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Arbeitslosigkeit in Österreich im Jahr 2017

Die Daten vom Arbeitsmarkt mit dem Jahresvergleich

Die Arbeitslosigkeit ist zwar gegen Ende des Jahres 2016 nicht mehr weiter gestiegen und sogar leicht zurückgegangen, trotzdem war das Jahr kein erfolgreiches. Der Arbeitsmarkt stand unter Druck, die Wirtschaft kam nicht in die Gänge und die Zahl der Langzeitarbeitslosen und vor allem jene der Menschen über 50 Jahre ohne Arbeitsplatz stieg deutlich. Mit diesen Vorgaben begann das Jahr 2017, bei dem davon auszugehen war, dass die Arbeitslosigkeit auch dann hoch bleibt, wenn die Wirtschaft in Österreich deutlich an Aufschwung gewinnt, wie dies Ende 2016 vorherberechnet wurde. 

Ausgangslage bei der Arbeitslosigkeit in Österreich

Arbeitslosenzahlen 2017 in ÖsterreichIn Österreich wartete man seit 2013, dass die Wirtschaft Rückenwind verspürt und zu wachsen beginnt. Auch die Null-Zins-Politik der EZB hatte bis zum 2. Halbjahr 2016 nicht geholfen und der Brexit sorgte für weitere Sorgenfalten. Aber dennoch wuchs die Wirtschaft im 2. Halbjahr 2016 stärker als erwartet, wie die später gelieferten Zahlen 2017 zeigten. Für 2017 wurde auch für Österreich ein stärkeres Wachstum vorhergesagt, doch die Arbeitslosigkeit wird hoch bleiben und erst 2018 ihren Höhepunkt erreichen.

Das jedenfalls war die Prognose vor dem Jahresbeginn 2017 auch basierend auf dem Wissen, dass ein beginnendes Wachstum seine Zeit braucht, bis es am Arbeitsmarkt angekommen ist. Die Verzögerung bis 2018 schien daher sehr realistisch, auch wenn das niemanden wirklich gefreut hatte.

Die Prognose wurde aber im ersten Quartal schon aufs Abstellgleis geführt, denn die Arbeitslosenzahlen begannen zu sinken, das Wachstum wurde sogar nach oben korrigiert. Und im Laufe des ersten Halbjahres wurde klar, dass die Prognose falsch war, denn die Arbeitslosigkeit sank weiter, die Wirtschaftsdynamik nahm hingegen zu.

Positive Entwicklung am Arbeitsmarkt

In ganz Europa hat sich die Wirtschaft deutlich erholt, zum Beispiel auch in Frankreich, das ähnlich wie Österreich lange auf stärkeren Rückenwind gehofft und gewartet hatte. Das Jahr 2017 brachte die Entlastung und damit wurden mehr Arbeitsplätze geschaffen. Dass in Österreich die Wirtschaftsdaten fast jedes Quartal nach oben korrigiert werden, war schon lange nicht mehr der Fall.

Und der Trend blieb erhalten. Das Wirtschaftswachstum überstieg sogar die Marke von 3,0 %, womit üblicherweise ein Wirtschaftsboom umschrieben wird. Daher war auch die Entlastung am Arbeitsmarkt spürbar. Weiterhin waren natürlich viele Menschen arbeitslos, aber nicht in der Höhe, wie es zu Jahresbeginn befürchtet worden war. Im Jahresvergleich sanken die Werte sogar deutlich, doch man kann für eine halbe Million Menschen auch nicht sofort neue Arbeitsplätze schaffen.

Unterm Strich war das Jahr 2017 eines, das den Druck am Arbeitsmarkt etwas zurückschrauben konnte, doch manche Probleme blieben erhalten wie etwa die hohe Arbeitslosigkeit von Menschen ab dem 50. Lebensjahr, die kaum einen neuen Arbeitsplatz finden können. Im Jahr 2017 wurde noch unter der Regierung Kern (SPÖ/ÖVP) die Aktion 20.000 ins Leben gerufen, wodurch Arbeitsplätze für die Generation 50+ gefördert wurden, doch mit 1.1. 2018 wurde diese unter der neuen Regierung Kurz (ÖVP/FPÖ) wieder eingestellt.

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