als im Februar 2020. Die nationale Arbeitslosenquote betrug 10,7 %, um 2,6 % mehr als vor einem Jahr.

Bei der EUROSTAT-Statistik belegte Österreich mit 5 % den 10. Platz. Weiterhin liegt die Tschechische Republik vorne, gefolgt von Polen und der Niederlande, Spanien und Griechenland bilden mit jeweils 16,2 % das Ende der Tabelle.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Erfreuliches gibt es natürlich nicht über die Personengruppen zu berichten, denn überall gibt es ein starkes Plus bei den Arbeitslosenzahlen. Ganz übel ist es bei den Frauen, denn hier wurde ein Plus von 40,2 % ermittelt, bei den Männern ein auch nicht viel besserer Wert von 24,6 %. Die Frauen sind vor allem auch betroffen, weil sie im Tourismus tätig sind und der ist fast ein Totalausfall - Stichwort Restaurant und Hotelbetrieb.

Bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre gab es ein Plus von 26,5 %, bei den Inländern von ähnlichen 26,9 %, bei den Ausländern von 39,1 %. Die Arbeitslosenzahlen stiegen bei den Menschen mit Behinderung um 14,5 % an, bei den Mneschen über 50 Jahre um 28,1 % und bei den Akademikern auch um 24,0 %.

Bundesländervergleich

Und so gibt es auch in jedem Bundesland ein deutliches Plus, wobei im Osten die Sachlage noch relativ zu sehen ist im Vergleich zum Westen, wo sich der Tourismus viel stärker ausgewirkt hatte. So kann Niederösterreich und das Burgenland unter einem Anstieg von 20 % bleiben, was auch nicht wirklich schön ist, aber in Tirol gab es ein Plus von 150 % und das ist klar dem Tourismus zuzuschreiben.

Bundesland Arbeitslose Vergleich
Personen
Vergleich
%
Niederösterreich 68.391 +9.250 +15,6 %
Burgenland 12.322 +1.708 +16,1 %
Oberösterreich 48.434 +7.796 +19,2 %
Steiermark 50.467 +9.525 +23,3 %
Wien 148.683 +28.857 +24,1 %
Kärnten 30.842 +6.161 +25,0 %
Vorarlberg 15.150 +5.444 +56,1 %
Salzburg 24.222 +11.090 +84,5 %
Tirol 38.471 +23.164 +151,3 %

 

Datenquelle: https://www.ams.at

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Die Arbeitslosigkeit wird in jedem Land über die Arbeitslosenquote definiert, wobei sich diese je nach Verfahren unterscheiden kann. In Österreich gelten strengere Regeln bei der nationalen Arbeitslosenquote als etwa beim europäischen Vergleich mittels EUROSTAT-Auswertung, was auch logisch ist, um gleiche Zahlen vergleichen zu können.

Monatsberichte über die Arbeitslosigkeit 2021 in Österreich

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Infos zum Artikel

Arbeitslosigkeit Februar 2021Artikel-Thema: Anstieg um 30 % im Februar 2021

Beschreibung: Die Arbeitslosenzahlen in Österreich waren durch die Corona-Krise natürlich auch im Februar 2021 sehr hoch und stiegen um 30 % gegenüber dem Februar 2020 an.

letzte Bearbeitung war am: 01. 04. 2021

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