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Arbeitslosigkeit weiter stark gestiegen

Lage bleibt am Arbeitsmarkt kritisch

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist europaweit gesehen noch moderat, aber nach der strengeren nationalen Berechnung ist auch im Monat März kein Grund für Jubelschreie gegeben. Mit 9,4 % Arbeitslosenquote ist der Anstieg von März 2013 (7,7 %) über März 2014 (8,5 %) deutlich nach oben geschnellt. Besserung scheint vorerst nicht in Sicht zu sein, da auch die österreichische Wirtschaft keinen richtigen Aufschwung entwickeln kann.

Insgesamt sind 360.212 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind um 41.037 Menschen oder 12,9 % mehr als vor einem Jahr. Dazu kommen 68.307 Schulungsteilnehmer, das sind um 14.841 Leute oder 17,8 % weniger als vor einem Jahr aufgrund der veränderten Vorgaben bei der Erteilung von Plätze in den Schulungen. Dadurch erhöhte sich natürlich auch die offizielle Arbeitslosenzahl, aber dennoch sind es fast 430.000 Leute, die Ende März 2015 unmittelbar von Arbeitslosigkeit betroffen waren.

Europaweit liegt Österreich hinter Deutschland (4,8 %) mit 5,3 % an zweiter Stelle. Viele Monate war man vor Deutschland auf Platz 1 in der EUROSTAT-Statistik gelegen, aber während in Deutschland die Wirtschaft wieder leicht anzieht, gibt es in Österreich fast Stillstand. Der Rückstand von einem halben Prozent in dieser Auswertung zeigt die unterschiedliche Entwicklung. Großbritannien folgt mit 5,5 % auf Platz drei. Generell geht die Arbeitslosigkeit in der EU (Schnitt 9,8 %) leicht zurück - es ist der beste Wert seit drei Jahren, aber weiterhin zu hoch, vor allem natürlich die Werte in Spanien und Griechenland - in Griechenland mit 26 % noch immer über der 25 %-Marke, Spanien reduzierte leicht auf 23,2 %.

Arbeitslosigkeit im März: Personengruppen
Hinsichtlich der verschiedenen Personengruppen in der Arbeitslosenstatistik bleibt es dabei, dass sämtliche Gruppen stark betroffen sind und entsprechend deutliche Anstiege aufweisen. Bei den Männern stieg die Arbeitslosigkeit um 14,9 %, bei den Frauen um 9,9 %. Bei den Inländern kletterte sie um 9,7 % nach oben, bei den Ausländern um 22,2 %. Bei den jungen Menschen von 15 bis 24 ist auch ein deutlicher Zuwachs von 5,7 % ermittelt worden. Bei Menschen über 50 Jahre stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum März 2014 um 16,2 %, bei den von Behinderung betroffenen Menschen um 17,0 %.

Arbeitslosigkeit im März: Bundesländer
Beim Vergleich der Bundesländer hat nach längerem wieder einmal ein Bundesland einen Rückgang verzeichnen können. In Tirol ging die Zahl um 1,1 % zurück. Alle anderen Bundesländer verzeichneten einen Zuwachs. In Kärnten war der mit 3,8 % noch halbwegs moderat, in Salzburg und Vorarlberg war er mit 5,3 % schon stärker ausgefallen. Am anderen Ende der Tabelle findet sich wieder Wien mit 23,0 % mehr Arbeitslosigkeit als vor einem Jahr. Auch in Oberösterreich mit 12,4 % und Niederösterreich mit 12,0 % stiegen die Zahlen dramatisch an.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 1. April 2015]

Siehe auch
Arbeitslosenzahlen 2015

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