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Arbeitslosigkeit in Österreich im Februar 2015

Deutlich mehr Arbeitslose, deutlich weniger Schulungen

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im Februar 2015 weiter deutlich gestiegen. Laut Arbeitsmarktservice waren Ende Februar 2015 397.589 Menschen offiziell arbeitslos gemeldet, das sind um 11,4 % oder 40.844 Leute mehr als im Februar 2014. Allerdings waren mit 68.651 Menschen um 18,4 % weniger Schulungen zugewiesen als vor einem Jahr. Das sind um 15.461 Schulungsteilnehmer/innen weniger und das wirkt sich auf die Arbeitslosenquote natürlich aus, denn die an Schulungen teilnehmenden Arbeitslosen sind nicht in der offiziellen Zahl enthalten. Insgesamt sind es aber dennoch über 460.000 Leute, die akut von der Arbeitslosigkeit betroffen sind.

International gesehen zeigt die EUROSTAT-Statistik, dass Deutschland vor Österreich mit der niedrigsten Arbeitslosenquote voranliegt, auf Platz drei ist nun Großbritannien zu finden. Am Ende der Statistik befinden sich weiterhin Spanien und Griechenland mit um die 25 % Arbeitslosigkeit.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Die Arbeitslosigkeit ist so wie schon seit Monaten auch im Februar 2015 in allen Personengruppen angestiegen. Bei den Männern stieg sie im Vergleich zum Februar 2014 um 11,6 % an, bei den Frauen um 11,1 %. Bei den Inländern ist sie um 8,5, bei den Ausländern um 20,5 % nach oben geklettert. Bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre ist ebenfalls ein starker Anstieg von 6,8 % zu verzeichnen. Die Problemgruppen schlechthin bleiben die Menschen über 50 Jahre mit einem Anstieg von 14,6 % und die behinderten Menschen mit einem noch höheren Anstieg von 15,4 %.

Insgesamt zeigt sich, dass die Arbeitslosigkeit quer durch alle Gruppen weiterhin stark ansteigt und der mangelnde Wirtschaftsaufschwung die Situation nicht verbessert. Erst ein wirklicher Aufschwung kann den Druck vom Arbeitsmarkt reduzieren, doch dieser ist aktuell nicht in Sicht.

Arbeitslosigkeit nach Bundesländern

Bei den Bundesländern zeigt sich ein ähnliches Bild wie schon in den letzten Monaten. In Wien klettert die Arbeitslosigkeit ungebremst nach oben, in den anderen Bundesländern steigt sie moderater. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass der neuere Umgang mit den Kursen und Schulungen dazu führt, dass sich die Zahlen stark verschieben. Das ist vor allem in Wien ein großes Thema. In Kärnten gab es mit 1,3 % Anstieg den geringsten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Februar 2014. Im Burgenland waren es 3,5 %, in der Steiermark 6,2 %. Auf der anderen Seite der Tabelle steht Wien mit 20,4 %, Salzburg hat einen Anstieg von 12,4 % zu verzeichnen, Oberösterreich einen mit 10,9 %.

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Arbeitslosigkeit Österreich Februar 2015Artikel-Thema:
Arbeitslosigkeit in Österreich im Februar 2015
letztes Datum:
01. 01. 2020

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