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Arbeitslosengeld in Österreich und Deutschland

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Oberflächlich betrachtet ähneln sich die Bedingungen für das Arbeitslosengeld in Österreich und Deutschland. Wer genau hinsieht, wird Unterschiede feststellen.

Vergleich der Anspruchsvoraussetzungen

Österreich kennt, anders als Deutschland, eine Differenzierung in der unteren Altersstufe. Unterschiedliche Vorgaben für Menschen über und unter 25 Jahren sind zu beachten. So muss der ältere Mensch innerhalb der letzten zwei Jahre 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet haben. Unter 25 Jahren liegt die Anwartschaft bei 12 Monaten, in denen man 26 Wochen eingezahlt hat.

In Deutschland entfällt eine derartige Unterscheidung. Hier muss der Antragsteller innerhalb der letzten zwei Jahre 12 Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, um anspruchsberechtigt zu sein.

Höhe der Leistung

Während in Österreich der Betroffene ein Arbeitslosengeld in Höhe von 55 % seines letzten Nettogehalts erhält, bekommt der deutsche Arbeitslose 60 % des letzten Verdienstes. Sind Kinder vorhanden steigt der Betrag auf 67 %.

Für zuschlagsberechtigte Personen wie Kinder wird in Österreich ein Familienzuschlag von 0,97 EUR/Tag gezahlt. Zudem gibt es die Möglichkeit, einen Ergänzungsbetrag zu beantragen und so das Arbeitslosengeld auf 80 % des Nettoeinkommens zu steigern.

Bezugsdauer von Arbeitslosengeld

In Österreich: Die Mindestbezugsdauer beträgt 20 Wochen. Für den, der in den vergangenen fünf Jahren länger als drei Jahre versicherungspflichtig arbeitete, verlängert sich die Dauer auf 30 Wochen. 39 Wochen erhält der Arbeitslose über 40 Jahren, wenn innerhalb von zehn Jahren eine versicherungspflichtige Beschäftigungsdauer von sechs Jahren zustande kam. Für den Arbeitslosen über 50 Jahren verlängert sich die Dauer auf 52 Wochen, wenn innerhalb der letzten 15 Jahre neun Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wurde.

In Deutschland gibt es zwischen 18 und 49 Jahren keine Unterscheidung, der Anspruch richtet sich nach der Dauer der vorangegangenen Beschäftigung: Wer 12 Monate in die Arbeitslosenversicherung einzahlte, erhält 6 Monate lang Arbeitslosengeld. Wurden 16 Monate gearbeitet, bekommt man 8 Monate lang Geld. Nach 20 Monaten Beschäftigung ist ein Anspruch auf 10 Monate angewachsen. Erst Arbeitnehmer ab dem vollendeten 50 Lebensjahr, die mehr als 24 Monate lang versicherungspflichtig arbeiteten, haben einen verlängerten Anspruch von bis zu 24 Monaten.

Fazit: Weder in Österreich noch in Deutschland kann man vom Arbeitslosengeld besonders gut leben. Allein in Bezug auf Kinder scheint in Österreich mehr Gerechtigkeit zu herrschen, wenn jedes Kind am Tag dieselben Kosten verursachen darf ungeachtet des vorhergehenden Einkommens der Eltern.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von: www.arbeitslosengeld-2.de

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