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Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit im April 2021

Starkes Minus im Vergleich zum Lockdown des Vorjahres

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im April 2021 erfreulicherweise deutlich zurückgegangen, aber die Zahlen muss man richtig interpretieren. Denn die Arbeitslosigkeit ist bei den offiziell Arbeitslosen um ein Drittel zurückgegangen, aber vor einem Jahr gab es den harten Lockdown und daher sind die Zahlen mit weichem Lockdown und anderen Varianten quer durch Österreich natürlich viel besser. Vergleicht man mit dem April 2019, schaut die Geschichte anders aus, denn dann gibt es um mehr als 70.000 Arbeitslose mehr als damals und das zeigt, dass der Arbeitsmarkt ein großes Problem hat.

Wie viele Arbeitslose hatte Österreich im April 2021?

Die Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) wies zum Ende des April 2021 355.382 offiziell Arbeitslose aus, das waren um 32,0 % oder 166.871 Personen weniger als im April 2020 mit dem damaligen harten Lockdown. Gemäß nationaler Berechnung ergibt dies einen Arbeitslosenquote von 8,7 % - ein Minus von 4,0 % gegenüber dem April 2020.

Allerdings kommen dazu noch 78.061 Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer, das sind 28.837 Personen oder 58,6 % mehr als vor einem Jahr. In Summe waren daher Ende April 2021 433.443 Menschen in Österreich ohne Arbeitsplatz. War waren um 138.034 Personen oder 24,2 % weniger als vor einem Jahr.

International rangiert Österreich bei der EURO-STAT-Statistik mit 5,6 % auf Platz 10, Polen hat mit 3,1 % die Nase vorne vor Tschechien und der Niederlande. Spanien hat am Ende der Tabelle mit 15,3 % Griechenland wieder überholt, das mit 15,8 % den letzten Platz einnimmt.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Durch den Vergleich mit dem harten Lockdown des Vorjahres gibt es natürlich auch ein dickes Minus bei den einzelnen Personengruppen, aber der Vergleich mit den Werten von 2019 würde offenbaren, dass noch ein langer Weg bevorsteht, ehe man Entspannung am Arbeitsmarkt vermelden kann. Und auch die Werte 2019 waren trotz guter Wirtschaftslage nicht berauschend, denn mehr als 300.000 bis 350.000 Arbeitslose waren auch damals stets an der Tagesordnung.

Im April 2021 zeigt sich aber, dass die Zahl der Arbeitslosen bei den Frauen um 31,4 % zurückgegangen ist, bei den Männern um 32,4 %. Bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre gab es ein sattes Minus von 50,4 %. Bei den Inländern war das Minus mit 31,3 % gegeben, bei den Ausländern mit 33,2 % sogar noch höher.

Geringer fiel die Entlastung bei den Menschen ab dem 50. Lebensjahr mit 20,4 % aus und noch geringer bei den Menschen mit Behinderung mit einem Minus von 9,9 %. Bei den Akademikern war ein Minus von 22,3 % erreicht worden.

Bundesländervergleich

Der Vergleich der Zahlen vom April 2021 mit dem April des Vorjahres zeigt natürlich auch auf Ebene der neun Bundesländer einen positiven Trend, doch Jubelschreie sind noch nicht angebracht. Interessant ist, dass der Rückgang recht einheitlich verlaufen ist von 24,8 % in Wien bis 39,7 % in der Steiermark. Die letzten Monate gab es immer wieder Ausreißer wie einen dreistelligen Anstieg der Arbeitslosenzahl in den Tourismusländern wie Tirol oder Salzburg und deutlich geringere im Osten des Landes.

Bundesland Arbeitslose Vergleich
Personen
Vergleich
%
Steiermark 37.945 -24.944 -39,7 %
Kärnten 22.326 -13.741 -38,1 %
Salzburg 18.540 -11293 -37,9 %
Oberösterreich 36.252 -21.863 -37,6 %
Tirol 29.960 -14.968 -33,3 %
Niederösterreich 53.800 -26.399 -32,9 %
Burgenland 9.129 -4.440 -32,7 %
Vorarlberg 13.095 -4.833 -27,0 %
Wien 134.335 -44.390 -24,8 %

 

Datenquelle: https://www.ams.at

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Die Arbeitslosigkeit wird in jedem Land über die Arbeitslosenquote definiert, wobei sich diese je nach Verfahren unterscheiden kann. In Österreich gelten strengere Regeln bei der nationalen Arbeitslosenquote als etwa beim europäischen Vergleich mittels EUROSTAT-Auswertung, was auch logisch ist, um gleiche Zahlen vergleichen zu können.

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Arbeitslosigkeit April 2021Artikel-Thema: Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit im April 2021

Beschreibung: Die Arbeitslosigkeit im April 2021 ging in Österreich deutlich zurück, aber auch nur, weil es im April 2020 den harten Lockdown gab und der Vergleich daher ziemlich hinkt.

letzte Bearbeitung war am: 03. 05. 2021

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